Düsterer Krimi zwischen Thriller, Psycho- und Ehedrama nach Lars Keplers Bestseller, mit dem Regisseur Lasse Hallström nach Schweden zurückkehrt.
Lasse Hallström kehrt mit diesem ausgetüftelten Psychokrimi nach Bestsellervorlage in seine Heimat Schweden zurück.
In der Suche nach einem würdigen Nachfolger der "Millenium"-Trilogie soll nun dieser Schwedenkrimi nach einer Bestseller-Vorlage von Lars Kepler in Serie gehen. Gleich acht Folgen sind rund um den Stockholmer Inspektor Joona Linna geplant, und der ersten davon nimmt sich der international renommierte Lasse Hallström ("Gottes Werk & Teufels Beitrag") an, verzichtet auf seine schrullig-verschrobenen Seiten und widmet sich einem charaktertiefen Thriller, der auch als Psychogramm und Ehedrama operiert.
Über Hallströms Heimatstadt scheint eine kalte Wintersonne, die den Tag in eisiges Grau taucht. Zumeist aber herrscht düsteres Zwielicht aus Sepia-Tönen und gedeckten Farben. Damit schraubt sich der 66-Jährige getragen-dramatisch in die deprimierte Psyche seiner Figuren, dem Hypnotiseur Erik Bark (Mikael Persbrandt aus "In einer besseren Welt" als schuldzerfressener Trauerkloß) und seiner eifersüchtigen Frau Simone (Hallström schenkt seiner Gattin Lena Olin in der Rolle einer Erinye viel Aufmerksamkeit). Das von Simones Anschuldigungen angetriebene Drama einer zerrütteten Ehe wächst sich zu Bergmanschen Dimensionen aus und drängt die Krimihandlung bisweilen in den Hintergrund.
Denn primär geht es um Inspektor Linna (Tobias Zilliacus), der in einem erschreckend brutalen Massaker ermittelt, bei dem fast eine ganze Familie ausgelöscht wurde. Um den schwer verletzten Sohn befragen zu können, zieht er Erik heran, der den im Koma liegenden einzigen Überlebenden unter Hypnose Hinweise auf den Täter entlocken soll. Der hat als Profi keinerlei Spuren hinterlassen und entführt prompt Eriks Jungen, um Nachforschungen zu unterbinden.
Damit verzahnt das handwerklich unaufdringliche Werk Privates mit Beruflichem, dringt unnachgiebig in Eriks bleischweres Bewusstsein, vergiftet von den Vorwürfen seiner nervlich erodierten Frau. Ein doppeltes Familiendrama, das leise, aber spannend eine Ehehölle ausbreitet, aber nie vergisst, für stillen Suspense zu sorgen und von Verzweiflung und Untaten zu berichten, die Elternliebe zu ihren Kindern auslösen kann. Dafür nutzt der schwedische Kandidat für den Auslandsoscar 2013 intensiv psychischen Druck, der Verhalten am Rande der Glaubwürdigkeit erklären muss und mit einer eisigen Mär von menschlichen Makeln und Wahn bis zuletzt bannt.
tk.
Grausiger Fund für den Stockholmer Inspektor Linna: Er entdeckt einen am Arbeitsplatz ermordeten Turnlehrer sowie dessen in ihrer Wohnung erstochenen Angehörigen. In Vermutung, es handele sich um einen Racheakt, bei dem eine ganze Familie ausgelöscht werden sollte, will Linna den einzigen überlebenden Sohn schützen und die spurlos verschwundene älteste Tochter ausfindig machen. Dafür zieht er den Psychologen Erik heran, der den komatösen Schwerverletzten unter Hypnose Hinweise entlocken soll. Aber der Täter weiß das zu verhindern.
| Originaltitel | Hypnotisören |
| OV | - |
| OmU | - |
| Genre | Thriller / Kriminalfilm |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | - |
| Kinostart (D) | 21.02.2013 |
| Besucher (D) | 43.099 |
| Einspielergebnis (D) | € 272.893 Bes. (EDI) 43.099 Bes. (FFA) 13.844 |
| FSK | ab 16 Jahre |
| WWW | - |
Eva Melander
Magdalena
Jan Waldekranz
Shulman
Peter Asmussen
Drehbuch
Börje Hansson
Produzent
Peter Possne
Produzent
Bertil Ohlsson
Produzent
Lars Kepler
Buchvorlage
Lasse Westfelt
Produktionsdesi gn
Mattias Montero
Kamera
Thomas Täng
Schnitt
Sebastian Amundsen
Schnitt
Oscar Fogelström
Musik
Karin Sundvall
Kostüme
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