Veröffentlicht am 20.03.2014
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Schweden 2014
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Kinostart 20.03.2014, Schweden 2014
  • Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, Der / Robert Gustafsson

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  • Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, Der / Iwar Wiklander / David Wiberg / Robert Gustafsson

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand - Filmplakat

Aberwitziges Roadmovie nach dem Weltbesteller von Jonas Jonasson um einen rüstigen Alten, der einst die Weltgeschichte veränderte...

4 Filmbewertungen
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5/5
Bereits im Kino seit 0 1 0 Monaten Filmstart: 20.03.2014
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Filmkritik zu Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Das kann's doch nicht gewesen sein, denkt sich Allan Karlsson an seinem 100. Geburtstag und macht sich aus dem Fenster des Altersheims in Pantoffeln auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Der Beginn einer turbulenten Reise: Allan findet einen Koffer voller Geld, bekommt es mit einer Gang von Kriminellen zu tun, schließt neue Freundschaften, trifft einen inkompetenten Polizisten und Elefantendame Sonja, mit der er schließlich nach Indonesien fliegt. Nichts besonderes für Allan, der wirklich alles schon erlebt hat, überall auf der Welt die wichtigsten Persönlichkeiten traf und - unbeabsichtigt - Einfluss auf entscheidende politische Ereignisse des 20. Jahrhunderts nahm, wie die Erfindung der Atombombe ... Hundert Jahre lang hielt Allan Karlsson die Welt in Atem, freundete sich mit US-Präsidenten ebenso an wie mit russischen Tyrannen - und auch bei seinem letzten Trip überschlagen sich die Ereignisse. Nach Jonas Jonassons Weltbestseller inszeniert der Schwede Felix Herngren mit Komiker-Ass Robert Gustafsson in der Hauptrolle ein aberwitziges Roadmovie mit skurrilen Figuren, das nicht nur die Weltgeschichte umschreibt, sondern auch so richtig zu Herzen geht ...

Fazit: Die aberwitzige Verfilmung des furiosen Weltbestsellers: erfolgreichster Kinostart aller Zeiten in Schweden.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Allan Karlsson hat keine Lust auf das Feiern seines 100. Geburtstags und verschwindet klammheimlich aus dem langweiligen Altersheim in Pantoffeln und mit nur ein paar Münzen in der Tasche. Am Busbahnhof kommt er zufällig an einen Koffer voller Geld und macht sich ohne bestimmtes Ziel auf die Socken. Er findet neue Freunde und muss sich aber auch mit nicht gerade charmanten Ganoven auseinandersetzen. Auf Umwegen gelangt er nach Bali, wo er es sich unter Palmen gut gehen lässt. Mit 100 ist schließlich noch lange nicht Schluss.



Allan Karlsson hat keine Lust auf das Feiern seines 100. Geburtstags und verschwindet klammheimlich aus dem langweiligen Altersheim in Pantoffeln und mit nur ein paar Münzen in der Tasche. Am Busbahnhof kommt er zufällig an einen Koffer voller Geld und macht sich ohne bestimmtes Ziel auf die Socken. Er findet neue Freunde und muss sich aber auch mit nicht gerade charmanten Ganoven auseinandersetzen. Auf Umwegen gelangt er nach Bali, wo er es sich unter Palmen gut gehen lässt. Mit 100 ist schließlich noch lange nicht Schluss.



Ein Hundertjähriger verlässt sein Altersheim und erlebt ein wirklich unglaubliches Abenteuer. Aberwitziges Roadmovie nach dem gleichnamigen Weltbesteller von Jonas Jonasson.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollDer Kuchen ist schon mit Kerzen bestückt, Gratulanten schauen vorbei, das ganze Altersheim freut sich auf den hundertjährigen Geburtstag von Allan Karlsson. Doch der Jubilar selbst beschließt, dass es noch zu früh ist, um sich auf die faule Haut zu legen. Und so öffnet er das Fenster, steigt hinaus und geht zum Bahnhof. Er möchte wegfahren. Das Ziel ist egal. Und so landet er in einem kleinen Kaff im schwedischen Niemandsland, wo nur ein einziges Haus steht. In seiner Hand ein Koffer, der ihm eigentlich gar nicht gehört. Der Beginn eines unglaublichen Abenteuers. 2013 feierte das Buch von Jonas Jonasson einen großen Erfolg. Regisseur Felix Herngren hat sich nun der irrwitzigen Geschichte des Helden angenommen und findet genau den richtigen Ton und die passenden Darsteller, um sie zu erzählen. Immer wieder springt die Erzählung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und entblättert ein hundertjähriges Leben voller skurriler Ereignisse und Begegnungen mit Episoden der politischen Weltbühne. Ob Stalin oder Franco - Karlsson kennt sie alle. Er selbst lässt sich wie ein unschuldiges Kind vom Geschehen treiben und diese bezaubernd entwaffnende Haltung verkörpert Robert Gustafsson grandios. Seine neuen Freunde, die er auf seinem Ausflug trifft, stehen ihm in Sympathie und Individualität in nichts nach und so entsteht bald eine Truppe von Außenseitern, die immer wieder einen Ausweg finden, wobei die einzelnen Ideen herrlich komisch daherkommen. Der Zuschauer wird immer wieder aufs Neue überrascht von den einzelnen Wendungen. Das Motto der Hauptfigur durchzieht den ganzen Film: "Es ist wie es ist und es kommt, wie es kommt" Dieser umwerfend sympathische Film aus Schweden ist schlicht wunderbar. Selten hat ein Geburtstag so viel Spaß gemacht.

Jurybegründung:

Glücklich war er in seinen hundert Lebensjahren immer dann, wenn er etwas in die Luft sprengen konnte. Diese Vorliebe brachte Allan Karlsson an wichtige Wendepunkte des 20. Jahrhunderts, die er entscheidend beeinflusste. Und sie brachte ihn schließlich ins Altersheim, weil er dem Fuchs, der seinen Lieblingskater Molotov(!) umbrachte, mit Dynamit den Garaus machte. In der Adaption des Bestsellers von Jonas Jonasson wird geschickt die Lebensgeschichte des Titelhelden mit dessen letztem Abenteuer verwoben und auf beiden Ebenen ist die Geschichte voller skurriler Figuren, irrwitziger Zufälle und Explosionen. Dabei wird in rasant geschnittenen Rückblenden erzählt, wie Karlsson einst Franco das Leben rettete, Oppenheimer bei der Entwicklung der Atombombe half und für den Fall der Berliner Mauer verantwortlich war. Diese Umdeutung der Weltgeschichte ist trotz der komplexen Zusammenhänge und des schnellen Erzähltempos sowohl verständlich wie auch witzig. Dabei entsteht der Humor fast immer aus den absurden Situationen und nicht, weil die Figuren der Zeitgeschichte zu Karikaturen werden. Auch dadurch ist der Film trotz der vielen Leichen, die Allens Weg pflastern, nie brutal, denn erzählt wird stets aus seiner Perspektive, und er bleibt hundert Jahre lang im Grunde unschuldig, weil er mit den großen Augen eines Kindes durch sein Leben stolpert. Wenn er einen Koffer mit 50 Millionen Euro findet, weckt dies ebenso wenig seine Gier wie seine Freundschaft mit dem Geheimdienstchef Popov und Einstein (der sich allerdings als der dumme Bruder des Genies Albert entpuppt). Und so sammelt er, nachdem er, wie im Titel versprochen, aus dem Fenster des Altersheims gestiegen ist, eine Gruppe von anderen verlorenen Seelen auf, mit denen er zum ersten Mal so etwas wie die Geborgenheit eines Familienlebens erfahren darf. Der Komiker Robert Gustafsson spielt ihn dann auch nicht als eine Witzfigur, sondern als einen im Grunde sanften Toren, der durch seine Ignoranz unverwundbar wird. Felix Herngren ist eine kongeniale Adaption des Bestsellers gelungen. Trotz der Fülle an Episoden, Figuren und Spielorten zerfällt er nie in seine Einzelteile, sondern wirkt wie aus einem Guss.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel -
OV Ja
OmU Ja
Genre Komödie
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 20.03.2014
Besucher (D) 1.180.159
Einspielergebnis (D) € 8.595.979
Bes. (EDI) 1.180.159
Bes. (FFA) 1.150.330
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Regisseur Felix Herngren Agenturporträt/Star 841678 Herngren, Felix Regisseur © Andreas Rentz / Contour via Getty Images
Darsteller Robert Gustafsson Künstlerporträt 843230 Robert Gustafsson Allan Karlsson © Concorde Filmverleih
Darsteller Iwar Wiklander Künstlerporträt 843663 Iwar Wiklander Julius Jonsson © Concorde Filmverleih
Darsteller David Wiberg Künstlerporträt 843664 David Wiberg Benny © Concorde Filmverleih
Darsteller Mia Skäringer Gunilla
Darsteller Jens Hultén Pike - Der Boss
Darsteller Alan Ford Pim
Darsteller Ralph Carlsson Inspektor Aronsson
Darsteller Bianca Cruzeiro Caracas
Drehbuch Felix Herngren Agenturporträt/Star 841678 Herngren, Felix Drehbuch © Andreas Rentz / Contour via Getty Images
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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