TV-Thriller um einen jungen schwäbischen Kommissar nach Felix Hubys gleichnamigem Roman. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto31/08311037/b150x150.jpg Der Heckenschütze

Filmdetails

Der Heckenschütze

TV-Thriller um einen jungen schwäbischen Kommissar nach Felix Hubys gleichnamigem Roman.


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Der Heckenschütze

Ein Mörder hält Berlin in Atem; die Spur führt den schwäbischen Kommissar Heiland in seine Heimat. Sollte der Krimi erfolgreich sein, könnte Heiland Reihenheld werden.

Die Parallelen sind keineswegs zufällig: Peter Heiland, Held von mittlerweile drei Kriminalromanen des "Bienzle"-Erfinders Felix Huby, lebt als Schwabe in Berlin; wie sein geistiger Vater. Die Bücher zeichnen sich zwar durch eine sympathisch humorvolle Ebene aus, sind aber trotzdem in erster Linie Krimis. Heilands Debüt ist sogar blutiger Ernst: Ein Serienkiller erschießt scheinbar wahllos Menschen mit einem Jagdgewehr.

Das ZDF hat Heilands ersten Fall nun verfilmen lassen. Das Drehbuch (Huby und Tilman Taube) hält sich eng an die Vorlage. Beide, Buch wie Film, beziehen ihren Reiz aus Heilands persönlicher Verstrickung in die Ermittlungen. Zunächst hält er die Spuren, die in seine schwäbische Heimat verweisen, noch für Zufall, doch dann stellt er fest, dass die vermeintlich wahllosen Opfer sehr wohl Gemeinsamkeiten aufweisen; und dass er selbst als nächster auf der Todesliste steht. Wie im Roman weiß man von Anfang an, wer der Täter ist. Ihre Spannung verdankt die Handlung der Frage, wie Heiland seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann und warum sich der junge Mann Jahrzehnte nach seinen als Kind und Jugendlicher erlittenen Misshandlungen nun auf seinen Rachefeldzug begeben hat. Reizvoll ist naturgemäß außerdem der Wechsel aus der Großstadt in die schwäbische Provinz, wo auch Heiland selbst verblüffende Neuigkeiten über seine Kindheit erfährt; der Täter steht ihm näher, als er je vermutet hätte.

Huby ist ein angenehmer Erzähler, aber sicher kein Thriller-Autor. Entsprechend gemütlich kommt auch der Film daher; die Inszenierung (Manfred Stelzer) orientiert sich durchaus an der Machart der Stuttgarter "Tatorte". Bienzle-Fans dürfen sich jetzt übrigens über einen Gastauftritt von Dietz-Werner Steck freuen. Walter Schultheiß, der seit jeher in den Bienzle-Krimis den bärbeißigen Hausmeister verkörperte, kommt als Heilands Großvater ebenfalls zu Gaststar-Ehren. Im Vergleich zum echten Schwäbisch der Routiniers werden daher auch Menschen jenseits Württembergs feststellen, dass Heiland-Darsteller Fabian Busch (ein gebürtiger Berliner) alles andere als schwäbische Wurzeln hat. Sieht man mal von seinem Dialektimitat ab, das Einheimischen ohne Frage ein Dorn im Ohr sein wird, macht Busch seine Sache aber gut.

Produzentin Regina Ziegler hätte Heiland gern als neuen Ermittler für den Samstags-Krimi im Zweiten etabliert, aber beim ZDF will man erst mal abwarten, wie gut der Kommissar beim Publikum ankommt. tpg.

Der Heckenschütze

Darsteller:  Fabian Busch   als Kommissar Peter Heiland
  Karl Kranzkowski   als Kriminaloberrat Ron Wischnewski
  Stefanie Stappenbeck   als Hanna Iglau
  Antonio Wannek   als Sascha Gräter
  Astrid Meyerfeldt   als Cordelia Meinert
  Angelika Bartsch   als Sonja Michel
  Anna Böttcher   als Christine Reichert
  Walter Schultheiß   als Heinrich Heiland 'Opa Henry'
  Alexander Scheer   als Manuel
  Heidy Forster   als Hermine Gräter 'Oma Mine'
  Jan Messutat   als Mike Dürr
  Felix Goeser   als Winfried Leienberger
  Dietz-Werner Steck   als Otto Ruckaberle
 
Regie:  Manfred Stelzer  
Drehbuch:  Felix Huby  
Produzent:  Prof. Regina Ziegler  
Ausf. Produzent:  Prof. Wolfgang Hantke  
Buchvorlage:  Felix Huby  
Kamera:  Peter Ziesche  
Schnitt:  Bernd Schriever  
Musik:  Lutz Kerschowski  
Produktionsdesign:  Peter Bausch  
Kostüme:  Heidi Plätz  
Ton:  Dirk Homann  
Casting:  Anja Dihrberg  

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