Elektrisierende Verfilmung des Bestsellers von John le Carré über einen britischen Diplomaten, der den Mord an seiner Frau aufdecken will und in Afrika einem skrupellosen Pharmakonzern auf die Spur kommt. http://images.kino.de/flbilder/max05/auto05/auto45/05450948/b150x150.jpg Der ewige Gärtner

Filmdetails

Der ewige Gärtner

Elektrisierende Verfilmung des Bestsellers von John le Carré über einen britischen Diplomaten, der den Mord an seiner Frau aufdecken will und in Afrika einem skrupellosen Pharmakonzern auf die Spur kommt.


Der ewige Gärtner
Start: 12.01.2006

Originaltitel: The Constant Gardener

Drama / Thriller

Großbritannien/Deutschland 2005
Laufzeit: 129 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Ralph Fiennes
Daniele Harford
Rachel Weisz

Regie: Fernando Meirelles
Verleih: Studiocanal

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Inhalt

Im kenianischen Hinterland wird die übel zugerichtete Leiche der britischen Politaktivistin Tessa Quayle (Rachel Weisz) aufgefunden. Von ihrem letzten Begleiter, dem afrikanischen Arzt Arnold Bluhm (Hubert Koundé), fehlt jede Spur, was offizielle Stellen sofort als Zeichen für eine Tat aus Leidenschaft deuten. Tessas normalerweise eher zur Passivität neigender Botanikergatte Justin Quayle (Ralph Fiennes) will sich mit derlei Erklärungsversuchen keinesfalls zufrieden geben und strengt auf eigene Faust riskante Nachforschungen an.

Hochkarätige Darsteller in einem kunstvoll verschachtelten, romantischen Verschwörungsthriller. Fernando Meirelles, Schöpfer des international preisgekrönten Jugendbanden-Dramas "City of God", inszenierte nach einem Roman von John Le Carré.


Kritik

Mit einer berührenden Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer afrikanischen Tragödie erlebt das neue Kinojahr einen ersten Höhepunkt.

Großansicht Justin Quayle liebt Ordnung - nicht nur im Garten (Foto: Kinowelt)

Justin Quayle liebt Ordnung - nicht nur im Garten (Foto: Kinowelt)

Die Bilder glaubt man zu kennen, die Gefühle auch und doch liegen Welten dazwischen. Ein Flugplatz in Afrika. Ein Paar nimmt im Halbdunkel Abschied. Je weiter sie sich von ihm entfernt, desto stärker dringt Licht auf die Leinwand, bis sie schließlich weiß erstrahlt.

Wir sind in Nairobi, nicht in Casablanca, und am Beginn eines Films, der uns sofort erobert und nicht mehr loslässt. 6.000 Kilometer, die Entfernung zwischen dem Wohlstand Deutschlands und der Armut Kenias, überwindet "Der ewige Gärtner" schon in den ersten Minuten. Schneller lässt sich Distanz nicht auflösen.

Großansicht Liebe auf beiden Seiten: Tessa und die Menschen, für die sie kämpft (Foto: Kinowelt)

Liebe auf beiden Seiten: Tessa und die Menschen, für die sie kämpft (Foto: Kinowelt)

Kein Zurück

Der Abschied am Anfang ist einer für immer, denn Tessa Quayle (Rachel Weisz) kehrt von ihrem Flug nicht zurück. Man findet die engagierte Aktivistin am Ufer eines Sees, ermordet wie ihr Fahrer. In Tessas kenianischem Vertrauten, der spurlos verschwunden ist, macht die Polizei schnell den Hauptverdächtigen aus. Doch die Wahrheit ist viel komplexer und verbirgt sich in einem Netz von Manipulationen und Lügen, in das internationale Konzerne, Kenias Machthaber und die britische Regierung verstrickt sind.

Der schockierende Tod seiner Frau lockt den regeltreuen Diplomaten Justin Quayle (Ralph Fiennes) aus der Defensive. Die Erinnerung führt ihn zurück zur ersten Begegnung, zur Schwangerschaft Tessas, zu ihrem unermüdlichen Einsatz für die Ärmsten der Armen, zu ihren furchtlosen Attacken gegen mächtige Männer, mit denen sie sich viele Feinde macht.

Großansicht Damals war die Welt noch in Ordnung (Foto: Kinowelt)

Damals war die Welt noch in Ordnung (Foto: Kinowelt)

Geheime Enthüllungen

Erst in Gedanken, dann in Aktionen begibt sich Justin auf Spurensuche. Er findet Mails, die eine Affäre Tessas andeuten, den Brief seines Freundes, der nicht nur verborgene Gefühle, sondern auch die Gefährlichkeit eines britischen Politikers enthüllt. Es geht um skrupellos durchgesetzte wirtschaftliche Interessen, um Pharmakonzerne, die die Dritte Welt als Versuchslabor missbrauchen, um Mörder, die sich als Wohltäter tarnen.

Die Spurensuche des Hobby-Gärtners, der von einer Welt ohne Unkraut träumt, ist eine lebensbedrohliche politische und eine berührende private, denn auf dem Weg zur Wahrheit entdeckt Justin auch seine verstorbene Frau neu. Die Vorlage für dieses aufwühlende Drama stammt von John Le Carré, dem Spezialisten für intelligente Spannungsstoffe ("Das Rußlandhaus"), die Inszenierung von "City of God"-Regisseur Fernando Meirelles.

Großansicht Justin grübelt über das Leben seiner Frau nach (Foto: Kinowelt)

Justin grübelt über das Leben seiner Frau nach (Foto: Kinowelt)

Bewegende Bilder

Zwischen der Kälte Europas und der Wärme Afrikas pendelnd, findet der Film Bilder, die man im Kino so kaum gesehen hat. Bilder von entsetzlichen Slums, vom anonymen Sterben, von Gewalt und Überfällen, die auch Afrikaner in die Verantwortung nehmen, aber auch von Lebensfreude. Bewegte Bilder, die etwas bewegen können, weil man sie am Ende fest gespeichert mit nach Hause trägt.

Der ewige Gärtner

Darsteller:  Ralph Fiennes   als Justin Quayle
  Daniele Harford   als Miriam
  Rachel Weisz   als Tessa Quayle
  Danny Huston   als Sandy
  Pete Postlethwaite   als Marcus Lorbeer
  Gerard McSorley   als Sir Kenneth Curtiss
  Anneke Kim Sarnau   als Birgit
  Hubert Koundé   als Arnold Bluhm
  Richard McCabe   als Ham
  Eva Plackner   als Crossing Guard
  John Keogh   als Einwanderungsbeamter
  Archie Panjabi  
  Donald Sumpter  
  Bill Nighy  
  Sidede Onyulo  
 
Regie:  Fernando Meirelles  
Drehbuch:  Jeffrey Caine  
Produzent:  Simon Channing Williams  
Koproduzent:  Tracey Seaward  
  Henning Molfenter  
Ausf. Produzent:  Gail Egan  
  Donald Ranvaud  
  Julia Blackman  
  Jeff Abberley  
  Robert Jones  
Buchvorlage:  John Le Carré  
Kamera:  César Charlone  
Schnitt:  Claire Simpson  
Musik:  Alberto Iglesias  
Produktionsdesign:  Mark Tildesley  
  Chris Lowe  
Kostüme:  Odile Dicks-Mireaux  
Ton:  Leon Johnson  
Casting:  Leo Davis  

Rachel Weisz als Hexe in "Zauberer von Oz"-Vorgeschichte?

Evanora und Theadora haben nichts Gutes mit dem Reiche Oz vor.

Großansicht Wird Rachel Weisz im Oz-Prequel Zauberkräfte entfalten? (Foto: Kurt Krieger)

Wird Rachel Weisz im Oz-Prequel Zauberkräfte entfalten? (Foto: Kurt Krieger)

Rachel Weisz ist im Gespräch für Sam Raimis "Oz: The Great and Powerful", ein Prequel zum Leinwandklassiker "Der Zauberer von Oz" aus dem Jahr 1939. Weisz soll die Rolle der Evanora spielen, einer bösen Hexe, die das ganze Wunderland regieren möchte. Evanora stammt aus bester Verwandtschaft, denn sie ist die Schwester von Theadora, auch berühmt als Böse Hexe des Westens. Theadora wird von "Black Swan"-Beauty Mila Kunis verkörpert und den Zauberer von Oz gibt James Franco.

Erzählt werden soll die Vorgeschichte des Mannes, der sich später Zauberer von Oz nannte und im Grunde gar kein richtiger Zauberer ist. Soviel ist bekannt: Der Herrscher über die Smaragdenstadt war früher ein Quacksalberhändler, bevor er mit einem Heißluftballon im Wunderland Oz strandete. Dort hielten die Einwohner ihn, ganz vom Anblick des ungewöhnlichen Luftgefährts verwirrt, für einen großen Magier.

Aufregung um Rachel Weisz

Rachel Weisz, Star aus "Die Mumie" und "Der ewige Gärtner", sorgt derweil noch anderweitig für Aufregung: Die Schauspielerin steht angeblich 007-Spion Daniel Craig recht nahe und wird immer wieder knutschend mit ihm gesichtet. Vor einiger Zeit gab es weiterhin das Gerücht, dass Weisz für den 23. James Bond gehandelt wird - allerdings nicht als Bondgirl, sondern für die Rolle einer Bond-Gegenspielerin.

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Ralph Fiennes

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