Charmantes Melodram, in dem zwei betagte Schwestern kurz vor dem Zweiten Weltkrieg einen schiffbrüchigen jungen Polen bei sich aufnehmen. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz25/z0525501/b150x150.jpg Der Duft von Lavendel

Filmdetails

Der Duft von Lavendel

Charmantes Melodram, in dem zwei betagte Schwestern kurz vor dem Zweiten Weltkrieg einen schiffbrüchigen jungen Polen bei sich aufnehmen.


Der Duft von Lavendel
Start: 06.10.2005

Originaltitel: Ladies in Lavender

Drama / Komödie

Großbritannien 2004
Laufzeit: 104 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Dame Judi Dench
Maggie Smith
Daniel Brühl

Regie: Charles Dance
Verleih: Concorde

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Mitte der 30er Jahre wird ein Jüngling (Daniel Brühl) offenbar polnischer Herkunft an die Gestade von Cornwall gespült. Er weckt bei einem kauzigen, älteren Schwesternpärchen (Maggie Smith und Judi Dench), das gemeinsam ein Haus bewohnt und den Schiffbrüchigen dort gesund pflegt, mütterliche und auch noch andere Instinkte. Als der junge Mann bald darauf mit Kostproben reichen musikalischen Talents die Aufmerksamkeit einer russischen Exilkünstlerin (Natascha McElhone) weckt, erblühen Eifersucht und Spekulation.

Charles Dance, der fiese Minister aus dem "Ali G"-Film und einzig positiver Aspekt an Arnolds "Last Action Hero", gibt mit diesem charmanten, glänzend gespielten Melodram sein Regiedebüt.


Kritik

Charmantes Melodram, in dem zwei betagte Schwestern kurz vor dem Zweiten Weltkrieg einen schiffbrüchigen jungen Polen bei sich aufnehmen.

Großansicht Ursula mag den Fremden besonders gerne (Foto: Concorde)

Ursula mag den Fremden besonders gerne (Foto: Concorde)

Die Schwestern Ursula (Dame Judi Dench) und Janet Widdington (Maggie Smith) verbringen ihre Tage geruhsam mit Spaziergängen, Gartenarbeit und Stickereien. Als eines Tages das Meer einen jungen Mann vor den Klippen ausspuckt, nehmen sie den Schiffbrüchigen auf, pflegen ihn gesund und betrachten ihn bald als Dauergast.

Zwar kann der Fremde, der sich als Pole Andrea Marowski (Daniel Brühl) entpuppt, kaum ein Wort Englisch, was aber die Konversation nicht weniger reizvoll macht. Die beiden Damen leben so richtig auf und lauschen bald verzückt den Klängen des begabten Violinisten.

Großansicht Die beiden Schwestern genießen ein Privatkonzert (Foto: Concorde)

Die beiden Schwestern genießen ein Privatkonzert (Foto: Concorde)

Zwei klasse Ladies

Dass sich ausgerechnet die hübsche Russin Olga (Natascha McElhone) für den Wunderknaben und seine Musik interessiert, macht sie eifersüchtig, ebenso den Dorfdoktor, der sich Chancen bei der Schönen ausrechnet.

Charles Dances Regiedebüt "Der Duft von Lavendel" mit den Schauspiel-Legenden und Oscar-Preisträgerinnen Judi Dench und Maggie Smith sowie "Good Bye, Lenin!"-Star Daniel Brühl ist ein charmantes Melodram, gespickt mit englischem Witz und bestückt mit total skurrilem Personal. Eine bessere Besetzung bis in die kleinste Nebenrolle hätte es dabei nicht geben können.

Der Duft von Lavendel

Darsteller:  Dame Judi Dench   als Ursula Widdington
  Maggie Smith   als Janet Widdington
  Daniel Brühl   als Andrzej Marowski
  Miriam Margolyes   als Dorcas
  Natascha McElhone   als Olga Danilof
  David Warner   als Dr. Francis Mead
  Freddie Jones   als Jan Pendered
  Gregor Henderson-Begg   als Luke Pendered
  Clive Russell   als Adam Penruddocke
  Richard Pears   als Barry
  Ian Marshall   als Fischer
  Toby Jones   als Hedley
  Trevor Ray   als Sehr Alter Mann
  John Boswell   als Sehr alter Mann
  Joanna Dickens   als Mrs Pendered
  Geoffrey Bayldon   als Mr Penhaligan
  Timothy Bateson   als Mr Hallett
  Rebecca Hulbert   als Fiance
  Finty Williams   als Hübsches Mädchen
  Roger Booth   als Arthur
  Jimmy Yuill   als Constable Timmins
  Peter Cellier   als BBC-Moderator
  Alan Cox   als Zuvorkommender Mann
  Jack Callow  
  Tom Hill  
  Scott Hinds  
 
Regie:  Charles Dance  
Drehbuch:  Charles Dance  
Produzent:  Nicolas Brown  
  Elizabeth Karlsen  
Ausf. Produzent:  Nik Powell  
  Robert Jones  
  Bill Allan  
  Emma Hayter  
  Charles Dance  
Buchvorlage:  William J. Locke  
Kamera:  Peter Biziou  
Schnitt:  Michael Parker  
Musik:  Nigel Hess  
  Joshua Bell  
Produktionsdesign:  Caroline Amies  
  David Hindle  
Kostüme:  Barbara Kidd  
Ton:  Jim Greenhorn  
Casting:  Sarah Bird  

"Man braucht Nerven wie Stahlseile"

Kino-Hits wie "Last Action Hero" und "Alien 3" machten ihn international bekannt. Charles Dance war über 50-mal als Schauspieler auf der Leinwand zu sehen, ehe er bei dem Melodram "Der Duft von Lavendel" erstmals selbst Regie führte.

Großansicht Seitenwechsel - vom Schauspieler zum Regisseur: der Brite Charles Dance (Foto: Concorde)

Seitenwechsel - vom Schauspieler zum Regisseur: der Brite Charles Dance (Foto: Concorde)

Warum wechseln Sie nach so vielen Jahren als Schauspieler hinter die Kamera?

CHARLES DANCE: Ich war schon immer sehr visuell orientiert, habe darauf geachtet, wie die Kamera positioniert ist und wie eine Szene auszusehen hat. Nach einigen unbefriedigenden Drehbuchversuchen fiel mir eine Kurzgeschichte von William J. Locke in die Hände. Ich habe einiges verändert und den Zeitrahmen von 1900 auf das Jahr 1936 verlegt, bis die dritte Drehbuchversion von "Der Duft von Lavendel" stand.

Der Stoff bot sich für einen ersten Film geradezu an - kein großes Ding mit Spezialeffekten, sondern eine einfache und klare Geschichte mit märchenhaften Elementen. Die Augen sollten nie größer sein als der Mund.

Großansicht Als Schwestern führen Maggie Smith und Judi Dench ein geruhsames Landleben... (Foto: Concorde)

Als Schwestern führen Maggie Smith und Judi Dench ein geruhsames Landleben... (Foto: Concorde)

Ging es bei dieser Produktion wirklich so kompliziert zu?

Ein Albtraum. Einiges lief schief. Der Produzent Nik Powell sollte die nötigen Gelder für das moderate Budget von rund vier Millionen Pfund auftreiben. Mit Judi Dench und Maggie Smith schien alles in trockenen Tüchern. Mein Gott, war ich naiv! Das britische Film Council stieg mit 25 Prozent ein und verlangte ständig Änderungen: Es bestand nicht nur auf finanzieller, sondern auch auf kreativer Kontrolle.

Das ging bis zur Frage, ob Natascha McElhone beim Aufsteigen aufs Fahrrad den Rock rafft oder nicht. Absurd das Ganze. Und plötzlich reduzierte sich die Förderung um 300.000 Pfund. Ich fühlte mich wie in einer total fremden Welt. Machiavelli hätte seine Freude gehabt.

Großansicht ....bis Daniel Brühl als Schiffbrüchiger Schwung in ihren Alltag bringt (Foto: Concorde)

....bis Daniel Brühl als Schiffbrüchiger Schwung in ihren Alltag bringt (Foto: Concorde)

Wo lagen die größten Stolpersteine?

Jedes kleinste Detail musste abgesegnet werden. Dann gewann Powell einen zusätzlichen Investor. Knapp 24 Stunden vor Beginn der Dreharbeiten knallte dieser uns eine Liste von unannehmbaren Forderungen auf den Tisch, die das Film Council ablehnte. Zu allem Unglück stellte uns die Bank ein Ultimatum. Ich dachte, das war's dann.

In wirklich allerletzter Sekunde sprang das Film Council ein und verdoppelte sein finanzielles Engagement. Die ganzen Querelen und späten Entscheidungen erschwerten die Arbeit. Wir standen auf einmal ohne Studio da. Durch einen Verwaltungsfehler verloren wir unsere Reservierung in den Ealing-Studios. Shepperton war ausgebucht und in Pinewood - heute eine Geisterstadt - mussten wir uns mit einem viel zu kleinen Studio begnügen. Ein Kompromiss, der nicht nur unserem Kameramann viel abverlangte.

Großansicht Bald interessiert sich auch die hübsche Olga für Wunderkind Andrzej (Foto: Concorde)

Bald interessiert sich auch die hübsche Olga für Wunderkind Andrzej (Foto: Concorde)

Wie kamen Sie auf Daniel Brühl?

Nik Powell schwärmte nach der Verleihung des Europäischen Filmpreises von einem deutschen Schauspieler und schickte mich in "Good Bye, Lenin!". Ich war von Daniel Brühl angetan. Beim ersten Treffen beeindruckte mich sein Talent und seine außergewöhnliche Präsenz, sein Wille, diese schwierige Rolle durchzuziehen.

Wollen Sie trotz Ihrer schlechten Erfahrungen weiterhin als Regisseur arbeiten?

Ich bin von Natur aus kein Geschäftsmann und habe meine Lektion gelernt. Gerade wenn es um die Finanzierung geht, braucht man Nerven wie Stahlseile. Ich verstehe, dass sich Investoren in diesem Business nicht die Finger verbrennen und vor allem Sicherheit haben wollen. In Zukunft möchte ich als Schauspieler arbeiten und als Regisseur. Ich höre auf meine innere Stimme, die mir sagt, welche Prioritäten ich wann setzen soll.

Star

Dame Judi Dench

Die mollige Britin mit dem Kurzhaarschnitt und dem stechenden Blick ist seit "Goldeneye" Chefin des MI 5 und damit direkte Vorgesetzte...

Star

Maggie Smith

Sie ließ unter Anleitung von Whoopi Goldberg die Nonnen tanzen ("Sister Act") und trank als vornehm aufdringliche englische Lady an des...

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