Originaltitel: Bicentennial Man
USA 1999
Robin Williams
Sam Neill
Embeth Davidtz
Regie: Chris Columbus
Verleih: Columbia Tristar
Haushaltsroboter Andrew steht bei Familie Martin in Dienst. Andrew empfindet Emotionen und ist besonders der kleinen Tochter Little Miss treu ergeben. Zwölf Jahre später heiratet sie, obwohl ihr Herz eigentlich Andrew gehört. Wissenschaftler Rupert Burns verhilft ihm Jahre später zu einem menschlich aussehenden Körper. Nun lernt er Portia, die Enkeltochter von Little Miss kennen.

Nach "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen" und "Neun Monate" arbeiten Regisseur Chris Columbus ("Kevin - Allein zu Haus") und Komiker Robin Williams ("Patch Adams") zum dritten Mal zusammen. Einmal mehr dient San Francisco und Umgebung als pittoreske Kulisse, wobei das vertraute Stadtbild mit futuristischen Zusätzen aufgepeppt wurde, um dem Sicfi-Element der rührseligen Roboterstory zu entsprechen. Williams bleibt hier seinem neuen Trend von spirituell angehauchten Rollen treu und mimt seinen menschelnden Maschinenmann mit mehr Herz als Humor.
Columbus' Tage, in denen er sich vergnügt in sadistischem Slapstick erging, scheinen vorüber. Stattdessen widmet er sich einer ambitionierten Geschichte, um die Definition von Menschlichkeit und den damit verbundenen Themen von Identitätsfindung, Altern und Sterblichkeit. Das Drehbuch basiert sowohl auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von 1976 (anläßlich der 200-Jahr-Feier der USA geschrieben) des renommierten Science-fiction-Autors Isaac Asimov als auch dem Roman "The Positronic Man", den Asimov mit Robert Silverberg verfaßte. Asimov war der erste, der damals einen Roboter in einem positiven Licht zeichnete und ihn mit einem Moralkodex versah - ein vorherrschendes Thema auch des bisweilen arg menschelnden Filmes. Es geht um den Haushaltsroboter Andrew (Williams), der "in der nahen Zukunft" bei der wohlhabenden Familie Martin zum Einsatz gebracht wird. Sein Herr und Meister ist der von ihm stets als "Sir" adressierte Mr. Martin (Sam Neill), der schon bald feststellt, daß sein Roboter einzigartige Kennzeichen von Kreativität und Wissensdurst an den Tag legt. Damit nicht genug, Andrew empfindet Emotionen und ist besonders der kleinen Tochter Little Miss treu ergeben. Zwölf Jahre später - die Sprünge über den Zeitraum von 200 Jahren fallen manchmal ein wenig unvermittelt aus - heiratet die erwachsene Little Miss in Gestalt von Embeth Davidtz, obwohl ihr Herz eigentlich Andrew gehört. Es folgt die Emanzipation des sich nach Freiheit sehnenden Roboters, der mit seinen kunstvollen Uhren inzwischen ein Vermögen angesammelt hat. Er macht sich auf den langen Weg, gleichartige Modelle zu lokalisieren - ohne Erfolg. Zurück in San Francisco - die computergenerierte Zukunftsvision kann sich sehen lassen - trifft er auf Wissenschaftler Rupert Burns, der ihm zu einem menschlich aussehenden Körper verhilft. Nun lernt er Portia, die Enkeltochter (wieder Davidtz) der mittlerweile gealterten Little Miss kennen und lieben. Sie steht kurz davor, einen anderen zu heiraten, doch Andrew läßt diesmal nicht so schnell locker.
Die erste Stunde gestaltet sich im Stile relativ konventioneller Familienunterhaltung, die vor allem durch den Sightgag von Williams im Ganzkörperkostüm eines Roboters besticht, das Gesicht und Augen bedeckt. Später schlägt der Film einen nachdenklicheren, melodramatischeren Ton an, als Andrew, mit allen innernen (und äußeren) Organen ausgestattet, vor einem internationalen Ratsausschuß darum kämpft, als Mensch und nicht als Maschine eingestuft zu werden. Dafür ist er sogar bereit, seine Unsterblichkeit aufzugeben. In den USA mit 8,3 Mio. Dollar ein wenig unter Wert angelaufen, sollte sich ein ansehnlicher US-Erfolg im Lauf der Weihnachtssaison noch einstellen. Williams' Popularität, die interessante Grundidee und die aufwendigen Spezialeffekte sind jedenfalls Argumente, auf denen sich bauen läßt. ara.
| Darsteller: | Robin Williams | als Andrew | |
|---|---|---|---|
| Sam Neill | als Sir | ||
| Embeth Davidtz | als Little Miss/Portia | ||
| Oliver Platt | als Rupert Burns | ||
| Wendy Crewson | als Ma'am | ||
| Hallie Kate Eisenberg | als Kleines Fräulein 7 Jahre | ||
| Stephen Root | als Dennis Mansky | ||
| Lynne Thigpen | als Präsidentin | ||
| Bradley Whitford | als Lloyd | ||
| Kiersten Warren | als Galatea/Mensch | ||
| John Michael Higgins | als Bill Feingold | ||
| George D. Wallace | als Präsident | ||
| Regie: | Chris Columbus | ||
| Drehbuch: | Nicholas Kazan | ||
| Produzent: | Wolfgang Petersen | ||
| Gail Katz | |||
| Neal Miller | |||
| Laurence Mark | |||
| Chris Columbus | |||
| Mark Radcliffe | |||
| Michael Barnathan | |||
| Paula DuPré Pesman | |||
| Ausf. Produzent: | Dan Kolsrud | ||
| Buchvorlage: | Isaac Asimov | ||
| Robert Silverberg | |||
| Kamera: | Phil Meheux | ||
| Schnitt: | Neil Travis | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Produktionsdesign: | Norman Reynolds | ||
| Mark Mansbridge | |||
| Bill Hiney | |||
| Bruton E. Jones Jr. | |||
| Kostüme: | Joseph G. Aulisi | ||
| Ton: | Nelson Stoll | ||
Deftige Kritik am neuen Film von Robin Williams.
Ein abgetakelter Showmaster wird durch einen Kerl im Rhinozeroskostüm ersetzt. Der Showmaster ist sauer und will dem Teletubby-Verschnitt ans Plüsch, will sagen, Leder.
Das ist die neue Komödie "Death to Smoochy" von Regisseur Danny DeVito, in den USA seit Ende März in den Kinos. Zugegeben, der Plot ist nicht gerade oscarverdächtig.
Dafür spielt aber ein Oscar-Preisträger die Titelrolle: Robin Williams als Bösewicht Rainbow Randolph Smiley mit Mordgelüsten. Die Kritiker reagieren giftig: Williams spiele in seinem neuen Film nur deshalb einen Schurken, weil er von seinem trottelligem Image aus "Patch Adams" und "Der 200-Jahre-Mann" wegkommen wolle.
Williams schießt zurück: "Wisst ihr was ich dazu sage? F**** Euch! Was soll das? Wenn ich von meinem Image wegkommen will, spiele ich einfach in 'Good Will Hintern' mit."
Die Kritik an seinen Rollen in Familienfilmen trifft ihn: "Das wird schon ganz schön persönlich, die Leute reagieren völlig übertrieben. Die regen sich über ein Kind auf, das sich etwas wünschen darf ("Der 200-Jahre-Mann") und über einen Arzt mit ungewöhnlichen Methoden ("Patch Adams"). Mann, das sind nur Filme!"
Williams hatte immerhin in Filmen wie "König der Fischer" und "Good Will Hunting" (Oscar als Bester Nebendarsteller) auch schon im Charakterfach geglänzt.
Wenn er nicht so angrifflustig wäre, gäbe es im neuen Film vielleicht zur Abwechslung mal ein paar Streicheleinheiten für Robin. Wenn schon nicht von der Kritik, dann vielleicht wenigstens von Edward Norton ("Fight Club", "The Score"). Der spielt nämlich das Rhinozeros-Stofftier "Smoochy" - das heißt übersetzt "Schmusi". Lass ihn leben, Robin.
Einer der populärsten internationalen Darsteller, dem es gelungen ist, sein außergewöhnliches komödiantisches Talent mit dramatischer Tiefe...
Unter der Maske der Freundlichkeit und der verbindlichen Manieren lauert bei Sam Neill häufig die zwanghafte und Verantwortung nur vorschiebende...
Martin Scorseses erster Kinderfilm: Waisenjunge Hugo kommt in einer Pariser Metrostation großen Geheimnissen auf die Spur. Für 11 Oscars nominiert!
Schöne LoveStory mit Channing Tatum und Rachel McAdams!
Kate Beckinsale ist zurück als Sexiest Vampire-Lady Undead! Top-Action in 3D!
Großer Kinospaß mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Zwillinge, die chaotisch Thanksgiving feiern.