Rührselige Roboterstory, in dem Robin Williams mehr Herz als Humor zeigt. http://images.kino.de/flbilder/max00/bf00/bf05/b0005003/b150x150.jpg Der 200-Jahre-Mann

Filmdetails

Der 200-Jahre-Mann

Rührselige Roboterstory, in dem Robin Williams mehr Herz als Humor zeigt.


Der 200-Jahre-Mann
Start: 09.03.2000

Originaltitel: Bicentennial Man

Science Fiction / Komödie

USA 1999
Laufzeit: 131 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Robin Williams
Sam Neill
Embeth Davidtz

Regie: Chris Columbus
Verleih: Columbia Tristar

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Haushaltsroboter Andrew steht bei Familie Martin in Dienst. Andrew empfindet Emotionen und ist besonders der kleinen Tochter Little Miss treu ergeben. Zwölf Jahre später heiratet sie, obwohl ihr Herz eigentlich Andrew gehört. Wissenschaftler Rupert Burns verhilft ihm Jahre später zu einem menschlich aussehenden Körper. Nun lernt er Portia, die Enkeltochter von Little Miss kennen.


Kritik

Der 200-Jahre-Mann

Nach "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen" und "Neun Monate" arbeiten Regisseur Chris Columbus ("Kevin - Allein zu Haus") und Komiker Robin Williams ("Patch Adams") zum dritten Mal zusammen. Einmal mehr dient San Francisco und Umgebung als pittoreske Kulisse, wobei das vertraute Stadtbild mit futuristischen Zusätzen aufgepeppt wurde, um dem Sicfi-Element der rührseligen Roboterstory zu entsprechen. Williams bleibt hier seinem neuen Trend von spirituell angehauchten Rollen treu und mimt seinen menschelnden Maschinenmann mit mehr Herz als Humor.

Columbus' Tage, in denen er sich vergnügt in sadistischem Slapstick erging, scheinen vorüber. Stattdessen widmet er sich einer ambitionierten Geschichte, um die Definition von Menschlichkeit und den damit verbundenen Themen von Identitätsfindung, Altern und Sterblichkeit. Das Drehbuch basiert sowohl auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von 1976 (anläßlich der 200-Jahr-Feier der USA geschrieben) des renommierten Science-fiction-Autors Isaac Asimov als auch dem Roman "The Positronic Man", den Asimov mit Robert Silverberg verfaßte. Asimov war der erste, der damals einen Roboter in einem positiven Licht zeichnete und ihn mit einem Moralkodex versah - ein vorherrschendes Thema auch des bisweilen arg menschelnden Filmes. Es geht um den Haushaltsroboter Andrew (Williams), der "in der nahen Zukunft" bei der wohlhabenden Familie Martin zum Einsatz gebracht wird. Sein Herr und Meister ist der von ihm stets als "Sir" adressierte Mr. Martin (Sam Neill), der schon bald feststellt, daß sein Roboter einzigartige Kennzeichen von Kreativität und Wissensdurst an den Tag legt. Damit nicht genug, Andrew empfindet Emotionen und ist besonders der kleinen Tochter Little Miss treu ergeben. Zwölf Jahre später - die Sprünge über den Zeitraum von 200 Jahren fallen manchmal ein wenig unvermittelt aus - heiratet die erwachsene Little Miss in Gestalt von Embeth Davidtz, obwohl ihr Herz eigentlich Andrew gehört. Es folgt die Emanzipation des sich nach Freiheit sehnenden Roboters, der mit seinen kunstvollen Uhren inzwischen ein Vermögen angesammelt hat. Er macht sich auf den langen Weg, gleichartige Modelle zu lokalisieren - ohne Erfolg. Zurück in San Francisco - die computergenerierte Zukunftsvision kann sich sehen lassen - trifft er auf Wissenschaftler Rupert Burns, der ihm zu einem menschlich aussehenden Körper verhilft. Nun lernt er Portia, die Enkeltochter (wieder Davidtz) der mittlerweile gealterten Little Miss kennen und lieben. Sie steht kurz davor, einen anderen zu heiraten, doch Andrew läßt diesmal nicht so schnell locker.

Die erste Stunde gestaltet sich im Stile relativ konventioneller Familienunterhaltung, die vor allem durch den Sightgag von Williams im Ganzkörperkostüm eines Roboters besticht, das Gesicht und Augen bedeckt. Später schlägt der Film einen nachdenklicheren, melodramatischeren Ton an, als Andrew, mit allen innernen (und äußeren) Organen ausgestattet, vor einem internationalen Ratsausschuß darum kämpft, als Mensch und nicht als Maschine eingestuft zu werden. Dafür ist er sogar bereit, seine Unsterblichkeit aufzugeben. In den USA mit 8,3 Mio. Dollar ein wenig unter Wert angelaufen, sollte sich ein ansehnlicher US-Erfolg im Lauf der Weihnachtssaison noch einstellen. Williams' Popularität, die interessante Grundidee und die aufwendigen Spezialeffekte sind jedenfalls Argumente, auf denen sich bauen läßt. ara.

Der 200-Jahre-Mann

Darsteller:  Robin Williams   als Andrew
  Sam Neill   als Sir
  Embeth Davidtz   als Little Miss/Portia
  Oliver Platt   als Rupert Burns
  Wendy Crewson   als Ma'am
  Hallie Kate Eisenberg   als Kleines Fräulein 7 Jahre
  Stephen Root   als Dennis Mansky
  Lynne Thigpen   als Präsidentin
  Bradley Whitford   als Lloyd
  Kiersten Warren   als Galatea/Mensch
  John Michael Higgins   als Bill Feingold
  George D. Wallace   als Präsident
 
Regie:  Chris Columbus  
Drehbuch:  Nicholas Kazan  
Produzent:  Wolfgang Petersen  
  Gail Katz  
  Neal Miller  
  Laurence Mark  
  Chris Columbus  
  Mark Radcliffe  
  Michael Barnathan  
  Paula DuPré Pesman  
Ausf. Produzent:  Dan Kolsrud  
Buchvorlage:  Isaac Asimov  
  Robert Silverberg  
Kamera:  Phil Meheux  
Schnitt:  Neil Travis  
Musik:  James Horner  
Produktionsdesign:  Norman Reynolds  
  Mark Mansbridge  
  Bill Hiney  
  Bruton E. Jones Jr.  
Kostüme:  Joseph G. Aulisi  
Ton:  Nelson Stoll  

Show-Dino vs. Stoff-Rhino

Deftige Kritik am neuen Film von Robin Williams.

Das ist nicht fair, ich bin ein guter Arzt!

Das ist nicht fair, ich bin ein guter Arzt!

Ein abgetakelter Showmaster wird durch einen Kerl im Rhinozeroskostüm ersetzt. Der Showmaster ist sauer und will dem Teletubby-Verschnitt ans Plüsch, will sagen, Leder.

Das ist die neue Komödie "Death to Smoochy" von Regisseur Danny DeVito, in den USA seit Ende März in den Kinos. Zugegeben, der Plot ist nicht gerade oscarverdächtig.

Dafür spielt aber ein Oscar-Preisträger die Titelrolle: Robin Williams als Bösewicht Rainbow Randolph Smiley mit Mordgelüsten. Die Kritiker reagieren giftig: Williams spiele in seinem neuen Film nur deshalb einen Schurken, weil er von seinem trottelligem Image aus "Patch Adams" und "Der 200-Jahre-Mann" wegkommen wolle.

Williams schießt zurück: "Wisst ihr was ich dazu sage? F**** Euch! Was soll das? Wenn ich von meinem Image wegkommen will, spiele ich einfach in 'Good Will Hintern' mit."

Die Kritik an seinen Rollen in Familienfilmen trifft ihn: "Das wird schon ganz schön persönlich, die Leute reagieren völlig übertrieben. Die regen sich über ein Kind auf, das sich etwas wünschen darf ("Der 200-Jahre-Mann") und über einen Arzt mit ungewöhnlichen Methoden ("Patch Adams"). Mann, das sind nur Filme!"

Williams hatte immerhin in Filmen wie "König der Fischer" und "Good Will Hunting" (Oscar als Bester Nebendarsteller) auch schon im Charakterfach geglänzt.

Wenn er nicht so angrifflustig wäre, gäbe es im neuen Film vielleicht zur Abwechslung mal ein paar Streicheleinheiten für Robin. Wenn schon nicht von der Kritik, dann vielleicht wenigstens von Edward Norton ("Fight Club", "The Score"). Der spielt nämlich das Rhinozeros-Stofftier "Smoochy" - das heißt übersetzt "Schmusi". Lass ihn leben, Robin.

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