Aufwühlendes Melodram von "The Others"-Regisseur Alejandro Amenábar über einen authentischen Fall von Sterbehilfe. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz04/z0504548/b150x150.jpg Das Meer in mir

Filmdetails

Das Meer in mir

Aufwühlendes Melodram von "The Others"-Regisseur Alejandro Amenábar über einen authentischen Fall von Sterbehilfe.


Das Meer in mir
Start: 10.03.2005

Originaltitel: Mar adentro

Drama

Spanien/Frankreich/Italien 2004
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Javier Bardem
Belen Rueda
Lola Dueñas

Regie: Alejandro Amenábar
Verleih: Tobis

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Seit einem Tauchunfall im Alter von 25 Jahren ist Ramón Sampedro (Javier Bardem) vom Hals abwärts gelähmt und auf ständige Hilfe durch Freunde, Verwandte und Maschinen angewiesen. Für Ramon, einst ein begeisterter Sportler und Seefahrer, ist das kein Zustand. Lieber möchte er bewusst sterben, als in einem Leben ohne Freude dahin zu vegetieren. Gemeinsam mit der Anwältin Gené (Clara Segura) streitet er für sein Recht auf den Tod, weckt das Interesse der Medien und ist auch durch die aufrichtige Liebe einer Frau nicht von seinem Entschluss abzubringen.

"Ich bin ins Leben verliebt. Deshalb will ich etwas besseres" (Ramón Sampedro). Alejandro Amenábar ("The Others") erzählt in diesem aufwühlenden, die aktuelle Kontroverse zum Thema Sterbehilfe kreativ befruchtenden Melodram eine wahre Geschichte. Der Film wurde mit dem Golden Globe ausgezeichnet.


Kritik

In Alejandro Amenábars aufwühlendem Melodram kämpft der sensationell aufspielende Javier Bardem um sein Recht auf einen würdevollen Tod.

Großansicht Früher war er ein Mann wie ein Baum, Ramón, der das Wasser (immer noch) liebt (Foto: Tobis)

Früher war er ein Mann wie ein Baum, Ramón, der das Wasser (immer noch) liebt (Foto: Tobis)

Das Meer spürt er nur noch in sich. Wenn er die Augen schließt, hört er das Rauschen der Wellen, taucht ein ins erfrischende Nass. Der Alltag von Ramón (Javier Bardem) sieht freilich anders aus. Er ist ans Bett gefesselt, vom Hals abwärts gelähmt, seit jenem Badeunfall vor 27 Jahren.

Und nun will er nicht mehr, kann nicht mehr, will endlich sterben. Dazu würde er aber Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche. Doch Ramon schöpft neue Hoffnungen, als zwei unterschiedliche Frauen in seinem Leben auftauchen.

Auf den Filmfestspielen von Venedig mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet und heißer Oscar-Kandidat, basiert "Das Meer in mir" auf dem authentischen Fall des Spaniers Ramón Sampedro.

Großansicht Und die Frauen lieben Ramón (Foto: Tobis)

Und die Frauen lieben Ramón (Foto: Tobis)

Würdevoller Abschied

"Briefe aus der Hölle" betitelte er das 1996 erschienene Buch, das seine Leiden greifbar, ja spürbar machte. Und dies gelingt nun auf der Leinwand auch dem großartigen, ebenfalls prämierten Javier Bardem ("Before Night Falls") als Sampedros Alter Ego, der unter Alejandro Amenábars ("The Others") einfühlsamer Regie über sich selbst hinaus wächst.

Um Würde, Freiheit und Gerechtigkeit geht es, um Liebe und um Tod. Das ist niederschmetternd, tragisch, anrührend, aber auch erhebend, mutig und witzig. Ein Werk wie das Leben selbst.

Das Meer in mir

Darsteller:  Javier Bardem   als Ramón Sampedro
  Belen Rueda   als Julia
  Lola Dueñas   als Rosa
  Mabel Rivera   als Manuela
  Clara Segura   als Gené
  Celso Bugallo   als José
  Joan Dalmau   als Joaquín
  Alberto Jiménez   als Germán
  Tamar Novas   als Javi
  Francesc Garrido   als Marc
  Josep Maria Pou   als Vater
  Alberto Amarilla   als Bruder Andrés
 
Regie:  Alejandro Amenábar  
Drehbuch:  Alejandro Amenábar  
  Mateo Gil  
Produzent:  Fernando Bovaira  
  Alejandro Amenábar  
Ausf. Produzent:  Fernando Bovaira  
  Alejandro Amenábar  
Kamera:  Javier Aguirresarobe  
Schnitt:  Iván Aledo  
  Alejandro Amenábar  
Musik:  Alejandro Amenábar  
Produktionsdesign:  Benjamín Fernández  
Kostüme:  Sonia Grande  
Ton:  Ricardo Steinberg  
Casting:  Luis San Narciso  

Zeta-Jones und Cruz umgarnen Regie-Star

Dieser Stoff ist Kult - ob als Film, Theaterstück oder Musical. Kein Wunder, stand doch einer der größten Regisseure aller Zeiten dafür Pate...

Großansicht Bei solchen Frauen wird selbst der Maestro schwach: Catherine Zeta-Jones und Penélope Cruz (Foto: Kurt Krieger)

Bei solchen Frauen wird selbst der Maestro schwach: Catherine Zeta-Jones und Penélope Cruz (Foto: Kurt Krieger)

Denn das Leben von keinem Geringeren als Federico Fellini ("La Dolce Vita") bildet die Vorlage des Musical-Films "Nine". Die Geschichte machte zuletzt am Broadway Furore und wird nun von Rob Marshall ("Chicago") neu verfilmt - mit Catherine Zeta-Jones, Penélope Cruz und Javier Bardem in den Hauptrollen.

Die Entstehungsgeschichte des Projekts ist dabei ziemlich kurios. Ausgangspunkt ist der autobiographische Kultfilm "Achteinhalb", in dem Federico Fellini 1963 die Geschichte des erfolgreichen Regisseurs Guido Contini erzählte, der in Venedig kurz vor seinem vierzigsten Geburtstag in einer Sinn- und Schaffenskrise steckt und zudem im Reigen der ihn umgebenden Frauen den Überblick verliert. Der Stoff des Films feierte später auch als Theaterstück große Erfolge, kam dann 1982 erstmals als preisgekröntes Musical an den Broadway und wurde dort 1996 erneut inszeniert - mit Antonio Banderas in der Hauptrolle. Wenn nun also Rob Marshall das Musical wiederum zum Film macht, schließt sich quasi der Kreis.

Geheimnisvolles Zahlenspiel

Javier Bardem ("Das Meer in mir") übernimmt dabei die Hauptrolle als Guido Contini, Penélope Cruz mimt seine Geliebte, Marion Cotillard seine Ehefrau und Caterine Zeta-Jones spielt die Muse des Künstlers - damit tritt sie in die Fußstapfen der großen Claudia Cardinale! Zeta-Jones und Regisseur Marshall sind zudem seit "Chicago" ohnehin das Dreamteam des Musical-Films. Außerdem soll in der Neuverfilmung angeblich sogar Sophia Loren als Geist der Mutter des Titelhelden auftauchen.

"Achteinhalb" hatte Fellini seinen Film damals übrigens genannt, weil er selbst zu diesem Zeitpunkt sechs Spielfilme und zwei Kurzfilme gemacht hatte und an einem Film als Co-Regisseur mitgearbeitet hatte. Die Musical-Macher sahen in ihrer Adaption 1982 einen zusätzlichen "halben Schritt" und nannten sie folgerichtig "Nine" - von daher müsste die Verfilmung dieses Musicals nun eigentlich "Nine and a half" heißen...

Star

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