Berührende Doku um einen palästinensischen Vater, der die Organe seines Sohnes an israelische Kinder spendete. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz16/z0916501/b150x150.jpg Das Herz von Jenin

Filmdetails

Das Herz von Jenin

Berührende Doku um einen palästinensischen Vater, der die Organe seines Sohnes an israelische Kinder spendete.


Das Herz von Jenin
Start: 07.05.2009

Originaltitel: The Heart of Jenin

Dokumentarfilm

Israel/Deutschland 2008
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Regie: Leon Geller, ...
Verleih: Arsenal

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Inhalt

Als der 12-jährige Ahmed im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin mit Freunden spielt, schießen ihn israelische Soldaten in den Kopf, weil sein Plastikgewehr einem echten zum Verwechseln ähnelt. Für Ahmed gibt es keine Rettung: Er stirbt im Krankenhaus von Haifa. Sein Vater Ismael Khatib stimmt einer Organspende zu. Zwei Jahre später besucht er die Kinder, denen seine Organe das Weiterleben ermöglichten. Darunter auch die Tochter orthodoxer Juden.

Herzzerreißende Dokumentation über die wahre Geschichte eines palästinensischen Vaters, der die Organe seines Sohns israelischen Kindern spendete. Eindringlich und sehr persönlich zeigt der junge israelische Regisseur Lior Geller, wie Hoffnung die Gräben von Erbfeinden überwindet.


Kritik

Vater spendet die Organe seines toten Sohnes an israelische Kinder.

Großansicht Ismael besucht die Kinder, denen er geholfen hat (Foto: Arsenal)

Ismael besucht die Kinder, denen er geholfen hat (Foto: Arsenal)

Der zwölfjährige Ahmed wird im Flüchtlingslager Jenin irrtümlicherweise von einem israelischen Soldaten in den Kopf geschossen, weil er und seine Freunde mit einem echt aussehenden Plastikgewehr spielen. Er stirbt im Krankenhaus von Haifa, und Vater Ismael Khatib stimmt einer Organspende zu.

Zwei Jahre danach besucht er die Kinder, die durch den Tod seines Sohnes weiterleben konnten: ein Drusenmädchen, das Ahmeds Herz bekommen hat, einen Beduinenjungen, der wegen der Organspende nicht mehr zur täglichen Dialyse muss, und die Tochter orthodoxer Juden, die eine Niere bekommen hat.

Großansicht Viele der Kinder bekommen durch die Organe eine zweite Chance (Foto: Arsenal)

Viele der Kinder bekommen durch die Organe eine zweite Chance (Foto: Arsenal)

Anrührend und kritisch

Die berührende, ja herzzerreißende Doku des jungen israelischen Filmemachers Lior Geller kam über den Berlinale Talent Campus zustande. Neben der in großer Eindringlichkeit geschilderten sehr persönlichen Geschichte wird auch ein Blick auf die politische und soziale Situation von Palästinensern, Israelis und in Israel lebenden Minderheiten geworfen.

Vor allem der Besuch bei den streng gläubigen Juden zeigt die tiefe Kluft zwischen den Menschen in dieser Region. "Das Herz von Jenin" geht an die Substanz, ist aber auch ein Fanal der Hoffnung in einer scheinbar hoffnungslosen Zeit.

Das Herz von Jenin

 
Regie:  Leon Geller  
  Marcus Vetter  
Drehbuch:  Leon Geller  
  Marcus Vetter  
Produzent:  Ulli Pfau  
  Dr. Ernst Ludwig Ganzert  
Kamera:  Nadav Hekselmann  
Schnitt:  Saskia Metten  
Musik:  Erez Koskas  

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