Die mittellose Familie des kleinen Fool soll von ihren herzlosen Vermietern an die frische Luft gesetzt werden. Durch einen Einbruch ins Haus der Vermieter, in dem sich ein Geldschatz befinden soll, will der 13jährige Junge die Familie von ihrer Misere befreien. Doch einmal im schwer befestigten Haus, gibt es kein Entkommen mehr: Das inzestuöse, kannibalistische Vermietergeschwisterpaar hält in seiner Festung heranwachsende Kinder im Keller als Gefangene. Nur mit Hilfe des zwischen den Wänden lebenden Roach und der anämischen Alice gelingt Fool die Flucht vor den Verrückten. Mit der unterdrückten Nachbarschaft kehrt er zurück, um Alice und die Kinder im Keller zu retten.
Horrormeister Wes Craven ("Nightmare On Elm Street", "Shocker") zeigte sich im Erfinden alptaumhafter Szenarien noch nie verlegen. Auch in seiner neuesten, gotisch anmutenden Gruselmär vom verfluchten Haus spielt er gekonnt mit den Urängsten der Menschen. Dabei übt er mit seiner originellen Schreckensfingerübung unverhohlen Kritik am maroden wirtschaftlichen Zustand der USA. Kindesmißhandlung und Armut sind die übergeordneten Themen der Horrorhatz durch die Gruselfestung. Wendy Robie und Everett McGill aus "Twin Peaks" als cartoonhaftes Psychopathenpaar sorgen für die nötige Spannung und ironische Brechungen. Ein Fall für die vorderen Chartränge.
| Darsteller: | Brandon Adams | als Pointdexter | |
|---|---|---|---|
| Everett McGill | als Mann/Dad | ||
| Wendy Robie | als Frau/Mom | ||
| A.J. Langer | als Alice | ||
| Ving Rhames | als Leroy | ||
| Bill Cobbs | als Großvater Booker | ||
| Kelly Jo Minter | als Ruby | ||
| Sean Whalen | als Roach | ||
| Jeremy Roberts | als Spenser | ||
| Connie Marie Brazelton | als Mary | ||
| John Hostetter | als Polizist | ||
| John Mahon | als Sergeant | ||
| Yan Birch | |||
| Michael Kopelow | |||
| Regie: | Wes Craven | ||
| Drehbuch: | Wes Craven | ||
| Produzent: | Marianne Maddalena | ||
| Stuart M. Besser | |||
| Kamera: | Sandi Sissel | ||
| Schnitt: | James Coblentz | ||
| Musik: | Don Peake | ||
| Graeme Revell | |||
| Produktionsdesign: | Bryan Jones | ||
| Kostüme: | Ileane Meltzer | ||
| Ton: | Don Summer | ||
Mach es noch einmal Wes.
Das lässt sich Wes Craven, der Mitbegründer des modernen Horror-Genres, nicht zweimal sagen und plant die Neuverfilmung seines Debüt-Schockers "Das letzte Haus links". Diesen drehte der heute 67-Jährige 1972 im Auftrag von Autokinobesitzern, die billige Produktionen für Double-Feature-Abende brauchten und ihm ein Budget von 90.000 Dollar zur Verfügung stellten.
Im Mittelpunkt des Grusel-Klassikers stehen zwei abenteuerlustige Mädchen, die von brutalen Gangstern erst vergewaltigt und dann umgebracht werden. Die Mörder flüchten in das nächstbeste Haus - und landen im Elternhaus eines ihrer Opfer. Als deren Vater und Mutter realisieren, was mit ihrer Tochter passiert ist und wer sich da in ihrem Heim aufhält, beginnt ein Rachefeldzug sondersgleichen.
Die Begründung für die Neuauflage sieht der Regisseur in der Aktualität des Themas. "Die Schlagzeilen sind voll mit Menschen und Nationen, die Rache nehmen und sich damit in einem endlosen Gewaltkreislauf wiederfinden", erklärt Craven, der auch die Wiederverfilmung von "Shocker" und "Das Haus der Vergessenen" in Arbeit hat. "Ich habe mich weit genug von den Filmen gelöst, sodass sich die Remakes wie kleine Enkelkinder anfühlen."
Dann sind wir mal gespannt, ob auch Freddy Krueger bald eine Erneuerung erfährt.
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.