
Peter Keglevic und Christoph Waltz haben bei so spektakulären Fernsehfilmen wie "Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker"zusammengearbeitet. Der neue ZDF-Thriller handelt erneut von einem mutmaßlichen Entführungsfall.
Bereits den Psychothriller "Dornröschens leiser Tod" mit Nadja Auermann, in dem es um Kindesmord ging, siedelte die Cinecentrum-Produzentin Dagmar Rosenbauer 2006 im Harz an. Auch in "Das Geheimnis im Wald" ist eine bedrückende Kleinstadt in der wilden Landschaft des Harzes der Schauplatz von menschlichen Abgründen und Mord: Die vierzehnjährige Clara (Pia Barucki) ist verschwunden. In dringenden Tatverdacht gerät der ehemalige Lehrer und verurteilte Kinderschänder Hans Kortmann (Christoph Waltz). Er will nur mit Kriminalhauptkommissar Gellhagen (Pierre Besson) sprechen, der schon früher gegen ihn ermittelte. Mit gemischten Gefühlen kehrt Gellhagen in seine Heimatstadt zurück. Kortmann behauptet, nichts mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun zu haben und verlangt, dass der Fall von damals wieder aufgerollt wird. Gellhagen entdeckt Ungereimtheiten im Umfeld des Mädchens, gerät jedoch zunehmend unter Druck - wenn das Kind in einem Versteck festgehalten wird, läuft die Zeit. Der Vater von Clara (Thomas Sarbacher) droht bereits mit Selbstjustiz. Dann wird eine Leiche gefunden.
Peter Keglevic wendet sich nach Frank Schätzings actionreichem RTL-Krimi "Die dunkle Seite" mal wieder einem Psychoduell zwischen Ermittler und Verdächtigem zu. Christoph Waltz bürstet die Rolle des undurchsichtigen Tatverdächtigen überzeugend gegen den Strich. Auch die anderen Schauspieler - neben den genannten u.a. Sophie von Kessel - sind gut und die Bilder von Kameramann Alexander Fischerkoesen haben die richtige Mischung aus bedrohlich und idyllisch. Und trotzdem läuft dieser Film nicht ganz rund. Das liegt auch daran, dass die Figur des verschwundenen Mädchens ungenügend eingeführt wird und einen ihr Verbleib daher kalt lässt und im weiteren Verlauf manches nicht plausibel ist. "Das Geheimnis im Wald" ist sicherlich nicht der stärkste Film von Keglevic und Waltz, aber immerhin ein solides Stück Unterhaltung. sw.
| Darsteller: | Pierre Besson | als Steffen Gellhagen | |
|---|---|---|---|
| Christoph Waltz | als Hans Kortmann | ||
| Sophie von Kessel | als Susanne Tomrad | ||
| Wolf Roth | als Wilhelm Tomrad | ||
| Pia Barucki | als Clara Tomrad | ||
| Brigitte Zeh | als Jule Brandenburg | ||
| Thomas Sarbacher | als Markus Tomrad | ||
| Horst-Günter Marx | als Frank Breitner | ||
| Regie: | Peter Keglevic | ||
| Drehbuch: | Hanno Hackfort | ||
| Michael Helfrich | |||
| Produzent: | Dagmar Rosenbauer | ||
| Kamera: | Alexander Fischerkoesen | ||
| Schnitt: | Moune Barius | ||
| Musik: | Jürgen Ecke | ||
| Produktionsdesign: | Martin Schreiber | ||
| Kostüme: | Ulrike Schütte | ||
| Maske: | Andrea Allroggen | ||
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