Originaltitel: The Darkest Hour
USA 2011
Emile Hirsch
Olivia Thirlby
Max Minghella
Regie: Chris Gorak
Verleih: Fox
Was für zwei Amerikaner als Geschäftstrip und zwei US-Girls als Urlaubsreise geplant war, entwickelt sich zum Überlebenskampf. In Moskau werden Sean, Ben, Natalie und Anne Zeuge einer außerirdischen Invasion, die binnen weniger Tage den Tod über die einst pulsierende Metropole bringt. Mit wenigen anderen Überlebenden versuchen sich die Amerikaner zu einem russischen Atom-U-Boot durchzuschlagen, eingekreist von unsichtbaren Aliens, die kaum zu besiegen und nur durch elektromagnetische Impulse zu orten sind.

In Chris Goraks effektsattem Invasionsthriller ist Moskau auch außerirdischen Lebensformen eine Reise wert.
Der ungewöhnliche Kriegsschauplatz, für extraterrestrische Aggressoren sonst nahezu exklusiv amerikanisches Territorium, ist Produzent Timur Bekmambetov geschuldet, der nach "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages" Moskau auch hier zu einer zentralen Attraktion macht. Die Möglichkeit, den Roten Platz, das Kaufhaus GUM und andere Besuchermagneten sehen zu können, wie das keinem Touristen je möglich wäre, ist ein Privileg, das "Darkest Hour" in vielen eindrucksvollen Sequenzen anbietet. Menschenleer, mit verlassenen Autos, die Verkehrsadern verstopfen, und abgestürzten Flugzeugen, die sich in Einkaufszentren bohren, zeigt sich Moskau - nach einem Prolog, in dem zwei junge Amerikaner (Emile Hirsch, Max Minghella) zur Präsentation ihrer Geschäftsidee einfliegen und kurz darauf von einem Rivalen abgezockt werden.
Wirtschaftlich sei Russland Kriegsgebiet, rechtfertigt sich der Ideendieb, bevor diese Aussage auch allgemeingültig wird. In dieser Phase bedient der zweite Spielfilm von Chris Gorak, der in "Right at Your Door" bereits eine amerikanische Metropole im Chaos beobachtete, Vorurteile über den rechtsfreien Raum Russland, die dann von positiven Klischees ersetzt werden, wenn Russen Tapferkeit und Heimatliebe deklamieren und ihr Leben auch für amerikanische Besucher einsetzen. Diese Möglichkeit, die alte Ost-West-Kluft zu überwinden, wird nach etwa 25 Minuten eingeleitet. Dann nämlich wechselt der bis jetzt eher entspannte Film die Tonart, fallen außerirdische Invasoren vom Himmel, die in kürzester Zeit flächendeckend den Tod bringen.
Hirsch, Minghella, zwei US-Girls und wechselnde russische Begleiter kämpfen sich fortan durch ein dramaturgisch holpriges Drehbuch bis zu einem Atom-U-Boot in der Moskwa. Auf der Strecke bleiben mitunter Dialoge und einige Darstellerleistungen wie auch eine Auflösung der längst globalen Bedrohung, die offensichtlich einer Fortsetzung in Auftrag gestellt wird. Spektakulär sind jedoch die Digitaltricks, die die eigentlich unsichtbaren Aliens begleiten, die sich nur durch elektromagnetische Impulse, Aktivierung elektronischer Geräte und durch subtile optische Verzerrungen verraten, in der Attacke aber mit tentakelähnlichen Elektroblitzen sichtbar werden. Neben Moskaus Attraktionen bringen also Effekte "Darkest Hour" und damit wohl auch die Augen der vorwiegend männlichen Zielgruppe zum Leuchten.
kob.
| Darsteller: | Emile Hirsch | als Sean | |
|---|---|---|---|
| Olivia Thirlby | als Natalie | ||
| Max Minghella | als Ben | ||
| Rachael Taylor | als Anne | ||
| Joel Kinnaman | als Skyler | ||
| Dato Bakhtadze | als Sergei | ||
| Jurij "Gosha" Kutsenko | |||
| Artur Smolyaninov | |||
| Regie: | Chris Gorak | ||
| Drehbuch: | Jon Spaihts | ||
| Produzent: | Timur Bekmambetow | ||
| Tom Jacobson | |||
| Koproduzent: | Iwa Stromilowa | ||
| Lulu Zezza | |||
| Ausf. Produzent: | Monnie Wills | ||
| Buchvorlage: | Jon Spaihts | ||
| Leslie Bohem | |||
| M.T. Ahern | |||
| Kamera: | Scott Kevan | ||
| Schnitt: | Fernando Villena | ||
| Doobie White | |||
| Priscilla Nedd-Friendly | |||
| Musik: | Tyler Bates | ||
| Produktionsdesign: | Valeri Viktorov | ||
| Kostüme: | Vavara Avdyushko | ||
| Casting: | Venus Kanani | ||
| Mary Vernieu | |||
Amerikanischer Schauspieler. In Rollen jugendlicher Rebellen, Außenseiter, Entführer, traumatisierter Teenager, politischer Aktivisten, Tramps...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.