Orson Welles
Joseph Cotten
Agnes Moorehead
Regie: Orson Welles
Verleih: Neue Visionen
"Rosebud" lautet das letzte Wort des Medienmoguls James Foster Kane (Orson Welles), bevor er einsam auf seinem Schloss Xanadu stirbt. Dieses Rätsel versucht der Reporter Thompson (Alan Ladd) auf eigene Faust zu entschlüsseln und rollt damit die geheimnisvolle Lebensgeschichte des mächtigen Pressezaren auf: Das frühe Ende seiner Kindheit, als er sich entschloss, eine vererbte Zeitung eigenständig weiterzuführen. Seitdem errichtete Kane ein Firmenimperium und drang in die Politik vor, bevor er alle Freunde und Bekannte brüskierte.
Das Regiedebüt des damals 25-jährigen Orson Welles gilt bis heute als wichtigster Film aller Zeiten. Welles' facettenreiches Charakterporträt und Gesellschaftsdrama fasziniert nach wie vor durch verschachtelte Rückblenden und den meisterlichen, innovativen Erzählstil.

"Citizen Kane" ist das Regiedebüt von Orson Welles, der mit diesem dichten, aus verschachtelten Rückblenden zusammengesetzten Film einen Meilenstein der Filmgeschichte schuf, der mit ausgefeilten Bildkompositionen, elliptischer Montage und einer neuartigen Tonmischung aufwarten kann. Trotz überaus positiver Kritiken fiel der Film an der Kinokasse zunächst durch, was zur Folge hatte, dass die Produktionsfirma RKO Welles' künstlerische Freiheiten einschränkte.
| Darsteller: | Orson Welles | als Charles Foster Kane | |
|---|---|---|---|
| Joseph Cotten | als Jed Leland | ||
| Agnes Moorehead | als Mrs. Mary Kane, Mutter | ||
| Harry Shannon | als Mr. Kane, Vater | ||
| Ruth Warrick | als Emily Monroe Norton Kane | ||
| Dorothy Comingore | als Susan Alexander Kane | ||
| Everett Sloane | als General Manager Bernstein | ||
| Erskine Sanford | als Herbert Carter | ||
| Buddy Swan | als Kane, 8 Jahre alt | ||
| Sonny Bupp | als Charles Foster Kane III | ||
| Ray Collins | als Boss Jim Gettys | ||
| William Alland | als Jerry Thompson | ||
| Paul Stewart | als Raymond, Kanes Butler | ||
| George Coulouris | als Walter Parks Thatcher | ||
| Fortunio Bonanova | als Signore Matiste | ||
| Gus Schilling | als Oberkellner | ||
| Philip Van Zandt | als Mr. Rawlston | ||
| Gregoria Backus | als Bertha Anderson | ||
| Regie: | Orson Welles | ||
| Drehbuch: | Herman J. Mankiewicz | ||
| Orson Welles | |||
| John Houseman | |||
| Joseph Cotten | |||
| Produzent: | Orson Welles | ||
| Kamera: | Gregg Toland | ||
| Schnitt: | Robert Wise | ||
| Mark Robson | |||
| Musik: | Bernard Herrmann | ||
| Produktionsdesign: | Van Nest Polglase | ||
| Kostüme: | Edward Stevenson | ||
Er war ein großer Verehrer der Hollywood-Legende…
Wertvolle Statue: Der Oscar für "Citizen Kane" kam unter den Hammer (Foto: Neue Visionen)
David Copperfield, ein bekennender Fan von Orson Welles, hat beim Wettbieten um den Oscar für dessen Meisterwerk "Citizen Kane" knapp den Kürzeren gezogen: Ein unbekannter Bieter ersteigerte den Goldjungen für 861.542 Dollar im Auktionshaus "Nate D. Sanders" in Los Angeles. Copperfields Angebot war das zweithöchste gewesen.
Der Ex-Mann von Claudia Schiffer zeigte sich danach als fairer Verlierer - statt sich zu grämen, lobte er lieber den Schöpfer des Meisterwerks: "Orson Welles war nicht nur ein Kino-Magier, er war auch als Schauspieler ein Zauberkünstler", sagte David Copperfield.
Orson Welles hatte einst Copperfields allerersten großen TV-Auftritt moderiert, seitdem ist der Illusionist ein großer Bewunderer.
Welles' Meisterwerk "Citizen Kane" um das tragische Leben eines großen Geschäftsmannes in den USA gilt dabei vielen als bester Film aller Zeiten, obwohl er nur einen einzigen Oscar gewann - den für das Drehbuch. Darüber ärgerte sich Orson Welles, der Autor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion war, Zeit seines Lebens.
Der Oscar war übrigens lange Zeit verschwunden gewesen. Welles hatte angegeben, er habe die Statue verloren. Doch 1994 tauchte das wertvolle Stück wieder auf: Der Kameramann Gary Graver versuchte, sie zu verkaufen, und behauptete, Orson Welles habe sie ihm als Bezahlung für seine Arbeit gegeben.
Nach langem Gerichtsstreit wurde der Oscar aber Orsons Tochter Beatrice zugesprochen. Sie versuchte 2007 bereits, die Statue zu verkaufen, es fand sich aber kein Bieter, der den Mindestpreis zu entrichten bereit war.
Damit sich solche Wirren um Goldjungs nicht wiederholen, lässt die Academy seit 1950 alle Oscar-Gewinner eine Erklärung unterschreiben, dass sie ihre Statue niemals verkaufen werden.
Der Schauspieler und Regisseur Orson Welles (1915 - 1985) war eines der wenigen Universalgenies des Films, das den Medien Film, Rundfunk und...
Seine Rolle in "Der dritte Mann" (1949) brachte Joseph Cotten (1905-1994) bereits den Höhepunkt einer Filmkarriere, die an der Seite seines...
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