Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jochen-Martin Gutsch und Juan Moreno. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto17/10170642/b150x150.jpg Cindy liebt mich nicht

Filmdetails

Cindy liebt mich nicht

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jochen-Martin Gutsch und Juan Moreno.


Cindy liebt mich nicht
Start: 10.06.2010

Drama / Lovestory

Deutschland 2009
Laufzeit: 92 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Clemens Schick
Peter Weiss
Anne Schäfer

Regie: Hannah Schweier
Verleih: Reverse Angle (Neue Visionen)

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Inhalt

Barkeeper Franz und David, Referendar bei der Staatsanwaltschaft, haben, ohne es zu ahnen, eins gemeinsam - ihre Freundin Maria. Als sie spurlos verschwindet, lernen sich die beiden grundverschiedenen Typen zufällig kennen und fallen aus allen Wolken. Sie einigen sich zähneknirschend darauf, Maria gemeinsam zu suchen - auf einer Fahrt quer durch Deutschland, zu Marias Elternhaus, in eine psychiatrische Klinik und schließlich bis nach Dänemark, wo sie eine Überraschung nach der anderen erleben.


Kritik

Cindy liebt mich nicht

Zwei Männer auf der Suche nach der Frau, die sie beide lieben. Lakonisch-komische Romanverfilmung über die Verrücktheiten des Lebens.

Der Filmtitel bezieht sich auf den Namen der Bar, in der Franz (Clemens Schick) arbeitet. Dahinter lässt sich eine unglückliche Liebesgeschichte vermuten, aber die wird der Eigentümer erst später preisgeben. Denn die Adaption des gleichnamigen Romans von Jochen-Martin Gutsch und Juan Moreno erzählt mit leise Ironie und parabelhafter Universalität erst einmal eine andere: Barkeeper Franz und David (Peter Weiss), Referendar bei der Staatsanwaltschaft, haben, ohne es zu ahnen, eins gemeinsam - ihre Freundin Maria (Anne Schäfer). Als sie spurlos verschwindet, lernen sich die beiden grundverschiedenen Typen zufällig kennen und fallen aus allen Wolken. Sie einigen sich zähneknirschend darauf, Maria gemeinsam zu suchen - auf einer Fahrt quer durch Deutschland, zu Marias Elternhaus, in eine psychiatrische Klinik und schließlich bis nach Dänemark, wo sie eine Überraschung nach der anderen erleben.

Debütantin Hannah Schweiers Drehbuch benötigt eine Zeit lang, bis es in Fahrt kommt, ihre Regie bleibt zunächst spröde, entwickelt aber im Verlauf des Roadmovies Sympathie für ihre perfekt besetzten Figuren und betrachtet das Leben als eine Abfolge zunehmend absurder wiewohl befreiender (Selbst)Erkenntnisse. Die Ernsthaftigkeit von Fragen "Was ist Liebe?" und "Kann man das Wesen seines Partners wirklich erkennen?" mischt sie stets mit lakonisch komischen Aspekten. Einerseits sorgt der Hahnenkampf zwischen dem aggressiv-coolen Macho Franz und dem Schwiegermuttersöhnchen David, die sich beide nichts schenken, für spleenigen Charme. Andererseits verdeutlichen zärtliche Rückblenden, wie sehr beide Maria lieb(t)en, die sich jeweils anpasste und so zur Projektionsfläche ihrer Wünsche wurde. Als ein exzentrischer, feister Pfleger auftaucht, der obendrein in Reimen spricht, gewinnt die Reise einen entschieden schrägen Drall, werden aus Rivalen Freunde und der Film selbst deutlich abwechslungsreicher. Die beiden Kerle dürfen schließlich ihre Gefühle preisgeben und somit glaubhafte Wahrheiten über ihre Liebste und auch sich selbst entdecken, wie etwa, dass Nähe in heutigen Tagen manchmal nur eine Täuschung ist.

tk.

Cindy liebt mich nicht

Darsteller:  Clemens Schick   als Franz
  Peter Weiss   als David
  Anne Schäfer   als Maria
  Jacques Malan   als Dr. Hagen
  Dirk Schoedon   als Rainer
  Edgar M. Böhlke   als Zygalsky
  Anke Schubert   als Frau Hicks
  Ragna Pitoll   als Gabriela
  Linus Buck   als Kai
  Kathrin Kestler   als Judith
 
Regie:  Hannah Schweier  
Drehbuch:  Hannah Schweier  
Produzent:  Felix Eisele  
  Bernhard Stegmann  
  Julia Kleinhenz  
  Katja Siegel  
Buchvorlage:  Jochen-Martin Gutsch  
  Juan Moreno  
Kamera:  Thorge Horstmann  
Schnitt:  Barbara Toennieshen  
Musik:  Matthias Klein  
Produktionsdesign:  Nora Grabowski  
Kostüme:  Christian Röhrs  
Maske:  Elena Herlet  
Ton:  Christoph Schilling  
Casting:  Karen Wendland  

Star

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