
Die Erfindung des pferdelosen Wagens und die erste Überlandfahrt der Automobilgeschichte bilden den Hintergrund dieses eindrucksvoll gespielten Liebesdramas über Carl und Bertha Benz.
Pforzheim 1870: Carl Benz (Ken Duken) hat einen Wagen entworfen, der mit Hilfe eines Motors und ganz ohne Pferde fährt, aber niemand will in seine Erfindung investieren. In Bertha (Felicitas Woll) findet er eine enthusiastische Unterstützerin - und seine große Liebe. Sie heiraten und Berthas Mitgift hilft ihnen in den ersten Jahren weiter. Doch die Entwicklung des Motors und der Bau des Wagens brauchen viel Zeit. Immer wieder ist bei Carl und Bertha das Geld knapp, selbst am Nötigsten muss gespart werden. Schließlich ist Carl so zermürbt, dass er seine Patente verkaufen will. Bertha gibt jedoch nicht auf: sie beweist mit einer abenteuerlichen Autofahrt von Mannheim nach Pforzheim, dass seine Erfindung funktioniert.
Heute sind die Verdienste von Auto-Erfinder Carl Benz unumstritten, und auch die Leistung seiner Frau Bertha findet als Anekdote in vielen (Kinder-)Büchern Platz, und doch ist der Ansatz des Fernsehfilmes wahr. Dementsprechend steht auch die Beziehung des Ehepaares Benz im Mittelpunkt des von Till Endemann ("Flug in die Nacht - Das Unglück von Überlingen") inszenierten Historienfilmes, den die ARD zum 125. Geburtstag des Automobils im Rahmen der Themenwoche "Der mobile Mensch" ausstrahlt. Bei "Carl & Bertha" kommt, ungewöhnlich genug für eine Zeitsprung-Produktion ("Contergan", "Das Wunder von Lengede"), die zeitliche Verortung vergleichsweise kurz. Die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Fortschritte in der Industrialisierung werden nur angerissen. Auf Kostüme und Ausstattung wurden hingegen viel Wert gelegt. Die besondere technische Leistung und die Mühen des Bauens klingen an, aber am meisten Raum wird der Beziehung des Ehepaares, den Zweifeln des Mannes und der Zuversicht der Ehefrau eingeräumt. Die Hauptdarsteller geben ein schönes Paar ab, auch wenn Felicitas Woll die weitaus kraftvollere Leistung zeigt. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt auch Hannes Hellmann in der Rolle des Photographen Emil Bühler. sw.
| Darsteller: | Felicitas Woll | als Bertha Benz, geb. Ringer | |
|---|---|---|---|
| Ken Duken | als Carl Benz | ||
| Hansjürgen Hürrig | als Friedrich Ringer | ||
| Michou Friesz | als Auguste Ringer | ||
| Alexander Beyer | als Wilhelm von Mannstedt | ||
| Jürgen Schornagel | als von Mannstedt senior | ||
| Johann von Bülow | als August Ritter | ||
| Hannes Hellmann | als Emil Bühler | ||
| Benno Bings | als Eugen Benz, älter | ||
| Wolf-Niklas Schykowski | als Richard Benz, älter | ||
| Hanna Höppner | als Klara Benz, älter | ||
| Antonio Wannek | als Josef | ||
| Fiona Kaulin | als Thilde Benz | ||
| Mike Zaka Sommerfeldt | als Wilhelm Esslinger | ||
| Timo Dierkes | als Max Kasper Rose | ||
| Esther Zimmering | als Corinna | ||
| Peter Rühring | als Pfarrer Schneise | ||
| Olli Dittrich | als Gottlieb Daimler | ||
| Jonas Krstic | als Eugen Benz als Kind | ||
| Eric Wüst | als Richard Benz als Kind | ||
| Julia Brendt | als Klara Benz als Kind | ||
| Regie: | Till Endemann | ||
| Drehbuch: | Stefan Rogall | ||
| Produzent: | Michael Souvignier | ||
| Mark Horyna | |||
| Kamera: | Lars Liebold | ||
| Schnitt: | Heike Parplies | ||
| Musik: | Enis Rotthoff | ||
| Produktionsdesign: | Florian Haarmann | ||
| Gertrud Esslinger | |||
| Kostüme: | Thomas Hinzen | ||
| Elisabeth Kesten | |||
| Casting: | Clemens Erbach | ||
| Antje Wetenkamp | |||
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