Intelligente Satire mit beißendem Wortwitz um einen rappenden Senator auf Stimmenfang. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf24/b9924006/b150x150.jpg Bulworth

Filmdetails

Bulworth

Intelligente Satire mit beißendem Wortwitz um einen rappenden Senator auf Stimmenfang.


Bulworth
Start: 15.07.1999

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Warren Beatty
Halle Berry
Don Cheadle

Regie: Warren Beatty
Verleih: Fox

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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lau

Inhalt

Der um seine Wiederwahl kämpfende, demokratische Senator Jay Bulworth steht vollkommen ausgelaugt kurz vor dem Nervenzusammenbruch. In seiner Verzweiflung heuert er einen Auftragskiller an, der ihn erschießen soll. Bei seiner nächsten Rede ist ihm denn auch alles egal, und zum ersten Mal in seiner Karriere sagt er die Wahrheit und er füllt sich mit einem Mal befreit Bulworth' Sympathiewerte steigen, während sich der Auftragskiller an seine Fersen heftet.


Kritik

Bulworth

Während die Herren Eastwood und Redford auch im gesetzten Alter noch bevorzugt dem Thriller- und Romantikmetier zusprechen, wagt sich ihr Kollege Warren Beatty mit der Politsatire "Bulworth", seiner ersten Regiearbeit seit "Dick Tracy" im Jahr 1990, einmal mehr auf provokant-gesellschaftskritisches Parkett. Seine schneidend scharfe Systemkritik stellt ein marodes Establishment bloß, das vom Geld einflußreicher Wirtschaftskonzerne und korrupten Politikern regiert wird.

Die von Beatty fabelhaft dargestellte Titelfigur ist eine dieser gekauften Marionetten: Der um seine Wiederwahl kämpfende, demokratische Senator steht vollkommen ausgelaugt kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Seit Tagen hat er im Wahlkampfstreß weder gegessen, noch seine Augen auch nur eine Sekunde zugemacht, seine eigenen heuchlerischen TV-Spots treiben ihm die Tränen in die Augen. In seiner Verzweiflung heuert er einen Auftragskiller an, der ihn erschießen soll. Bei seiner nächsten Rede vor einer afroamerikanischen Glaubensgemeinschaft im Stadtteil South Central von Los Angeles ist ihm denn auch alles egal, und zum ersten Mal in seiner Karriere sagt er die ungeschminkte und unangenehme Wahrheit: Weißen Politikern seien die Belange der Schwarzen völlig unwichtig, da sie ohnehin keine Wahlkampfspenden beisteuern könnten. Und solange sie nicht ihre eigene Passivität überwinden, würde sich am Status Quo auch nichts ändern. Ob so viel unverblümter Unverschämtheit bricht ein Sturm der Entrüstung los, während Bulworth sich mit einem Mal befreit und großartig fühlt.

Künftig nimmt er kein Blatt mehr vor den Mund und stößt selbst seinen einflußreichen Gönnern bei allen weiteren Veranstaltungen brutal vor den Kopf. Zudem beginnt er, seine provozierende Bestandsaufnahme eines kaputten und sinnentleerten Systems in gereimter Rapform vorzutragen. Das Unerwartete geschieht: Bulworth' Sympathie-Barometer bei der Bevölkerung schnellt rapide in die Höhe, während sich der Auftragskiller an seine Fersen heftet. Ein melodramatisches Handlungselement, auf das Beatty gut und gerne verzichten hätte können. Der beißende Wortwitz und der tabulose Sarkasmus (selbst die Hollywood-Elite veräppelt Beatty als "wichtige Juden") allein sorgen für blendende, geistreiche Unterhaltung. Bulworth' Verwandlung vom ausgebrannten Zyniker zum Homeboy läßt die intelligente Satire dann zwar den Bereich der Klamotte streifen, unterstreicht aber doch sehr eindrucksvoll, daß Beatty als erster etablierter Kreativer Hollywoods die Wichtigkeit und Bedeutung der allgegenwärtigen Hiphop-Kultur anerkennt, so daß einzig die Romanze mit einer jungen Schwarzen (Halle Berry im urbanen Guerillalook) forciert wirkt. Wie "Primary Colors", jedoch radikaler und um einiges deutlicher in der Aussage, bietet "Bulworth" als aktualisierte "Network"-Variante einen längst überfälligen Einblick hinter die Kulissen des Wahlkampf-Betriebs und bleibt als eines der substantiellsten, kritischsten und außergewöhnlichsten Studioprojekte des Jahrzehnts lange in Erinnerung. ara.

Bulworth

Darsteller:  Warren Beatty   als Jay Bulworth
  Halle Berry   als Nina
  Don Cheadle   als L.D.
  Oliver Platt   als Dennis Murphy
  Paul Sorvino   als Graham Crockett
  Jack Warden   als Eddie Davers
  Joshua Malina   als Bill Feldman
  Christine Baranski   als Constance Bulworth
  Richard C. Sarafian   als Vinnie
  Amiri Baraka   als Rastaman
  Sean Astin   als Gary
  Laurie Metcalf   als Mimi
  Wendell Pierce   als Fred
  Michele Morgan   als Cheryl
  Ariyan Johnson   als Tanya
  Nora Dunn   als Missy Berliner
  Jackie Gayle   als Macavoy
  Graham Beckel  
 
Regie:  Warren Beatty  
Drehbuch:  Warren Beatty  
  Jeremy Pikser  
Produzent:  Warren Beatty  
  Pieter Jan Brugge  
Koproduzent:  Victoria Thomas  
  Frank Capra III.  
Ausf. Produzent:  Lauren Shuler-Donner  
Kamera:  Vittorio Storaro  
Schnitt:  Robert C. Jones  
  Billy Weber  
Musik:  Ennio Morricone  
Produktionsdesign:  Dean Tavoularis  
  William F. O'Brien  
Kostüme:  Milena Canonero  
Ton:  Thomas Causey  

Berry lehrt das Fürchten

Halle Berry und Horror - zugegebenermaßen eine ungewöhnliche Verbindung. Kein Mensch käme auf die Idee, dass die Schöne dem Kinopublikum das Blut in den Adern gefrieren lassen könnte. Und doch wechselt Berry jetzt ins Gruselfach. In dem Horrorfilm "Gothika" übernimmt sie eine Hauptrolle.

Freut sich auf den Horrortrip:
Halle Berry

Freut sich auf den Horrortrip: Halle Berry

Halle Berry gilt seit ihrem Auftritt in "Monster's Ball" als eine der wandlungsfähigsten Frauen der Traumfabrik. War sie zu Beginn ihrer Kariere noch auf die Rolle der schönen, eher introvertierten Liebhaberin ("Boomerang") abonniert, mauserte sich das Ex-Model schnell zur Sexbombe: In der Cartoon-Verfilmung "Flintstones - Familie Feuerstein" brachte sie den armen Fred alias John Goodman fast um den Verstand und auch in "Bulworth" geizte sie nicht mit ihren Reizen.

Umso erstaunter zeigte sich die Weltöffentlichkeit, als sie neben Billy Bob Thornton in ihrer ersten Charakterrolle brillierte und vollkommen zurecht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Und jetzt wagt Berry also den Sprung ins Horrorfach.

In "Gothika" spielt die sexy Amerikanerin eine Kriminalpsychologin. Eines Tages erwacht sie in dem Gefängniskrankenhaus, in dem sie angestellt ist. Sie soll einen Mord begangen haben - kann sich aber an nichts mehr erinnern. Fieberhaft versucht sie sich selbst zu therapieren. Doch die Wahrheit ist mehr als nur verwirrend: Hat sich wirklich eine Ausgeburt der Hölle ihres Verstandes bemächtig?

Halle Berry ist übrigens nicht der einzige prominente Name in "Gothika": Penelope Cruz wird sich mit ihr im Krankenhaus ein Zimmer teilen.

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Warren Beatty

Er war über Jahrzehnte Hollywoods begehrtester Junggeselle, der als Herzensbrecher unzählige Affären u.a. mit Joan Collins, Diane Keaton und...

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Halle Berry

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