Sergeant Raymond Shaw kehrt aus dem Koreakrieg mit der Ehrenmedaille heim. Die Heldentat existiert nur in seinem Kopf: Seine Einheit wurde von Kommunisten gefangen und Gehirnwäschen ausgesetzt. Shaws Major Marco hat Albträume vom Geschehen, bringt eine Untersuchung in Gang. Shaw wird von seinem "Operator", seine Mutter, die ihren Mann ins Weiße Haus bringen will, dazu gebracht, seine Frau und ihren Vater, ein liberaler Senator, zu erschießen. Marco befreit Shaw von der Blockade. Shaw erschießt Mutter und Stiefvater, dann sich selbst.
John Frankenheimers visionär-satirisch-spannender Politthriller etablierte ihn als vitalen amerikanischen Regisseur, dessen "The Manchurian Candidate" mutig gegen McCarthy-Gesinnung vorging. Kommerziellen Erfolg und Popularität von Frank Sinatra (Marco) ließen Druck der extremen Rechten ins Leere laufen. Der erste Film, den Frankenheimer voll verantwortete, ist intelligent, realistisch und cool. Zwei Oscar-Nominierungen (Angela Lansbury und Schnitt). 2004 entstand das Remake von Jonathan Demme mit Denzel Washington (Marco).
| Darsteller: | Frank Sinatra | als Bennett Marco | |
|---|---|---|---|
| Laurence Harvey | als Raymond Shaw | ||
| Janet Leigh | als Rosie Chaney | ||
| Angela Lansbury | als Mrs. Iselin | ||
| Henry Silva | als Chunjin | ||
| James Gregory | als Senator John Iselin | ||
| Leslie Parrish | als Jocie Jordon | ||
| Joe Adams | als Psychiater | ||
| Regie: | John Frankenheimer | ||
| Drehbuch: | George Axelrod | ||
| John Frankenheimer | |||
| Produzent: | George Axelrod | ||
| John Frankenheimer | |||
| Ausf. Produzent: | Howard W. Koch | ||
| Kamera: | Lionel Lindon | ||
| Musik: | David Amram | ||
Der altbekannte Hollywood-Regisseur John Frankenheimer, der mit Filmen wie "Botschafter der Angst" und "Der Gefangene von Alcatraz" bekannt wurde, starb am vergangenen Samstag in einem Krankenhaus in Los Angeles.
Im Alter von 72 Jahren erlag Frankenheimer den Folgen eines Schlaganfalls... Die Karriere des Regie-Veteranen dauerte insgesamt fast fünfzig Jahre an: Während er in den 60er Jahren mit Dramen und Polit-Thrillern auf sich aufmerksam machte, gehen auch einige Highlights aus jüngster Vergangenheit noch auf Frankenheimers Konto. So inszenierte er 1998 mit Robert De Niro und Jean Reno in den Hauptrollen den Action-Thriller "Ronin" und 2000 "Reindeer Games" mit Ben Affleck.
Martha Coolidge, Präsidentin der Director's Guild of America über Frankenheimer: "John drehte mit solch einer Leidenschaft Filme - das gibt es sehr selten. Er war einer der wenigen Menschen, die nicht ersetzt werden können!"
Die Stimme Amerikas, der Sänger und Entertainer "Ol' Blue Eyes" Frank Sinatra (1915 bis1998), Idol der Kriegs- und Nachkriegsgeneration, trat...
Er wirkte stets ein wenig mürrisch, als hätte er den Kater der vergangenen Nacht nie wirklich besiegen können. Unzufriedene Ehemänner,...
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