Robert Pattinson
Uma Thurman
Christina Ricci
Regie: Declan Donnellan, ...
Verleih: Studiocanal
Georges Duroy, ohne Beruf und mittellos, zieht um 1890 nach Paris. Zu Reichtum, Ruhm und Einfluss will er es in der brodelnden Seine-Metropole bringen - und das um jeden Preis. Der attraktive Verführer steigt dank seines unwiderstehlichen Charmes und der nötigen Portion Sex-Appeal schnell zum umschwärmten Liebling der feinen Gesellschaft auf. Schlüssel zum Erfolg sind die Ehefrauen einflussreicher Gentlemen, die "Bel Ami" alle Türen öffnen. Im Eiltempo macht der skrupellose Galan als Journalist Karriere und begibt sich aufs glatte Politparkett.

"Twilight"-Star Robert Pattinson erobert Ende des 19. Jahrhunderts als charmanter Verführer die Herzen der Pariser Damenwelt.
Ein attraktiver Mann, der sich nach oben in die Gesellschaft schläft, war weder im 19. Jahrhundert noch ist im 21. eine Seltenheit. So hat Guy de Maupassants Klassiker "Bel Ami" von 1885 nichts an Aktualität verloren, bereits Willi Forsts bizarre Verfilmung sorgte 1939 für Furore. Die Hauptrolle mit dem von der Frauenzeitschriften-Klientel mehrmals zum "sexiest man on the planet" gewählten Robert Pattinson zu besetzen, könnte ein guter Schachzug sein, auch ein jugendliches Publikum für die etwas angestaubte Belle Epoque zu interessieren. Dem weiblichen Kreischfaktor auf der Berlinale nach sollte das jedenfalls gut gelingen. Pattinson beisst nicht, sondern küsst als mittelloser Georges Duroy die Damen der Gesellschaft um den Verstand, die bald alles für ihn tun. Der arme Schlucker kommt ohne Beruf oder Vermögen nach Paris und haust in einer bröckeligen Mansarde. Aber er verfügt über drei wichtige Dinge: Sexappeal, Charme und den unbeugsamen Willen nach Anerkennung, Reichtum und Ruhm. Erst einmal führt ihn ein alter Kamerad aus der algerischen Militärzeit in die High Society ein und in die Redaktion eines liberalen Oppositionsblattes gegen die korrupte Regierung. Den Weg zum Ziel ebnen ihm drei Ladies - Madeleine, die Gattin seines Freundes, die in seinem Namen das "Tagebuch eines Soldaten" verfasst und ihm so Meriten verschafft, obgleich er selbst nur ein kümmerlicher Schreiberling ist, (und ihn nach dem Tod des Ehemannes ehelicht), die junge Clotilde, die ihn aufrichtig liebt, und die spröde Madame Rousset, Frau des Chefredakteurs, die ihm nicht widerstehen kann und für seine Wiedereinstellung bei der Zeitung sorgt. Pattinson fehlt in dem bestens ausgestatteten Kostümfilm mit großem Schauwert ein wenig der "Biss", er wirkt manchmal wie ein Fremdkörper, zumal ihm ein Wechsel in der Mimik schwer fällt. Gegen schauspielerische Schwergewichte wie Uma Thurman (Madeleine), Kristin Scott Thomas (Madame Rousset) und gegen Christina Ricci (Clotilde) hat er keine Chance, zumal kaum nachzuvollziehen ist, was diese tollen Weiber an dem berechnenden und rüden Kerl finden, der zu guter letzt auch noch das jungfräuliche Töchterlein von Monsieur und Madame Rousset zum Traualtar führt. Wer will, kann Parallelen ziehen zum heutigen Celebrity-Business, zum ewigen Spiel um Macht und Sex, das die Jahrhunderte überdauert. Genießen sollte man die Opulenz von "Bel Ami" und die Performance der Schauspielerinnen, wahrlich ein Vergnügen. mk.
| Darsteller: | Robert Pattinson | als Georges "Bel Ami" Duroy | |
|---|---|---|---|
| Uma Thurman | als Madeleine Forestier | ||
| Christina Ricci | als Clotilde de Marelle | ||
| Kristin Scott Thomas | als Madame Rousset | ||
| Colm Meaney | als Monsieur Rousset | ||
| Philip Glenister | als Charles Forestier | ||
| Holliday Grainger | als Suzanne Rousset | ||
| James Lance | als Francois Laroche | ||
| Natalia Tena | als Rachel | ||
| Regie: | Declan Donnellan | ||
| Nick Ormerod | |||
| Drehbuch: | Rachel Bennette | ||
| Produzent: | Uberto Pasolini | ||
| Ausf. Produzent: | Simon Fuller | ||
| Buchvorlage: | Guy de Maupassant | ||
| Kamera: | Stefano Falivene | ||
| Schnitt: | Masahiro Hirakubo | ||
| Musik: | Rachel Portman | ||
| Lakshman Joseph De Saram | |||
| Produktionsdesign: | Attila F. Kovács | ||
| Kostüme: | Odile Dicks-Mireaux | ||
| Casting: | Susie Figgis | ||
Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.
Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))
Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.
Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.
Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.
Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.
Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.
Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".
Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.
Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.
"Twilight", Dein Name ist Robert Pattinson. Er setzte sich gegen 3000 Mitbewerber durch, als 2007 der Hauptdarsteller für die Rolle des...
Sie ist die ideale Verkörperung der glamourösen und rätselhaften Frau. Mit langen blonden Locken, betont langsamem Augenaufschlag und einem...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.