In jeder Hinsicht gewaltiges Mammutprojekt von James Cameron über einen jungen Marine, der sich bei einem Krieg der Welten entscheiden muss, auf wessen Seite er steht. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz51/z0951501/b150x150.jpg Avatar - Aufbruch nach Pandora

Filmdetails

Avatar - Aufbruch nach Pandora 3D-Kino

In jeder Hinsicht gewaltiges Mammutprojekt von James Cameron über einen jungen Marine, der sich bei einem Krieg der Welten entscheiden muss, auf wessen Seite er steht.


Avatar - Aufbruch nach Pandora
Start: 17.12.2009

Originaltitel: Avatar

Science Fiction / Abenteuer

USA 2009
Laufzeit: 161 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sam Worthington
Zoe Saldana
Sigourney Weaver

Regie: James Cameron
Verleih: Fox

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 13 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Auf der Suche nach neuen Ressourcen stoßen die Menschen im 22. Jahrhundert auf den Planeten Pandora, der von den Na'vi bevölkert wird, drei Meter großen Lebewesen mit blauer Haut. Da Menschen auf dem Planeten nicht atmen können, kommen Avatare zum Einsatz: Ersatzlebewesen in Na'vi-Form, die von ihren Besitzern gesteuert werden. Der querschnittsgelähmte Marine Jake Sully wird für das Programm ausgewählt. Er lernt die Na'vi Neytiri kennen und lieben und findet sich im Kreuzfeuer eines Krieges zwischen Menschen und Na'vi, die ihren Planeten verteidigen.


Kritik

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Zwölf Jahre mussten verstreichen nach "Titanic" bis zu James Camerons Rückkehr zum Spielfilm. Viereinhalb Jahre davon hat er in "Avatar" gesteckt, ein perfektes Science-Fiction-Abenteuer, das eine neue Welt aus dem Boden stampft und wie erhofft Maßstäbe setzt.

"Avatar" beginnt mit zwei Augen, die sich öffnen. Zweieinhalb Stunden später werden sich die Augen der selben Figur erneut öffnen. Was Jake Sully, gespielt von dem charismatischen Australier Sam Worthington, dazwischen gesehen und erlebt hat, hat ihn von Grund auf verändert: Am Schluss des Films sieht er die Welt buchstäblich mit anderen Augen. Und das Publikum mit ihm, für das Jake Sully selbst die Aufgabe eines Avatars übernimmt: Seine Entdeckungsreise auf dem Planeten Pandora ist es, die einen James Cameron hautnah miterleben lässt, sein Kennenlernen der Kultur der eingeborenen Na'vi, blauhäutige und drei Meter große Wesen, die in perfekter Harmonie mit ihrer Umwelt leben, und schließlich seine Erkenntnis, dass diese Welt gegen alle Widerstände zu erhalten ist - auch wenn er sich damit gegen die Menschen stellt, die nach Pandora gekommen sind, um den Planeten rücksichtslos zu roden.

Der Film hat keine Zeit zu verlieren, beginnt bereits mitten im Weltraum, alle nötigen Hintergrundinformationen zur Hauptfigur liefert ein hartgesottener Off-Kommentar im Stil von "Apocalypse Now". Sully ist ein desillusionierter ehemaliger Marine im Jahr 2154, der seit einem Einsatz gelähmt und seines Lebenswillens beraubt ist. Weil sein Bruder, ein ausgebildeter und gut vorbereiteter Wissenschaftler, überraschend verstorben ist, soll er dessen Stelle im Avatar-Programm der mit allen Wassern gewaschenen Dr. Grace Augustine auf Pandora einnehmen. Er besitzt das identische Genom und kann dessen Avatar, ein für viel Geld entwickeltes Wesen mit dem Äußeren eines Na'vi, aber der Seele eines Menschen, direkt übernehmen: Mit einem Avatar kann man sich frei auf dem für Menschen unbewohnbaren Planeten bewegen und atmen. Mit der Unbeschwertheit und Naivität eines Kindes tritt Sully in diese neue Welt, die sich für ihn als Wunderland entpuppt, während er hinter den Kulissen zum Spielball unterschiedlicher Interessen wird. Dem Idealismus von Dr. Augustine, die Schulen auf Pandora gebaut und zarte Bande mit den Na'vi und ihrer komplexen Kultur geknüpft hat, steht der eiskalte Kapitalismus des abgewichsten Industriellen Selfridge (sic!) und der Pragmatismus des Betonkopfs Col. Quaritch entgegen, die ihrerseits Sully instrumentalisieren wollen, um Pandora noch rücksichtsloser ausbeuten zu können.

Ob man die nun folgende Geschichte nun als simpel oder klassisch bezeichnet, spielt keine Rolle. Wer gut ist, bleibt gut, wer böse ist, bleibt böse. Die Story schlägt keine Haken, hält keinen deus ex machina bereit, ist nicht aufgeblasener als nötig. Es ist die Geschichte, die schon in "Lawrence von Arabien", "Der mit dem Wolf tanzt" oder auch "Gorillas im Nebel" (Sigourney Weaver wiederholt als Dr. Augustine ihre Rolle der Dian Fossey) als großes Kino erzählt wurde, vom Fremden im fremden Land, der sich erst selbst finden kann, nachdem er sich für die andere Welt öffnet. Die Erweckung des Jake Sully, sein von Szene zu Szene wachsender Respekt für die Lebensweise der Na'vi und seine Liebe zur stolzen Kriegerin Neytiri (Zoe Saldana als anmutige Sarah Connor in Blau) bilden den Rahmen für ein Eintauchen in Bilderwelten, die man in dieser Form noch nicht gesehen hat: Cameron, bekannt für seine monochromen, düsteren Farbpaletten, hält eine unerhörte Explosion der Farben bereit, ein bis ins letzte Detail ausgetüfteltes Ökosystem, Flora und Fauna, inspiriert von seinen zahlreichen Unterwasserreisen, die einen staunen lassen, wie man beim ersten Anblick der Dinosaurier in "Jurassic Park" staunte - verstärkt noch von der beachtlichen 3-D-Arbeit, die mit großem Feingefühl und sehr akzentuiert eingesetzt wird. Unweigerlich steuert die Handlung auf die Vertreibung aus dem Paradies zu, manifestiert in der Zerstörung des gewaltigen Lebensbaums der Na'vi. Parallelen lassen sich entdecken zu Terrence Malicks "The New World", auch wenn der sich die Perspektive der Natur zu Eigen macht, während Camerons Blick der des bekehrten Technokraten ist. Sein entscheidendes Motiv aus "Titanic" arbeitet er noch stärker heraus: die tragische Hybris des Menschen und die Fehlbarkeit des technologischen Fortschritts - eine humanistische Botschaft, eingebettet in einen Film, der selbst technologisch nicht fortgeschrittener sein könnte. Und kaum unterhaltsamer, kaum spektakulärer: Wenn die Na'vi unter Führung Sullys zum letzten Halali blasen und inmitten schwebender Berge die überlegene Flotte der Armee mit Pfeil und Bogen attackieren, zieht der Filmemacher alle Register seines Könnens als bester Actionregisseur der Welt, verdichten sich die Versatzstücke der Handlung zu einem entscheidenden Duell, das wie ein fernes Echo der finalen Konfrontation von "Aliens - Die Rückkehr" anmutet.

Überhaupt klingen die entscheidenden Motive und Themen aus den bisherigen Filmen Camerons an, werden variiert, zitiert, neu arrangiert. Er stellt sie in den Dienst einer beeindruckenden Arbeit, für wenigstens 250 Mio. Dollar großteils aus dem Nichts aus dem Boden gestampft, wie man sie nicht alle Tage im Kino zu sehen bekommt. Nicht jede Szene ist ein Volltreffer. Die Bilder, mit denen Cameron die tiefe Spiritualität der Na'vi verdeutlicht, schrammen haarscharf am Eso-Kitsch vorbei, an das Design der Na'vi und vor allem Sullys Avatar muss man sich gewöhnen. Aber in seiner Gesamtheit entfaltet sich "Avatar" als Werk aus einem Guss, in dem sich Bilder, Farben, Ideen und 3-D zu einem großen Ganzen formen, das die Grenzen des filmisch Machbaren noch einmal verrückt und doch nur eines sein will: große Unterhaltung, zweieinhalb Stunden lang und doch zu kurz, die ihrem Publikum die Augen öffnet. Und bei einem bleibt, auch wenn man sie geschlossen hält. ts.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Darsteller:  Sam Worthington   als Jake Sully
  Zoe Saldana   als Neytiri
  Sigourney Weaver   als Dr. Grace Augustine
  Stephen Lang   als Colonel Quaritch
  Michelle Rodriguez   als Trudy
  Giovanni Ribisi   als Selfridge
  Joel Moore   als Norm
  CCH Pounder   als Mo'at
  Wes Studi   als Eytukan
  Laz Alonso   als Tsu'Tey
 
Regie:  James Cameron  
Drehbuch:  James Cameron  
Produzent:  James Cameron  
  Jon Landau  
Ausf. Produzent:  Colin Wilson  
Kamera:  Mauro Fiore  
Schnitt:  John Refoua  
  James Cameron  
  Stephen Rivkin  
Musik:  James Horner  
Produktionsdesign:  Rick Carter  
  Rob Stromberg  
  Kim Sinclair  
  Andrew L. Jones  
Animation:  Richard Baneham  
Kostüme:  Deborah Lynn Scott  
Casting:  Mali Finn  

James Cameron will "Battle Angel" nicht aufgeben

Man müßte ihn schon umbringen, um an die Rechte für "Battle Angel" heranzukommen, sagt James Cameron. Der "Titanic 3D"-Lotse hat die nächsten Jahre jedoch selbst keine Zeit für den Kult-Stoff.

Großansicht "Titanic 3D"-Versenker James Cameron hat knackige Manga-Action auf dem Zettel (Foto: Fox)

"Titanic 3D"-Versenker James Cameron hat knackige Manga-Action auf dem Zettel (Foto: Fox)

Seit Jahren schon schwärmt Super-Regisseur James Cameron davon, den Girlspower-Comic-Stoff "Battle Angel" zu verfilmen. Doch ihm funkten der Riesenerfolg von "Avatar" und die Arbeiten an - derzeit in den Kinos - "Titanic 3D" dazwischen.

Vor dem Jahr 2014 wird Cameron wohl nicht dazu kommen, sich mit der Verfilmung des Manga-Comics zu beschäftigen. Gegenüber MTV beharrte er aber darauf, dass er den Stoff keinesfalls aufgegeben habe und kündigte an, spätestens nach "Avatar 3" damit loslegen zu wollen.

""Battle Angel" ist eine großartige Kick-Ass-Story", erklärt James Cameron, "doch das Gute an der "Avatar"-Saga ist es, einem weltweiten Publikum in unterhaltsamer Weise unser Verhältnis zur Natur bewusst zu machen. Das geht mit "Avatar" besser, als mit "Battle Girl"".

"Ich nehme 'Battle Girl' nicht mit ins Grab!"

Aber wenn er so beschäftigt ist, könnte er doch die die heiße Manga-Geschichte einem anderen Regisseur überlassen? Von wegen! "Das müßte man aus meinen kalten, toten Fingern reißen, sonst geb ich's nicht her", lacht Cameron, "aber andererseits: Mit ins Grab nehmen möchte ich 'Battle Girl' auch nicht.

Basierend auf dem japanischen Manga von Yukito Kishiro spielt "Battle Angel" im 26. Jahrhundert, wo Cyborgs das Sagen haben, 300 Jahre nachdem ein apokalyptischer Krieg die Zivilisation in den Abgrund riss. Hauptperson ist ein junges Mädchen in einem Cyborg-Körper, das ohne Erinnerung und ziemlich schrottreif aufgefunden wird. Frisch aufpoliert versucht "Battle Girl" herauszufinden, wer sie wirklich ist.

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