Trickfilm / Fantasy http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto16/11160234/b150x150.jpg Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

Filmdetails

Arrietty - Die wundersame Welt der Borger


Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
Start: 02.06.2011

Originaltitel: Kari-gurashi no Arietti

Trickfilm / Fantasy

Japan 2010
Laufzeit: 95 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Hiromasa Yonebayashi
Verleih: Universum (24 Bilder)

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Inhalt

Däumline bzw. Borgerin Arrietty lebt mit Vater und Mutter versteckt unter der Veranda des Familienhauses des zwölfjährigen Menschenjungen Sho. Ist das Leben der Winzlinge aufgrund von Katzen- und Krähenattacken ohnehin nicht leicht, ist Arriettys Familie nach dem ersten Blickkontakt zwischen ihr und Sho zudem zum Umzug gezwungen, wie es ein altes Borgergesetz vorschreibt. Doch Sho sucht nach einem anderen Weg, auch wenn seine heimtückische Großtante Jagd auf die Borgergemeinschaft macht.


Kritik

Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

Auch als Produzent bewahrt Japans Animé-Legende Hayao Miyazaki seine Magie in einer bezaubernden Adaption von Mary Nortons Kinderbuchklassiker "Die Borger".

Wie zuletzt "Ponyo" fokussiert auch dieses Zeichentrickabenteuer aus der Qualitätsschmiede des Studio Ghibli auf Kinder, gleichwohl das Regiedebüt von Miyazakis Schüler und langjährigem Mitarbeiter Hiromasa Yonebayashi auch wieder Reize für ein älteres Publikum bietet. Universal genug ist die Geschichte einer aufgeweckten Däumeline und ihres Anbandelns mit einem Menschenkind auf jeden Fall, stammt die literarische Vorlage schließlich von der britischen Kinderbuchautorin Mary Norton, deren weltberühmte Reihe um die fingerlangen "Borger" schon mehrfach als TV-Serie und 1997 auch als Hollywood-Familienkomödie ("Ein Fall für die Borger") ein breit gefächertes Publikum erschloss. Erst fast 40 Jahre, nachdem Miyazaki Nortons damals noch unverfilmte Fantasy erstmals adaptieren wollte, entstand unter seiner Ägide (Produktion und Drehbuch) dieser zauberhafte, mühelos zu Herzen gehende Zeichentrick nach klassischer Art.

Würdevoll beseelt, dabei so vital und lieblich wie die Folk-Klänge der Französin Cécile Corbel entfaltet sich eine Freundschaftsbeziehung, die es gar nicht geben dürfte: Zwischen dem zwölfjährigen Menschenjungen Sho und der 14-jährigen Arrietty, die er zwischen Grashalmen erblickt. Panisch flüchtet die ansonsten furchtlose Borgerin in ihr Versteck unter der Veranda, wo sie mit ihrem besonnenen Vater und der schreckhaften Mutter lebt. Denn sobald ein Mensch sie erblickt, müssen sie ihre trautes Heim aufgeben und fortziehen. So will es das Borger-Gesetz. Und Sho erblickt sie abermals - auf ihrer ersten nächtlichen Exkursion in das Haus. Betrübt und wütend muss das schöne Mädchen den unabwendbaren Exodus miterleben, obendrein hat es die heimtückische Großtante auf die kleinen Leute abgesehen. Doch der sanftmütige Sho hilft ihr liebevoll und hat für die hinterlistige Alte einige schlaue Tricks parat. Die fallen kindgerecht heiter aus, während die tiefe Freundschaft emotional ein intensives Band knüpft.

Ohne jede Didaktik erforscht Yonebayashi die Welt der Winzlinge und übernimmt ihre Perspektive: Die wütenden Attacken der mürrischen Katze oder einer Krähe sind so gewaltig wie der Lärm der Riesen und die nächtliche Küche gleicht einer mächtigen Höhle mit fremden Geräuschen. Auch der Garten ist ein Dschungel - kein Kinderspielplatz, sondern eine gefährliche Welt. Denn die Öko-Fabel verniedlicht nichts, sie erzählt mit Respekt von den letzten einer vom Aussterben bedrohten Art und hat mit der stolzen Arrietty einen wundervollen Charakter erschaffen, deren Schicksal trotz genügsamer Dramaturgie wieder einmal sehr nahe geht. tk.

Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

Sprecher:  Mirai Shida   als Arietty
  Tomokazu Miura   als Pod
  Ryunosuke Kamiki   als Sho
  Kirin Kiki   als Haru
 
Regie:  Hiromasa Yonebayashi  
Drehbuch:  Hayao Miyazaki  
Produzent:  Toshio Suzuki  
Ausf. Produzent:  Hayao Miyazaki  
  Koji Hoshino  
Buchvorlage:  Mary Norton  
Kamera:  Atsushi Okui  
Schnitt:  Rie Matsubara  
Musik:  Cécile Gorbel  

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