Rudy Youngblood
Dalia Hernandez
Jonathan Brewer
Regie: Mel Gibson
Verleih: Constantin
Im 15. Jahrhundert lebt ein Maya-Stamm auf der mittelamerikanischen Halbinsel Yucatán in paradiesischem Naturfrieden. Die Außenbezirke des Volkes wurden noch nicht von den Europäern entdeckt. Bei einem Jagdausflug begegnen Jaguar Paw (Rudy Youngblood) und seine Stammesbrüder einer Übermacht verrückt gewordener Wilder, die ihr Dorf überfallen. Jaguar kann Frau und Kinder vor dem brutalen Übergriff verstecken, gerät dabei aber in die Fänge des sadistischen Anführers Middle Eye (Gerardo Taracena). Was er und die anderen Dorfbewohner erleiden, übersteigt all ihre apokalyptischen Ängste.
Ein Untergang, so gewaltig wie die Titanic: In epochaler Größe und brachialer Gewalt schildert Regie-Monomane Mel Gibson ("Die Passion Christi", "Braveheart") die letzten Tage einer Maya-Kultur kurz vor dem Völkermord durch die Konquistadoren.
Mel Gibson hat wieder alles riskiert und gewonnen: Sein bildgewaltiges Maya-Epos ist der letzte große Höhepunkt des Kinojahres 2006. Für das Publikum gibt es im Dezember nur eine Devise: Apocalypto Now!
An Originalschauplätzen und in den Originalsprachen inszenierte Gibson sein Abenteuer (Foto: Constantin)
Er ist einer der mutigsten Filmemacher unserer Zeit. Mit "Braveheart" definierte Mel Gibson das historische Schlachtenepos neu und gewann den Regie-Oscar, mit "Passion Christi" bewies er, dass er für seine Visionen keine Kompromisse macht und feierte am Boxoffice Triumphe. Jetzt entführt er das Publikum wieder in eine Welt, wie sie so noch nie im Kino zu sehen war.
In atemberaubenden Bildern entfaltet "Apocalpyto" das epische Szenario des Maya-Reiches - mit seiner grandiosen Pracht, seinen düsteren Riten und grausamen Härte. Erzählt wird diese Geschichte anhand des Schicksals des jungen Jägers Jaguar Paw, der in die Machtkämpfe und Intrigen der mittelamerikanischen Hochkultur hineingezogen wird.
Er muss miterleben, wie dieses Imperium in seinen unausweichlichen Untergang steuert, während er seine eigene Familie zu retten versucht. Auf einer gefährlichen Reise erlebt Jaguar Paw Angst und Unterdrückung, doch durch die Liebe zu seiner Frau kann er seinem Schicksal entgehen.
Mel Gibson spinnt seinen Erzählstoff mit bedingungsloser Authentizität und scheut sich auch nicht, die Gewalt der Maya-Welt offen zu zeigen. Auf diese Weise schafft er erneut ein Glanzstück des epischen Films. Seine Reise in eine dem Untergang geweihte Welt filmte er in einem Maya-Dialekt.
Ein Novum, denn so weit zurück in die Zeit vor den Niedergang dieses erstaunlichen Volkes wagte sich noch kein Spielfilm-Regisseur. Gibson begibt sich ins ausgehende Mittelalter, in die Ära noch vor dem Einfall der Spanier in Mittelamerika im 15. Jahrhundert.
Ein Kraftakt, der sich auszahlen wird und der nebenbei auch alle Klatschschlagzeilen dieses Jahres vergessen lässt. Denn das, was für den Kinogänger wirklich zählt, ist visionäre Kraft. Und davon hat "Apocalypto" reichlich.
| Darsteller: | Rudy Youngblood | als Pranke des Jaguar | |
|---|---|---|---|
| Dalia Hernandez | als Sieben | ||
| Jonathan Brewer | als Von kleinem Geist | ||
| Morris Bird | als Blitzender Himmel | ||
| Raoul Trujillo | als Leitwolf | ||
| Gerardo Taracena | als Stirnauge | ||
| Rodolfo Palacios | als Giftige Schlange | ||
| Ariel Galvan | als Hängendes Moos | ||
| Bernardo Ruiz Juarez | als Großer Trinker | ||
| Ricardo Diaz Mendoza | als Gehauener Fels | ||
| Fernando Hernandez Perez | als Hohepriester | ||
| Maria Isidra Hoil | als Orakel Mädchen | ||
| Regie: | Mel Gibson | ||
| Drehbuch: | Mel Gibson | ||
| Farhad Safinia | |||
| Produzent: | Mel Gibson | ||
| Bruce Davey | |||
| Koproduzent: | Farhad Safinia | ||
| Ausf. Produzent: | Ned Dowd | ||
| Vicki Christianson | |||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Schnitt: | John Wright | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Produktionsdesign: | Thomas E. Sanders | ||
| Kostüme: | Mayes C. Rubeo | ||
| Casting: | Carla Hool | ||
Sonst ist eher Mel Gibson bekannt dafür, mit der Polizei in Konflikt zu geraten. Diesmal wollte jedoch der Schauspieler und Regisseur einen Fotografen den harten Arm des Gesetzes spüren lassen.
Für Stars sind Paparazzi wie die Pest am Bein. Besonders für Mel Gibson, der schon lange mit den Bilderjägern auf Kriegsfuß steht. Jetzt krachte es wieder einmal zwischen dem Regisseur von "Apocalypto" und einem Fotografen. Der Vorfall ereignete sich Dienstagabend in Malibu, einem von Mels bevorzugten Ausgeh-Revieren. Mel war mit Freunden auf Tour, als sie plötzlich von einem Paparazzo bedrängt wurden. Einer von Mels Kumpeln wollte den Störenfried davon abhalten, den "Mad Max"-Darsteller abzulichten.
Der Versuch schlug jedoch fehl und endete mit einem Sturz auf den harten kalifornischen Betonboden. Ein Videofilmer hielt den Vorfall mit seiner Kamera fest. Auf dem Film ist zu sehen, wie Gibson dem Schnappschützen zuruft: "Hey Bursche, hör' auf herumzurennen. Ich habe gesehen, wie du ihn angegriffen hast. Wir rufen nun die Polizei, weil das ein tätlicher Übergriff war."
Danach forderte Mel seinen Freund auf, die Cops zu rufen: "Hol' die Polizei und berichte ihnen, dass dieser Kerl dich angegriffen hat. Ich kann das bezeugen." Gibsons Bekannter ging sofort auf den Zuruf ein und beklagte sich gegenüber dem Paparazzi: "Du hast mich umgerannt!" Das sah der Fotograf jedoch ganz anders: "Ich habe niemanden attackiert. Im Gegenteil: Ich bin angegriffen worden!" Diese Aussage goss noch mehr Öl ins Feuer. Einer von Mel Gibsons Freunden rief die Polizei.
Die Gesetzeshüter rückten zwar an, verzichteten jedoch nach Anhören der beiden Parteien auf weitere rechtliche Schritte. Ganz zum Leidwesen von Mel Gibson. Der hätte den Knipser gerne in Handschellen gesehen.
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