Wunderbare Mischung aus "Toy Story" und "Mikrokosmos" mit einem Hauch "Starship Troopers". http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008697/b150x150.jpg Antz

Filmdetails

Antz

Wunderbare Mischung aus "Toy Story" und "Mikrokosmos" mit einem Hauch "Starship Troopers".


Antz
Start: 05.11.1998

Trickfilm / Komödie

USA 1998
Laufzeit: 77 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Regie: Eric Darnell, ...
Verleih: Paramount

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Action
Humor
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Spannung
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Inhalt

Die Arbeiterameise Z träumt von einem Leben jenseits der strikten Kolonieregeln. Um der hübschen Prinzessin Bala zu imponieren, zieht er mit der Ameisenarmee in den Krieg gegen die Termiten. General Mandible hat das Suizidunternehmen von langer Hand vorbereitet, um die königinnentreuen Truppen zu schwächen. Er hat jedoch nicht damit gerechnet, daß Z als Kriegsheld zurückkehrt.


Kritik

Antz

Das große Wettkrabbeln um die Krone der Computeranimation ist eröffnet: Mit zweimonatigem Vorsprung vor Disneys Insektenspektakel "Das große Krabbeln" legt Dreamworks seinen Einstieg in die Welt des Trickfilms vor - seinerseits ein blendend und aufregend aufwendig realisiertes Abenteuer über den Triumph einer kleinen Ameise über die Allmacht und Konformität eines perfekt durchorganisierten Ameisenstaates. Muß man auch bei der deutschen Auswertung auf die Zugkraft der Stimmen von Woody Allen, Sylvester Stallone, Sharon Stone und Gene Hackman verzichten, sollte es bei einem derart liebevoll konzipierten Filmerlebnis dennoch mit dem Teufel zugehen, wenn sich Filmfreunde jeder Altersgruppe nicht wie die Ameisen um "Antz" scharen würden.

Man muß nicht Woody Allen sein, um beim Gedanken an ein Leben als Arbeiter in einer Ameisenkolonie Neurosen zu entwickeln. Wenn man dann den leibhaftigen "Stadtneurotiker" zur Hand hat, um Z, dem Helden von "Antz", mit selbstverfaßten Texten und seiner unverkennbaren Stimme Lebenszweifel einzuhauchen, ist das schon die halbe Miete: Gleich nach einem Schwenk von der verdächtig der New Yorker Skyline ähnelnden Silhouette eines Rasens durch die Tiefen des Erdreichs in die straff durchgeplante Welt der Ameisen landet die Kamera bei einer Therapiesitzung, in der Z einem Psychiater seine Wehwehchen klagt. Was Sie schon immer über Ameisen wissen wollten, aber bislang nie zu fragen wagten: Als mittleres Kind in einer Familie von fünf Millionen, so der kleine Held, erhielte man nicht die Nestwärme, die man bräuchte. Und die tägliche Arbeit mit Dreck sei auch nicht das Wahre. Weder die wohlmeinende Arbeiterkollegin Azteca (Jennifer Lopez mit jeder Menge Sexappeal hinter ihrem Chitinpanzer) und der Muskelprotz Weaver (Sylvester Stallone mit bewundernswerter Selbstironie), ein leuchtendes Exemplar einer Soldaten-Ameise, können Zs Gefühle von Insignifikanz mindern. Erst als er beim allabendlichen Tanz ("Guantanamera", als würde es von Devo auf Prozac gespielt) zufällig die Prinzessin Bala (Sharon Stone) kennenlernt, erhält das Leben von Z einen Sinn. Um sie zu beeindrucken, schmuggelt er sich in die Soldatentruppen, ahnt aber nicht, daß die Königinnentreuen von dem verschlagenen Eisenschädel General Mandible (böse: Gene Hackman) auf eine Suizidmission gegen die übermächtigen Termiten geschickt werden. Als Z als einziger die Schlacht im überraschend deftigen "Starship Troopers"-Ambiente überlebt, ist das erst der Beginn des Abenteuers, in dessen Verlauf der Neurotiker eine Revolution im Ameisenhügel anzettelt, unbeabsichtigt Prinzessin Bala entführt, mit ihr die Reise ins Insektenparadies Insectopia antritt und schließlich die Kolonie vor den grausamen Machenschaften Mandibles rettet.

Als müsse er seine Pointen in einem "Manhattan" mit sechs Beinen an den Mann bringen, läuft Woody Allen, losgelöst von seinem Körper, zu komödiantischer Hochform auf. Aber auch seinen Mitstreitern wurden Dialoge in den Mund gelegt, die so todsicher wirken wie Insektizid. Vor allem ein screwballartiger Schlagabtausch zwischen Z und Bala läßt keine Wünsche offen. Gleichzeitig läuft die künstlerische Abteilung unter Leitung von Eric Darnell und Tim Johnson zu Hochform auf und präsentiert ihr animiertes Wunderwerk, in dem bisweilen tausende von Ameisen gleichzeitig durchs Bild wuseln, visuell als Mischung aus "Mikrokosmos" und "Metropolis". Da mag die Botschaft von der Selbstverwirklichung des Individuums ein bißchen dick aufgetragen wirken - sattsehen kann man sich an diesem zweiten computeranimierten Film nach "Toy Story" dennoch nicht. ts.

Antz

Sprecher:  Woody Allen  
  Sharon Stone  
  Sylvester Stallone  
  Dan Aykroyd  
  Anne Bancroft  
  Jane Curtin  
  Danny Glover  
  Gene Hackman  
  Jennifer Lopez  
  Grant Shaud   als Foreman
  Paul Mazursky   als Psychologist
 
Regie:  Eric Darnell  
  Tim Johnson  
  Lawrence Guterman  
Drehbuch:  Todd Alcott  
  Chris Weitz  
  Paul Weitz  
Produzent:  Brad Lewis  
  Aron Warner  
  Patty Wooton  
Ausf. Produzent:  Penney Finkelman Cox  
  Sandra Rabins  
  Carl Rosendahl  
Schnitt:  Stan Webb  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
  John Powell  
Produktionsdesign:  John Bell  
  Kendal Cronkhite  
Ton:  Steve Maslow  
  Gregg Landaker  

"Antz" treten in die Arena

Pixar hatte mit "Toy Story" 1995 zwar den ersten komplett am Computer animierten Trickfilm geschaffen, doch die Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten.

Großansicht Kleine Ameisen werden auf der Leinwand ganz groß (Foto: Universal)

Kleine Ameisen werden auf der Leinwand ganz groß (Foto: Universal)

Die gegnerischen Dreamworks-Studios brachten am 2. Oktober 1998 mit "Antz" ihre Kampfansage in die amerikanischen Kinos. Damit war der Grundstein für viele weitere CGI-Filme wie "Shrek" und "Madagascar" gelegt, die das Publikum von jung bis alt in Zukunft begeistern sollten.

Allerdings blieb der richtig große Kassenerfolg aus, da Pixar nur einen Monat später mit "Das große Krabbeln" ebenfalls einen Film über das Leben im Ameisenstaat startete. Während "Das große Krabbeln" überwiegend für Kinder gemacht war, zielte "Antz" auf ein etwas älteres Publikum ab. Die Dialoge enthielten viel Wortwitz, und die Story zeichnete sich durch deutlich politische und sozialkritische Töne aus.

Ganz viel Woody

Woody Allen lieh der neurotischen Arbeiterameise Z im Original seine Stimme und inspirierte auch die Optik der animierten Figur. Er spendete sogar einige Textpassagen, die in seinem Aufklärungsfilm "Was sie schon immer über Sex wissen wollten..." nicht verwendet wurden.

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