Regiedebüt von Denzel Washington, in dem ein zorniger, junger Seemann lernt, sich von seiner traumatischen Kindheit zu lösen. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz20/z0320517/b150x150.jpg Antwone Fisher

Filmdetails

Antwone Fisher

Regiedebüt von Denzel Washington, in dem ein zorniger, junger Seemann lernt, sich von seiner traumatischen Kindheit zu lösen.


Antwone Fisher
Start: 12.06.2003

Drama

USA 2002
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Derek Luke
Malcolm David Kelley
Cory Hodges

Regie: Denzel Washington
Verleih: Fox

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Inhalt

Der 24-jährige Navy-Soldat Antwone Fisher (Derek Luke) hat ein ernsthaftes Problem, seine latenten Agressionen unter Kontrolle zu halten, was ihn nach einigen aktenkundigen Eskapaden als mithin letzte Bewährungschance auf die Couch des Truppenpsychologen Davenport (Denzel Washington) bringt. Nach anfänglichem Misstrauen gelingt es Davenport, Fishers Panzer zu knacken und zu den in düsteren Jugendtagen verborgenen Ursachen vorzudringen. Um endgültig die Kurve zu kriegen, beschließt Davenport, Fisher mit funktionalem Familienleben wie beispielsweise dem eigenen bekannt zu machen.

Für sein Regiedebüt knöpft sich Oscar-Preisträger Denzel Washington die autobiographische Geschichte des Drehbuchautoren Antwone Fisher vor.


Kritik

Antwone Fisher

Märchenhafte Erfolgsgeschichten wie diese zementieren Hollywoods Image als Paradies für Glückssucher, ob nun am Sunset Boulevard Leichen im Pool schwimmen oder nicht. Antwone Fisher gehörte zum Sicherheitsdienst von "Sony Pictures" und erzählte seinem Chef aus seinem Leben. Die biografische Beichte wanderte von Ohr zu Ohr, bis Produzent Todd Black Fisher aufforderte, auf ihrer Grundlage ein Drehbuch zu schreiben. Das wiederum landete auf dem Schreibtisch Denzel Washingtons, der nach langer Vorbereitungszeit und einer Eigeninvestition von zwei Millionen Dollar damit nun sein Regiedebüt feiert, das dem Oscarpreisträger weiteren Respekt einbringen wird.

Auch vor der Kamera ist Washington aktiv, um mit seinem Namen einer im Grunde kleinen Geschichte die größtmögliche Chance zu geben. Eigentlich aber sieht er seine Figur hier im Hintergrund, markiert dies in einer Szene auch sichtbar, in der er sich langsam abdunkeln lässt und damit seinen Hauptdarsteller exklusiv ins Spotlight rückt. Newcomer Derek Luke bedankt sich mit einer durchwegs überzeugenden, zurückgenommenen Performance, die wie Washingtons Inszenierung nicht um die Aufmerksamkeit der Academy buhlt. Lukes Titelfigur ist Seemann bei der Navy, der immer wieder durch seine kurze Zündschnur und seinen explosiven Zorn auffällt. Sein jüngster Ausfall bringt ihn auf die Couch des Navy-Psychologen Jeremy Davenport (Washington), der mit großer Geduld die Verweigerungsphase Fishers aussitzt und schließlich dessen Mauer des Schweigens durchbricht. Enthüllt wird ein Leben ohne Vater, der erschossen wird, und ohne Mutter, die Antwone schon als Säugling aufgibt. Ein Leben in Heimen und bei einer Pflegemutter, geprägt von Liebesentzug, Gewalt und sexuellem Missbrauch. Die Stationen des Leidens bleiben geraffte Erinnerungen in Rückblenden, denn der Schwerpunkt des Films liegt in der Gegenwart, auf Fishers ersten Erfahrungen mit einer Vaterfigur und der Liebe sowie auf der Suche nach seiner Mutter. Natürlich wirkt sein schneller seelischer Heilungsprozess so idealisiert wie sein Therapeut oder die selbstbewusste und sensitive Navyfreundin, die auch bei Schönheitswettbewerben nicht chancenlos wäre. Aber Washingtons ruhige Regie verkauft den Stoff trotz solcher Widerhaken gut, verzichtet auf melodramatische Spitzen, lässt Gefühle zu, ohne sie überzogen auszustellen und verliert nur am etwas kitschigen Ende das Gleichgewicht. Die "Antwone Fisher Story" ist ungeachtet dieses traumatischen Lebens kein wütender Schlag ins Gesicht, sondern eine Geschichte über Vergebung. Erfahrungsgemäß liegt darin die Chance für ein größeres Publikum, das sich von realistischer Härte eher abschrecken denn wirklich begeistern lässt. kob.

Antwone Fisher

Darsteller:  Derek Luke   als Antwone Fisher
  Malcolm David Kelley   als Antwone Fisher (7 Jahre)
  Cory Hodges   als Antwone Fisher (14 Jahre)
  Denzel Washington   als Jerome Davenport
  Joy Bryant   als Cheryl
  Salli Richardson   als Berta
  Leonard Earl Howze   als Pork Chop
  Kente Scott   als Kansas City
  Kevin Connolly   als Slim
  Rainoldo Gooding   als Grayson
  Novella Nelson   als Mrs. Tate
  Stephen Snedden   als Berkley
  Yolonda Ross   als Nadine
  Viola Davis   als Eva
  Earl Billings   als James
  Margaret Ford-Taylor   als Eda
  Bob Banks   als Horace
  Jada S. Louie   als Jeannette
  Rebecca Morris   als Anna
  Brandon Biggins   als Eddie
  Brandon Lewis   als Ray
 
Regie:  Denzel Washington  
Drehbuch:  Antwone Fisher  
Produzent:  Todd Black  
  Randa Haines  
  Denzel Washington  
Koproduzent:  Antwone Fisher  
  Chris Smith  
Ausf. Produzent:  Nancy Paloian-Breznikar  
Buchvorlage:  Antwone Fisher  
Kamera:  Philippe Rousselot  
Schnitt:  Conrad Buff IV  
Musik:  Mychael Danna  
Produktionsdesign:  Nelson Coates  
  David Lazan  
Kostüme:  Sharen Davis  
Ton:  Willie D. Burton  
Casting:  Robi Reed-Humes  

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