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Drama - USA 1999 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 122 Min. - Verleih: Paramount Start: 20.01.2000
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Dem ausgebrannten Normalbürger Lester Burnham (Kevin Spacey) knallt eine Sicherung durch, als er die lolitahafte Freundin seiner missmutigen Tochter Jane (Thora Birch) kennen lernt. Sexuell frustriert setzt er sich eine Affäre mit dem Teenie-Traum in den Kopf. Er kündigt seinen Routinejob und beginnt sich wieder rebellisch wie ein Jugendlicher zu benehmen. Er freundet sich mit dem skurrilen Nachbarsjungen an, was Lester seinem fatalen Verhängnis einen Schritt näher bringt.
Theaterregisseur Sam Mendes demontiert den amerikanischen Traum von suburbaner mittelständischer Normalität provokativ pessimistisch und gleichzeitig ätzend amüsant. Er verwendet dabei keine Klischees, sondern benutzt diese als Fundament für facettenreiche Charakterzeichnungen, um sie gewitzt und unerwartet zu verdrehen. Eine hervorragende Besetzung macht die einfallsreich-originelle Tragikomödie zum hinreißenden Hochgenuss. |
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KRITIK
Höchst originelle Tragikomödie, in der der amerikanischen Traum von mittelständischer Normalität virtuos demontiert wird.
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Lester Burnham hat sein Normalo-Leben ziemlich satt (Foto: UIP) |
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Gattin Carolyn (Annette Bening) geht fremd und Tochter Jane (Thora Birch) übt sich in Unnahbarkeit. So besteht der einzige Höhepunkt des Tages für Familienvater Lester (Kevin Spacey) darin, allmorgendlich unter der Dusche zu onanieren. Da verguckt sich der Mittvierziger in Janes Freundin Angela (Mena Suvari) und beschließt, sein Leben umzukrempeln.

Der Job wird gekündigt, der Van gegen einen Sportwagen eingetauscht, mit Hanteln gegen den Bierbauch vorgegangen. Und damit sich auch im Gehirn ein entspanntes Gefühl einstellt, lässt sich Lester vom skurrilen Nachbarsjungen mit Marihuana versorgen.

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Beim Anblick der jungen Angela kommen Lester unanständige Gedanken (Foto: UIP) |
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Rabenschwarzer Abräumer

Mit seiner rabenschwarzen Tragikomödie avancierte Regie-Debütant Sam Mendes zum strahlenden Sieger der Oscar-Verleihung 2000. Fünf Trophäen, darunter die für die beste Regie, den besten Film und den besten Hauptdarsteller, gingen an diese schonungslose Abrechnung mit dem amerikanischen Traum.

Obwohl Pessimismus statt des üblichen US-Optimismus und Frust statt Freude dieses blendend beobachtete Meisterwerk bestimmen, zeigte sich das Kino-Publikum begeistert und machte "American Beauty" zu seinem Liebling. |
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