Hinreißendes Rock'n'Roll-Roadmovie, in dem ein 15-jähriger Fan im Jahr 1973 eine Rockband auf ihrer Amerikatour begleitet. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf07/b0107998/b150x150.jpg Almost Famous - Fast berühmt

Filmdetails

Almost Famous - Fast berühmt

Hinreißendes Rock'n'Roll-Roadmovie, in dem ein 15-jähriger Fan im Jahr 1973 eine Rockband auf ihrer Amerikatour begleitet.


Almost Famous - Fast berühmt
Start: 03.05.2001

Originaltitel: Almost Famous

Drama / Komödie

USA 2000
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Billy Crudup
Frances McDormand
Kate Hudson

Regie: Cameron Crowe
Verleih: Columbia Tristar

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Inhalt

Der 15-jährige Rockfan William Miller erhält 1973 vom Rolling-Stone-Magazine den Auftrag, die Rockband Stillwater auf Tour zu begleiten und einen Artikel über sie zu schreiben. Fortan ist er die einzige Stimme der Vernunft im Auge des Hurrikans aus Musik, Partys, Drogen, Sex und Streit. William verliebt sich in das Groupie Penny Lane, doch die hat nur Augen für den Stillwater-Gitarristen Russell.


Kritik

Almost Famous - Fast berühmt

Dreamworks' Oscar-Hoffnung 2001, erster Teil: Selten zuvor wurde die Essenz und Bedeutung von Rock'n'Roll als Philosophie und Lebensstil besser eingefangen. Wenn "Jerry Maguire"-Regisseur Cameron Crowe in seinem wundervollen Film von einem 15-Jährigen erzählt, der im Jahr 1973 eine aufstrebende Rockband auf ihrer Amerikatour begleitet, um einen Artikel für das Rockmagazin Rolling Stone über sie zu schreiben, dann weiß er, wovon er spricht. Denn es ist seine eigene Geschichte, die er mit viel Herz, Witz und unbedingter Detailgenauigkeit erzählt. Indem er sich auf eigene Erlebnisse beschränkt, gelingt ihm das präzise Porträt einer Zeit, in der Rock'n'Roll zum letzten Mal in dem Bewusstsein existiert, uneingeschränkte Unschuld, Unbedarftheit und Freiheit zu verkörpern.

Cameron Crowe selbst war 15 Jahre alt und ein flammender Fan, als er begann, zunächst für das legendäre Creem Magazine und später für den angepassteren Rolling Stone zu schreiben: So war er der erste, dem ein Interview mit den seinerzeit bei der Kritik verhassten Led Zeppelin (die für "Almost Famous" erstmals fünf ihrer Songs zur Verwendung in einem Film frei gegeben haben) bewilligt wurde. Unverkennbar sind es auch Led Zeppelin, die in besonderem Maße Pate standen für die fiktive Band Stillwater (auch wenn sie eher nach Bad Company klingen), deren Erlebnisse on the road im Mittelpunkt dieser Ode an eine unwiederbringbare Zeit stehen. Vor allem der Konflikt der Egos der beiden Bandleader - der von Billy Crudup ("Hi-Lo Country") wunderbar natürlich gespielte Gitarrist Russell und der von Jason Lee dargestellte Sänger Jeff - und die resultierenden Spannungen treibt ihre Story voran.

Und doch verzichtet Cameron Crowe auf die gängigen Klischees handelsüblicher Rockfilme. Indem er mit dem 15-jährigen Schüler William Miller (absolut erstaunlich: Newcomer Patrick Fugit) den ultimativen Outsider als Identifikationsfigur anbietet, der sich dem Tross der Band anschließt und zwischen der Zurückhaltung des Journalisten und der Begeisterung des Fans schwankt, bleibt da immer eine Stimme der Vernunft im Auge des Hurrikans aus Musik, Partys, Drogen, Sex und Streit. Von seiner allein erziehenden Mutter (Frances McDomand in einer Galavorstellung) nur mit Vorbehalten und dem Versprechen, sich täglich bei ihr zu melden und keine Drogen zu nehmen, ist William in gewisser Weise der erwachsenste Teilnehmer der "Almost Famous"-Tour, durch dessen Augen man diesen mit exquisit ausgewählten Rocksongs angefüllten Roadtrip ins Wunderland ähnlich staunend und verwundert verfolgt. Mit atemberaubender Sicherheit reiht Crowe Anekdote an Anekdote, ohne jedoch das große Bild aus den Augen zu verlieren. Denn auch Williams Dilemma kristallisiert sich immer stärker heraus: Er verliebt sich unsterblich in die feengleiche Penny Lane, ein Groupie und Fan, die sich selbst als "Band-Aid" bezeichnet und ihre Aufgabe darin sieht, Gitarrist Russell bei seiner Kunst zu unterstützen. Goldie Hawns Tochter Kate Hudson spielt sie als schwereloses Blumenkind, die nicht wahrhaben will, dass Russell sie lediglich ausnützen könnte, weil dessen Ehefrau Zuhause wartet.

Nicht von ungefähr hat Crowe sich dafür entschieden, seinen mit 77 Mio. Dollar üppig budgetierten Film im Jahr 1973 anzusiedeln. Wie der legendäre, 1982 verstorbene Rockautor Lester Bangs (sensationell: Phillip Seymour Hoffman) dem faszinierten William früh erklärt, ist es eine Zeit, in der Rock längst nicht mehr das Medium ist, mit der man in der Hippiezeit die Gesellschaft verändern wollte. Der ursprüngliche Idealismus einer Gruppe Unangepasster weicht bereits der Vereinnahmung der Industrie. In ihrer kleinen Luftblase erkennen Stillwater die Zeichen der Zeit. Sie feiern immer noch, als sei es 1967 - und befinden sich damit auf dem Weg zum Dinosaurier, der nur wenige Jahre später von Punk bekämpft wurde. Wenn man sie aber im Bandbus beim Singen von Elton Johns "Tiny Dancer" erlebt oder bei schweren Turbulenzen in einem Flugzeug, die sie im Angesicht des Todes zu verblüffenden Geständnissen bewegen, dann leben sie ganz unschuldig ihre Variante des amerikanischen Traums. Als es William am Schluss endlich gelingt, Russell zu einem Interview zu bewegen, antwortet der auf die Frage, was ihm an Musik gefällt: "Erst einmal, einfach alles!". Die Antwort mag auch auf "Amost Famous" zutreffen. ts.

Almost Famous - Fast berühmt

Darsteller:  Billy Crudup   als Russell Hammond
  Frances McDormand   als Elaine Miller
  Kate Hudson   als Penny Lane
  Jason Lee   als Jeff Bebe
  Patrick Fugit   als William Miller
  Anna Paquin   als Polexia
  Fairuza Balk   als Sapphire
  Noah Taylor   als Dick Roswell
  Zooey Deschanel   als Zooey Deschanel
  John Fedevich   als Ed Vallencourt
  Bijou Phillips   als Estrella Starr
  Philip Seymour Hoffman   als Lester Bangs
  Eion Bailey   als Jann Wenner
  Terry Chen   als Ben Fong-Torres
  John Patrick Amedori   als Arrons kleiner Bruder
  Michael Angarano   als junger William Miller
  Jay Baruchel   als Vic Nunez
  Jimmy Fallon  
  Peter Frampton  
  Mark Kozelek  
  Kate Peckham  
  William Mapother  
  Ray Porter  
  Liz Stauber  
 
Regie:  Cameron Crowe  
Drehbuch:  Cameron Crowe  
Produzent:  Cameron Crowe  
  Ian Bryce  
Koproduzent:  Lisa Stewart  
Kamera:  John Toll  
Schnitt:  Joe Hutshing  
  Saar Klein  
Musik:  Nancy Wilson  
Produktionsdesign:  Clay A. Griffith  
  Clayton Hartley  
  Virginia L. Randolph  
Kostüme:  Betsy Heimann  
Ton:  Jeffrey Wexler  
  Doug Hemphill  
  Rich Kline  
  Paul Massey  
  Mike Wilhoit  

Kate Hudson präsentiert die Sci-Tech Awards

Wenn Kate Hudson einen Goldjungen in den Händen haltend in die Kamera lächelt, werden Animationstechniken, Kamerakonstruktionen und Beleuchtungstricks zu purem Entertainment.

Glücksfee nicht nur für Ingenieure: Kate Hudson

Glücksfee nicht nur für Ingenieure: Kate Hudson

Denn die blonde Schöne wird am 1. März die Sci-Tech Awards verleihen, die Oscars für herausragende Leistungen im Bereich der Filmtechnologie. 14 Preise vergibt die Academy an die ideenreichsten Techniker hinter den Kulissen. Die drei wichtigsten Awards sind sogar echte Oscar-Statuetten.

Und anders als bei den großen Brüdern, wo die Gewinner erst am 23. März unter größter Nervenanspannung aller Nominierten bekannt gegeben werden, stehen drei der Preisträger bereits fest: Die Effekt-Spezialisten von Alias/Wavefront werden für ihr Tool namens "Maya" ausgezeichnet, das die 3D-Animation revolutioniert hat. Und Arnold&Richter sowie Panavision erhalten je einen Goldjungen für ihre Fortschritte im Bereich Kameratechnik.

Ein Teil der festlichen Verleihungszeremonie wird übrigens aufgezeichnet und auch im Rahmen der "richtigen" Oscars gezeigt.

Für Kate Hudson sind die Oscars ohnehin schon alte Bekannte: Sie erhielt für ihre Rolle als Groupie in "Almost Famous" selbst einen Goldjungen als Beste Nebendarstellerin - Mama Goldie Hawn mimt ja derzeit in "Groupies Forever" ebefalls eine Rock-Fanatikerin. Dazu hatte Hudson vor zwei Jahren schon einmal einen Oscar bei der Hauptzeremonie überreicht: Er ging an Peter Owen und Richard Taylor für das Beste Make-up in "Der Herr der Ringe - Die Gefährten".

Möge sich Kate Hudson nun als würdige Herrin der Halbleiterplatinen und Computerprogramme erweisen.

» Zum Oscar-Special

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Billy Crudup

Er erschoss Kevin Bacon in "Sleepers", spielte in "Almost Famous" Gitarre in einer fiktiven amerikanischen Rock-Band und wurde als gefeierter...

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Frances McDormand

Hochschwanger und in ihre Uniform gezwängt, stapfte sie als Sheriff des Provinzkaffs Brainerd durch den Schnee und löste mit einer...

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