Fröhlich-herzliche Multikultikomödie um einen türkisch- deutschen Familienverband, der auf die Probe gestellt wird, als der Patriarch in die Türkei zurück will. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto45/10450447/b150x150.jpg Almanya - Willkommen in Deutschland

Filmdetails

Almanya - Willkommen in Deutschland

Fröhlich-herzliche Multikultikomödie um einen türkisch- deutschen Familienverband, der auf die Probe gestellt wird, als der Patriarch in die Türkei zurück will.


Almanya - Willkommen in Deutschland
Start: 10.03.2011

Komödie / Drama

Deutschland 2010
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Vedat Erincin
Fahri Yardim
Lilay Huser

Regie: Yasemin Samdereli
Verleih: Concorde

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Humor
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Inhalt

Mitte der Sechzigerjahre kamen Hüseyin Yilmaz und seine Familie aus der Türkei nach Deutschland. Inzwischen ist das fremde Land jedenfalls für die Kinder und Enkel zur Heimat geworden. Nachdem der Patriarch bei einem Essen seine Lieben mit der Nachricht überrascht, ein Haus in der Türkei gekauft zu haben, muss die Sippe mit zum Umbau in die Pampa fahren. Die Reise voller Streitereien und Versöhnung nimmt eine tragische Wendung.


Kritik

Almanya - Willkommen in Deutschland

Heitere kultur- und generationenübergreifende Familiengeschichte, die lustvoll mit Klischees spielt und Türken und Deutschen den Spiegel vorhält.

Wenn's um Multi-Kulti geht, verstehen die Deutschen selten Spaß, fuchteln lieber mit dem pädagogischen Zeigefinger herum und bei Filmen um Türken mit Migrationshintergrund darf sich zwar Fatih Akin Humor erlauben, aber seine Dramen wie "Kurz und schmerzlos" und "Gegen die Wand" wie auch Feo Aladags "Die Fremde" sind dem Feuilleton in ihrer Drastik lieber. Weit weg von gewalttätigen Männern und geknechteten Frauen bewegt sich Yasemin Samderelis manchmal erfrischend politisch unkorrekte Komödie, die sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Nesrin schrieb. Beide sind in Dortmund geboren und aufgewachsen und erzählen subjektiv und ohne Larmoyanz vom Migrantendasein und sagen: Wir sind hier und das ist auch gut so! Dabei spielen sie mit Klischees, Sitten und Gebräuchen, wobei Türken wie Deutsche ihr Fett abkriegen, vor allem die Alemannen, die mit hängenden Mundwinkeln durchs Leben schleichen, in der U-Bahn über Migranten mosern und mit großem Genuss Stempel auf Formulare knallen, während der Südländer meistens variantenreich speist, sich augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt und fröhlich tanzt. Nicht immer, aber sehr oft sind die Überspitzungen einfach witzig, wenn die Kids Weihnachten feiern wollen und die Mama von Tannenbaum und Bescherung Null Ahnung hat oder die fruchtbare Beziehung der Enkelin mit einem Engländer den trockenen Kommentar hervorruft, "hätte es nicht wenigstens ein Deutscher sein können?". Verdienter Lohn der Mühen für Regisseurin Yasemin Samderelis und ihr Team: Der Deutsche Filmpreis 2011 in Silber.

Am Anfang der Geschichte von Hüseyin Yilmaz, der Ende der 1960er Jahre als 1.000.001 Gastarbeiter nach Deutschland kam, die Familie nachholte und nach über vierzig Jahren mit seiner Frau einen deutschen Pass erhält, steht die Frage des sechsjährigen Enkels, "Wer oder was bin ich eigentlich - Deutscher oder Türke?", weil den Sohn eines Türken und einer Deutschen weder die türkischen noch die deutschen Mitschüler in ihre Fußballmannschaft wählen. Eine Identitätsfrage, um die sich die Kinder des Patriarchen aufgrund ihrer gelungenen Integration keine großen Gedanken machen. Als der beim üppigen Mahl den Seinen eröffnet, er habe ein Haus in Anatolien gekauft und die widerstrebende Sippe auffordert, gemeinsam dorthin zu fahren, beginnt eine Reise voller Streitereien und Versöhnung, die mit einer tragischen Wendung endet. Während die erste Hälfte vor Frohsinn strotzt, gibt es in der Mitte einen etwas plötzlichen Bruch zu ungewohnter Ernsthaftigkeit, die sich nach einem kurzen Holpern in das Ganze einfügt. Und wenn der Enkel in einer bewegenden Rede den toten Großvater bei einem politischen Festakt vertritt, darf ein Tränchen kullern. mk.

Almanya - Willkommen in Deutschland

Darsteller:  Vedat Erincin   als Hüseyin, alt
  Fahri Yardim   als Hüseyin, jung
  Lilay Huser   als Fatma, alt
  Demet Gül   als Fatma, jung
  Rafael Koussouris   als Cenk
  Aylin Tezel   als Canan
  Denis Moschitto   als Ali
  Petra Schmidt-Schaller   als Gabi
  Aykut Kayacik   als Veli, alt
  Aycan Vardar   als Veli, jung
  Ercan Karacayli   als Muhamed, alt
  Kaan Aydogdu   als Muhamed, jung
  Siir Eloglu   als Leyla, alt
  Aliya Artuc   als Leyla, jung
  Arnd Schimkat   als Polizist
  Antoine Monot, Jr.   als Nachbar
  Axel Milberg   als deutscher Beamter
  Oliver Nägele   als Politiker
  Jule Ronstedt   als Lehrerin
  Tim Seyfi   als Gemüsehändler
  Walter Sittler   als Mann im Krämerladen
  Aglaia Szyszkowitz   als Ärztin
  Katharina Thalbach   als Frau im Bus
  Saskia Vester   als Nachbarin
 
Regie:  Yasemin Samdereli  
Drehbuch:  Nesrin Samdereli  
  Yasemin Samdereli  
Produzent:  Dr. Andreas Richter  
  Annie Brunner  
  Ursula Woerner  
Kamera:  Ngo The Chau  
Musik:  Gerd Baumann  
Produktionsdesign:  Alexander Manasse  
Kostüme:  Steffi Bruhn  
Maske:  Tatjana Krauskopf  
Ton:  Christian Götz  
  Constanze Madlindl  
Casting:  Emrah Ertem  

Berlinale setzt auf deutsche Produktionen

Auch wenn's mitunter schwer zu verstehen ist: Berlin spricht Deutsch!

Großansicht Der Titel ist Programm: "Almanya - Willkommen in Deutschland" wurde in den Berlinale-Wettbewerb eingeladen (Foto: Concorde)

Der Titel ist Programm: "Almanya - Willkommen in Deutschland" wurde in den Berlinale-Wettbewerb eingeladen (Foto: Concorde)

Die Berlinale (10. bis 20. Februar) hat nun die verbliebenen Titel des 22 Filme umfassenden Wettbewerbsprogramms bekannt gegeben, von denen 16 als Weltpremieren gezeigt werden. Erstmals werden auch 3D-Filme gezeigt, neben Wim Wenders' "Pina" kommen zwei weitere künstlerische 3D-Filme zur Aufführung: der Animationsfilm "Les contes de la nuit" von Michel Ocelot als Weltpremiere sowie als Sondervorführung außer Konkurrenz Werner Herzogs 3D-Dokumentarfilm "Cave of Forgotten Dreams".

"Almanya - Willkommen in Deutschland" (außer Konkurrenz) ist das Spielfilmdebüt von Yasemin Samdereli, eine Einwandererkomödie, die die Roxy Film GmbH produziert hat. Ein Held der sogenannten "Berliner Schule" ist Ulrich Köhler, er stellt seinen neuen Film "Die Schlafkrankheit" (Produzent: Komplizen Film auf der Berlinale vor. Wolfgang Murnberger ist mit seinem neuen Film "Mein bester Feind" (Aichholzer Filmproduktion) als Weltpremiere außer Konkurrenz dabei, eine im durch die Nazis besetzten Wien angesiedelte Tragikomödie mit Moritz Bleibtreu und Georg Friedrich.

Um den Goldenen Bären konkurriert der ungarische Filmemacher Béla Tarr mit "A Torinói ló", der in Koproduktion mit Vega Film AG in Zürich und der Berliner zero fiction film entstanden ist. Frisch aus Sundance kommt J.C. Chandors Debütfilm "Margin Call", in der Kevin Spacey, Jeremy Irons und Stanley Tucci mit der Finanzkrise ringen. Joshua Marston("Maria voll der Gnade") zeigt seinen zweiten Spielfilm "The Forgiveness Of Blood".

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Aus Argentinien kommt "Un Mundo Misterioso" von Rodrigo Moreno, an dem Rohfilm als deutscher Koproduzent beteiligt ist. Auch das mexikanische Spielfilmdebüt "El premio" von Paula Markovitch, die das Drehbuch zu "Lake Tahoe" schrieb, entstand mit deutscher Beteiligung. In Studio Babelsberg gedreht und mit dem Berliner Studio als Koproduzent realisiert wurde der Thriller "Unknown Identity" von Jaume Collet-Serra mit Liam Neeson und Diane Kruger, der außer Konkurrenz läuft. Bavaria Pictures ist bei Alexander Mindadzes "Innocent Saturday" an Bord, einer russisch-deutsch-ukrainischen Koproduktion.

"Jodaeiye Nader az Simin" von Asghar Farhadi ("Darbareye Elly") aus dem Iran, "Saranghanda, Saranghaji Anneunda" (Kommt Regen, kommt Sonnenschein) von Lee Yoon-ki aus Südkorea, sowie "Les femmes du 6ème étage" von Philippe Le Guay (mit Sandrine Kiberlain und Carmen Maura) aus Frankreich (außer Konkurrenz) runden den Wettbewerb ab.

Als Sondervorvorführung zeigt die Berlinale "Offside" von Jafar Panahi- eine Solidaritätsbekundung für den verurteilten iranischen Regisseur. Als Abschlussfilm der 61. Berlinale wird am 19. Februar im Anschluss an die Preisverleihungsgala der Gewinnerfilm des Goldenen Bären gezeigt.

Star

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