Fantasievolle, fantastisch dreidimensional bebilderte Adaption von Lewis Carrolls Kinderbüchern, die Tim Burton ein siebtes Mal mit Johnny Depp zusammenführt. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto05/10050714/b150x150.jpg Alice im Wunderland

Filmdetails

Alice im Wunderland 3D-Kino

Fantasievolle, fantastisch dreidimensional bebilderte Adaption von Lewis Carrolls Kinderbüchern, die Tim Burton ein siebtes Mal mit Johnny Depp zusammenführt.


Alice im Wunderland
Start: 04.03.2010

Originaltitel: Alice in Wonderland

Fantasy

USA 2010
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Mia Wasikowska
Johnny Depp
Anne Hathaway

Regie: Tim Burton
Verleih: Walt Disney

Bogey - Box Office Germany Award

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Inhalt

Die 19-jährige Alice, ein rebellischer Geist in der viktorianischen Gesellschaft, soll heiraten. Viel neugieriger als auf einen aristokratischen Langeweiler ist sie aber auf ein Kaninchen, dass sie nach Unterland lockt. Ein unterirdisches Wunderland mit seltsamen Geschöpfen, die ein Ende der Schreckensherrschaft der Roten Königin herbeisehnen. Nur Alice kann es einer Prophezeiung zur Folge herbeiführen, unterstützt von ihren neuen Freunden, wie dem verrückten Hutmacher, die wissen, was sie vergessen hat: Alices Ankunft ist eine Rückkehr.


Kritik

Alice im Wunderland

Köpfe werden rollen, Kinder dazu tollen: Willkommen in Tim Burtons wundersamer und wunderbarer filmischer Expedition in Lewis Carrolls berühmtes unterirdisches Universum.

Natürlich ist es eine Traumpaarung: Hollywoods engagiertester, magisch-morbidester Märchenerzähler und die beiden Bücher von Lewis Carroll, die nicht nur den Zauber der Kindheit zeitlos beschwören. Wie schwierig es jedoch war, Carrolls episodischer, exzentrischer, exotischer Welt voller Wortspiele und Absurditäten einen dramatischen Überbau zu geben, ist dem Film zwar nicht anzusehen, aber anzufühlen. Doch ungeachtet einer gewissen emotionalen Distanz zum Geschehen ist man als Zuschauer kontinuierlich fasziniert und dank vieler origineller Einfälle auch amüsiert. "Alice im Wunderland" ist eine sehr freie Adaption, die Ideen und Figuren auch aus der Fortsetzung "Alice hinter den Spiegeln" aufgreift, ausbaut und sie in einen neuen Kontext stellt. Die radikalste Änderung ist tatsächlich die plausibelste, denn sie schließt das Motiv der Rückkehr ein und akzentuiert neben dem unverändert erkennbaren Kindlichen auch den Übergang zum Erwachsenen.

Alice (Mia Wasikowska) ist 19, ein rebellisches Herz in einer verstaubten viktorianischen Gesellschaft, die von ihr vor allem eines erwartet: Anpassung. Dazu gehört auch die Heirat mit einem aristokratischen Langeweiler, den Alice samt Partygästen stehen lässt, um einem Kaninchen in dessen Bau zu folgen. Nach endlosem Sturz in die Tiefe schrumpft Alice, findet so Zugang zum hier als Unterland benannten Wunderland. Sie erinnert sich nicht, dass sie als Kind schon einmal hier war und sehnsüchtig zurück erwartet wird, denn nur sie, so eine Prophezeiung, kann die Schreckensherrschaft der Roten Königin (Helena Bonham Carter) beenden. Alices Prüfungen, ein von der monströsen Kreatur Bandersnatch bewachtes Schwert zu stehlen und damit im Showdown das drachenähnliche Lieblingstier der Königin, den Jabberwocky, zu töten, werden absolviert.

Doch viel wichtiger als eine dramatische Linie sind dem Film seine exzentrischen, charmanten und witzigen Figuren. Der verrückte Hutmacher etwa, dessen Augen und Outfits sich stimmungsabhängig verändern - ein auf Johnny Depp maßgeschneiderter Neuzugang im Kuriositätenkabinett von Burton. Die cholerische Königin, deren riesiger Kopf Eitelkeit spiegelt, gehört auch dazu, wie der liebenswert durchgeknallte Märzhase, die Disney-idealtypische Kampfmaus und die schwebende Grinsekatze, die sich in Luft auflösen und mit sanfter Sinnlichkeit sprechen kann. Bei all diesen Figuren, besonders auch bei einem sehr realistischen Bluthund spielt Burtons Film seine visuellen Stärken überwältigend aus. Wie in "Avatar" sieht man weitgehend virtuelle Welten und eine Dreidimensionalität von höchster Qualität. Getreu Lewis Carrolls Motto "Believe the impossible", das eine Crew von Spitzenkräften hier eindrucksvoll umgesetzt hat. kob.

Alice im Wunderland

Darsteller:  Mia Wasikowska   als Alice
  Johnny Depp   als Der verrückte Hutmacher
  Anne Hathaway   als Weiße Königin
  Helena Bonham Carter   als Herzkönigin
  Crispin Glover   als Herzbube Stayne
  Matt Lucas   als Diedeldum und Diedeldei
  Marton Csokas   als Charles Kingsleigh
  Tim Pigott-Smith   als Lord Ascot
  Lindsay Duncan   als Helen Kingsleigh
  Geraldine James   als Lady Ascot
  Leo Bill   als Hamish
  Frances de la Tour   als Tante Imogene
  Jemma Powell   als Margaret Kingsleigh
  John Hopkins   als Lowell
  Eleanor Gecks   als Faith Chattaway
  Eleanor Tomlinson   als Fiona Chattaway
 
Regie:  Tim Burton  
Drehbuch:  Linda Woolverton  
Produzent:  Tim Burton  
  Richard D. Zanuck  
  Joe Roth  
  Suzanne Todd  
  Jennifer Todd  
Koproduzent:  Peter M. Tobyansen  
Buchvorlage:  Lewis Carroll  
Schnitt:  Chris Lebenzon  
Produktionsdesign:  Robert Stromberg  
  Karen O'Hara  
Kostüme:  Colleen Atwood  
Maske:  Valli O'Reilly  
  Paul Gooch  

Tim Burton hält seine "Batman"-Filme für leichte Kost

Tim Burton ist für seine düsteren Leinwandeskapaden bekannt. In Christopher Nolan hat er laut eigener Aussage seinen Meister gefunden. Burtons Batman-Werke reichen Burtons Meinung nach in Sachen Finsternis nicht die Spur an Nolans "Batman Begins" und "Dark Knight" heran.

Großansicht Gibt sich Christopher Nolan geschlagen: Tim Burton (Foto: Kurt Krieger)

Gibt sich Christopher Nolan geschlagen: Tim Burton (Foto: Kurt Krieger)

Was haben Filme wie "Beetlejuice", "Batman", "Alice im Wunderland" oder "Dark Shadows" gemein? Richtig, sie wurden alle von Tim Burton in Szene gesetzt und strotzten nur so vor Skurrilität, Groteske und Aberwitz.

Jetzt hat die Gallionsfigur des Abgründigen laut eigener Meinung jedoch seinen Meister in Christopher Nolan gefunden. Tim Burton glaubt nämlich, seine beiden Batman-Abenteuer "Batman" und "Batmans Rückkehr" wären eine fröhliche Dollerei verglichen mit den neu befeuerten "The Dark Knight"-Versionen von Christopher Nolan.

Burton, der nun mit der Beißer-Mär "Dark Shadows" erneut Gänsehautgefühle aufkommen lassen möchte, zeichnete für Batmans Auferstehung im Kino verantwortlich. 1989 legte der Kalifornier mit "Batman" den Grundstein, bevor er 1992 mit "Batmans Rückkehr" nachlegte.

Michelle Pfeiffer beeindruckte Tim Burton ganz besonders

Burton empfindet seine beiden Flattermannversuche in der Zwischenzeit als zu lasch, wenn er sie mit Nolans Krawall-Blockbustern "Batman Begins" und "The Dark Knight" vergleicht. "Mir wurde immer gesagt, mein Filmmaterial wäre dunkel. Aber heutzutage wirkt mein 'Batman' wie eine Kindergartenversion verglichen mit Christopher Nolans 'The Dark Knight'", berichtet Burton.

Ihm persönlich bleibt wenigstens ein Trost. Immerhin ist für ihn Michelle Pfeiffers Leistung als Catwoman eine seiner Lieblingsdarbietungen von allen Filmen, in denen er mitgewirkt hat. Besonders eine Szene beeindruckte den Regisseur am meisten: "Ich erinnere mich daran wie sie es schaffte, mich zu beeindrucken. So ließ sie einen lebenden Vogel aus ihrem Mund fliegen, lernte den Umgang mit einer Peitsche und tanzte mit High-Heels über Häuserdächer." Daran erinnern wir uns auch besonders gerne.

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Mia Wasikowska

Die wunderbare Alice aus Australien: Mia Wasikowska ist ausgebildete Tänzerin, die ohne Schauspielausbildung mühelos in den neuen Beruf...

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Johnny Depp

Unter den jüngeren Hollywood-Stars ist er der Anspruchsvolle, der mit seinen persönlichen, für Hollywood experimentierfreudig zu nennenden Filmen...

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