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Komödie - Großbritannien/USA 2002 FSK: Freigegeben ab 6 Jahren - 101 Min. - Verleih: UIP Start: 22.08.2002
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Will Freeman (Hugh Grant) ist ein Taugenichts wie aus dem Bilderbuch. Ohne auf Arbeit oder Ehre einen Pfifferling zu geben, lebt er von den Tantiemen seines Vaters und steigt Jungmüttern nach, die er am liebsten in einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende niederstreckt. Dort ereilt im Gegenzug ihn das gerechte Schicksal, als er über den naseweisen und ausgesprochen hartnäckigen Sonderling Marcus (Nicholas Hoult) stolpert, der in dem Slacker prompt den idealen Daddy wittert.
Die "American Pie"-Dirigenten Chris und Paul Weitz knöpfen sich einen Bestseller von Nick Hornby ("Fever Pitch") vor und Hugh Grant adelt das Ergebnis flugs zum Kunstgenuss in bester "Notting Hill"/"Bridget Jones"-Tradition. |
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KRITIK
Frauenherzen pflastern seinen Weg: Womanizer Hugh Grant wandelt sich zum Ersatz-Papa und charmanten Liebes-Partner.

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| Will (Hugh Grant) auf Frauensuche |
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Wo kann man als kinderloser Single am besten eine Frau aufreißen? In der Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter und Väter. Der 38jährige Will erfindet einen süßen Sohn und schon ist er bei den willigen Muttis Hahn im Korb.

Besonders die hübsche Susie hat es dem Womanizer angetan. Doch sexuell kommt die Sache nicht so richtig in die Gänge. Dagegen glaubt der Filius ihrer Freundin mit Selbstmordgedanken in Will einen Ersatzpapa gefunden zu haben. Der in der Schule gehänselte Junge will seine bunt gewandete Hippie-Mama mit dem smarten Yuppie verkuppeln.

Das klappt zwar nicht, aber Marcus lässt nicht locker, irgendwann steht er vor Wills Tür und verbringt die Nachmittage vor dem Fernseher mit dem scheinbar coolen Typen, der ihm sogar die angesagtesten Turnschuhe kauft - der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Paul & Chris Weitz, die Sex mit Apfelkuchen in "American Pie" salonfähig machten, verfilmen Nick Hornbys Bestseller "About a boy" als rührende und rundum gelungene Komödie. Hugh Grant als reicher Faulpelz, der die Tantiemen seines Vaters verpulvert, und Nicholas Hoult als einsamer Boy (aus Hunderten von Bewerbern ausgewählt gibt eine sensationelle Performance) werfen sich gekonnt die Bälle zu.

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| Lernen Konflikte auszutragen: Will (H. Grant) und Marcus (Nicholas Hoult) |
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Wie schon in "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" mimt Grant nicht den romantischen Strahlemann, sondern den verschlossenen Egozentriker, der die Damenwelt mit edlem Charme betört, sich aber schnell als Beziehungs-Niete entpuppt.

Gebrochene Frauenherzen pflastern seinen Weg, beim ersten Zeichen von ehrlichen Gefühlen zieht er den Schwanz ein. Erst durch Marcus lernt er, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte auszutragen.

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| Will (H. Grant) genießt gewitzt die schönen Seiten des Lebens |
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Natürlich findet der geläuterte Schürzenjäger auch die Frau seines Lebens. Und die hat er sich redlich verdient. Bis zum Happy End kriegt er aber noch einiges auf den Deckel und muss bei der emanzipierten Lady Lehrgeld zahlen. Wenn er dann jedoch alles dransetzt, Marcus vor der Blamage bei einem Schulkonzert zu retten und sich bewusst dabei selbst lächerlich macht, fliegen ihm die Herzen zu.

Die Wandlung vom Saulus zum Paulus ist in eine lockere Mischung aus Drama und Komödie, verpackt mit emotionalem Tiefgang und feinsinnigen Humor. Die witzigen Off-Kommentare Grants konterkarieren das Image vom abgebrühten Weiberhelden. Der Gute will doch nur das Eine. Nein, nicht Sex, sondern Liebe. Die gönnt man ihm gerne. |
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