Veröffentlicht am 08.11.2007
Abbitte Atonement, Großbritannien 2007
Abbitte Atonement, Kinostart 08.11.2007, Großbritannien 2007
  • Abbitte / Saoirse Ronan / James McAvoy

  • Abbitte / Keira Knightley

  • Abbitte / Keira Knightley / Saoirse Ronan

  • Abbitte / Keira Knightley

  • Abbitte / Romola Garai

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Abbitte - Filmplakat

Niveau- und optisch reizvolle Verfilmung von Ian McEwans Romans über die tragischen Konsequenzen einer Denunziation.

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Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 08.11.2007
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Filmkritik zu Abbitte

Niveau- und optisch reizvolle Verfilmung von Ian McEwans Roman über die tragischen Konsequenzen einer Denunziation.

Fantasie hat Briony (Saoirse Ronan) genug, doch Erfahrung fehlt der 13-jährigen Jungautorin. An einem heißen Sommertag des Jahres 1935 verwirrt sie das freizügige Verhalten ihrer älteren Schwester (Keira Knightley), enttäuscht sie die Reaktion Robbies (James McAvoy), ihres eigenen romantischen Helden.

Am Abend beschuldigt sie den Sohn der Haushälterin, ihre minderjährige Cousine Lola (Juno Temple) sexuell belästigt zu haben, und sieht zu, wie er von der Polizei abgeführt wird. Mit dieser einen Falschaussage verändert sie drei Leben für alle Zeiten.

Gelungene Mischung

Wie schon in "Stolz und Vorurteil" meistert der Engländer Joe Wright eine Literaturverfilmung mit inszenatorischer Kreativität. Seine Adaption eines Romans von Ian McEwan ist anspruchsvoll in der Dramaturgie, die Zeiten und Perspektiven wechselt, und stark in der Bildkomposition, wobei die Kamera nicht nur malerisch schöne Bilder zeigt, sondern auch Verhalten und Emotionen der Figuren verdeutlicht.

Pressestimmen

Anspruchsvoll in der Dramaturgie und stark in der Bildkomposition. (Treffpunkt Kino)

Nach "Stolz und Vorurteil" macht Joe Wright erneut alles richtig. Sein Drama über Sexualität und die Kluft zwischen Realität und Interpretation ist Bilder- und Kopfkino in Perfektion. (Blickpunkt:Film)

Was Wright gemacht hat, ist handwerklich eindrucksvoll. In einer endlos wirkenden Kamerafahrt erleben wir Robbies Ankunft an der Küste, wo er zurückfindet zu britischen Truppen in einem zerstörten Seebad, und die Szenerie im Sonnenuntergang romantisch schrecklich, das durchchoreographierte Kommen und Gehen der Figuren ist faszinierend. (Süddeutsche Zeitung, 30. August 2007)

Tausend schöne Bilder bekommt man in "Abbitte" zu Gesicht, lernt, dass man sich selbst an Keira Knightley sattsehen kann, und beginnt bald zu ahnen, dass hinter Wrights tausend schonen Bildern nichts ist. (Die Welt, 8. November 2007)

Die Bilder zeigen den Glanz, den Sog und das Schockhafte von Traumerscheinungen, sie blenden oder verstören, changieren zwischen "wirklich" und "phantasiert", und die Einteilung des Films in zwei große Erzählkapitel macht das Doppelgesicht des "Erträumten" zur überwältigenden Erfahrung von Schuld und dem vergeblichen Versuch, Abbitte zu leisten. (Süddeutsche Zeitung, 8. November 2007)

Der Film "Abbitte" ist ein Meisterwerk der Atmosphäre. (Abendzeitung, 13. November 2007)

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Filmhandlung & Hintergrund zu Abbitte

Auf dem Landsitz ihrer Upper-Class-Eltern in Surrey beendet die 13-jährige Jungautorin Briony (Saoirse Ronan) 1935 ihr Stück um aufkeimende Gefühle. Auch ihre eigenen melden sich zu Wort, während die der Erwachsenen an dem heißen Sommertag für Verwirrung sorgen. Ihre ältere Schwester Cecilia (Keira Knightley) macht Haushältersohn Robbie (James McAvoy) Avancen. Aus Enttäuschung über Robbies Reaktion beschuldigt Briony ihn, ihre Cousine Lola (Juno Temple) verführt zu haben.

Die tragischen Konsequenzen einer Denunziation malt Joe Wright wie in "Stolz und Vorurteil" mit kreativer Regie und optischer Raffinesse aus. Seine Adaption von Ian McEwans Roman übernimmt dessen Niveau und emotionale Intensität.



Fantasie hat Briony genug, doch Erfahrung fehlt der 13-jährigen Jungautorin. An einem heißen Sommertag des Jahres 1935 verwirrt sie das freizügige Verhalten ihrer älteren Schwester, enttäuscht sie die Reaktion Robbies, ihres eigenen romantischen Helden. Am Abend beschuldigt sie den Sohn der Haushälterin, ihre Cousine Lola sexuell belästigt zu haben, und verändert damit drei Leben für alle Zeiten.



Fantasie hat Briony genug, doch Erfahrung fehlt der 13-jährigen Jungautorin. An einem heißen Sommertag des Jahres 1935 missversteht sie das Liebesspiel zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia und Robbie, dem Sohn der Haushälterin, für den sie insgeheim schwärmt. Nachdem sie ihre Cousine Lola in einer ähnlichen Situation beobachtet hat, beschuldigt das verwirrte Mädchen Robbie, Lola sexuell belästigt zu haben. Damit glaubt sie, Robbie bestrafen und ihre Schwester schützen zu können. Eine Katastrophe bahnt sich an.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollKurztext:

Ein Schauspielerfilm mit einem perfekt besetzten und geführten Ensemble, eine rundum gelungene, ambitionierte Literaturverfilmung und zugleich pralles, grandioses Kino. Abbitte muss am Lebensende eine Frau leisten, die als Dreizehnjährige mit einer Lüge das Leben mehrerer Personen beschädigte. Zusatzbonus: Eine als über vier Minuten lange Panorama-Plansequenz am Strand von Dünkirchen gestaltete Kriegsszene setzt einen neuen Standard in der Filmkunst.

Jurybegründung:

Die Abbitte muss in dieser Geschichte Briony Tallis leisten, die als 13jährige den jungen Robbie Turner, einen Freund ihrer Familie, fälschlich beschuldigte, wodurch sie sein ganzes Leben, das ihrer Schwester Cecilia und auch ihr eigenes unwiederbringlich beschädigte. Als Schriftstellerin kann sie nur mit der Literatur diese Wiedergutmachung leisten, und einer der raffinierten Schachzüge in Ian McEwans Roman besteht darin, dass das Buch selber, das der Leser in den Händen hält, zum Werkzeug dieser Abbitte wird.

Dem Regisseur Joe Wright und dem Drehbuchautor Christopher Hampton ist hier solch eine intelligente und kongeniale Adaption gelungen, dass sie auch diese Ebene der Vorlage filmisch umsetzen konnten. So hört man als erstes das Geräusch der Schreibmaschine und man sieht ein Modell der Villa, in der die ersten 50 Minuten des Films spielen. Ein Sommertag im Jahr 1935 wird hier lebendig.

Der Film lässt Raum und Zeit, um die drei Protagonisten kennen zu lernen. In Ton und Stimmung erinnert er ein wenig an die Gesellschaftsromane jener Zeit - auch hier ein subtiler Hinweis darauf, dass eine Geschichte erzählt wird. Einige Szenen, die von verschiedenen Personen verschieden gesehen werden, zeigt der Film in Alternativversionen. Später gibt es auch Zeitsprünge, Rückblenden und Perspektivwechsel - aber all das ist so stilsicher und souverän komponiert, dass der Film nie überladen oder unnötig verrätselt wirkt.

Die Niederlage der britischen Armee in Dünkirchen, in deren Chaos Robbie sich wiederfindet, ist mit einer virtuosen, über vier Minuten langen Plansequenz als ein Panorama von grauenhafter Schönheit inszeniert, das einen neuen Standard in der Filmkunst setzen wird. Kurz und prägnant ist dagegen der letzte Teil des Films, in dem Vanessa Redgrave die sterbende Briony verkörpert, die auf bewegende Weise deutlich macht, in welcher Weise die Geschichte selber ihre Abbitte ist.

Von dieser letzten Enthüllung her gesehen, macht alles an diesem Film plötzlich Sinn - auch die hochemotionale Musik, das Artifizielle mancher Sequenzen und die zum Teil unchronologische Montage. Aber neben dieser kühnen und komplexen Konstruktion ist "Abbitte" auch ein Schauspielerfilm mit einem perfekt besetzten und geführten Ensemble, aus dem Keira Knightley und James McAvoy als das tragische Liebespaar, aber auch die junge Saoirse Ronan herausragen. Ihr gelingt es, die komplizierten Gefühlswallungen der dreizehnjährigen Briony nachvollziehbar zu machen.

"Abbitte" wird so der literarischen Vorlage gerecht und ist zugleich pralles, grandioses Kino.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Atonement
OV Ja
OmU -
Genre Drama
Filmpreis -
USA-Start 07.12.2007
Kinostart (D) 08.11.2007
Besucher (D) 435.077
Einspielergebnis (D) € 2.834.549
Bes. (EDI) 435.077
Bes. (FFA) 448.464
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Abbitte
Regisseur Joe Wright Künstlerporträt 379119 Wright, Joe / 64. Filmfestspiele Venedig 2007 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Keira Knightley Künstlerporträt 712551 Keira Knightley / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 Cecilia Tallis © Kurt Krieger
Darsteller James McAvoy Künstlerporträt 863099 James McAvoy / 67. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2014 Robbie Turner © Kurt Krieger
Darsteller Romola Garai Künstlerporträt 551441 Garai, Romola / BAFTA - 63. British Academy Film Awards, London 2010 Briony, 18 Jahre © Kurt Krieger
Darsteller Vanessa Redgrave Künstlerporträt 622937 Vanessa Redgrave / 61. Filmfestspiele Berlin 2011 / Berlinale 2011 Briony © Kurt Krieger
Darsteller Brenda Blethyn Künstlerporträt 835745 Blethyn, Brenda / 64. Berlinale 2014 Grace Turner © Kurt Krieger
Darsteller Saoirse Ronan Künstlerporträt 871808 Saoirse Ronan / Photocall Briony Tallis, 13 Jahre © Kurt Krieger
Darsteller Patrick Kennedy Leon Tallis
Darsteller Benedict Cumberbatch Künstlerporträt 672433 Benedict Cumberbatch / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 Paul Marshall © Kurt Krieger
Drehbuch Christopher Hampton Künstlerporträt 475119 Hampton, Christopher / Berlinale 2009 - 59. Internationale Filmfestspiele Berlin Drehbuch © Kurt Krieger
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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News & Stories zu Abbitte
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