Originaltitel: 2001: A Space Odyssey
Großbritannien 1968
Keir Dullea
Gary Lockwood
William Sylvester
Regie: Stanley Kubrick
Verleih: Warner
Ein mysteriöser, schwarzer Monolith vermutlich außerirdischer Abstammung beeinflusst in der Urzeit die Evolution und Entstehung der Menschheit. Jahrtausende später wird der Monolith von Wissenschaftlern auf dem Mond entdeckt. Er lockt ein Raumschiff Richtung Jupiter. Doch die Mission endet nach einem Computerzusammenbruch in einer Katastrophe. Der einzige Überlebende muss sich dem Monolithen stellen.

Ein Meilenstein des Kinos: Kubricks Zukunftstechniken und Weltraumaktionen überwältigen selbst Jahrzehnte nach seiner Erstaufführung das Publikum. Die gigantische Weltraumoper hat nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Immer noch fesseln die Effekte, während der thematische Reichtum der pessimistischen Evolutionsstory beweist, dass brillante Unterhaltung auch provokant und anregend sein kann. Die Produktion der visuellen Reise mit einem irre gewordenen Steuercomputer und Bildeffekten, die alles bisher da gewesene übertrafen, dauerte mehr als drei Jahre.
| Darsteller: | Keir Dullea | als David Bowman | |
|---|---|---|---|
| Gary Lockwood | als Dr. Frank Poole | ||
| William Sylvester | als Dr. Heywood R. Floyd | ||
| Daniel Richter | als Moonwatcher | ||
| Leonard Rossiter | als Dr. Andrej Smyslov | ||
| Margaret Tyzack | als Elena | ||
| Robert Beatty | als Dr. Halvorsen | ||
| Sean Gregory Sullivan | als Dr. Michaels | ||
| Alan Gifford | als Pooles Vater | ||
| Glenn Beck | als Astronaut | ||
| Ann Gillis | als Pooles Mutter | ||
| Ed Bishop | als Shuttle-Kapitän | ||
| Bill Weston | als Astronaut | ||
| Regie: | Stanley Kubrick | ||
| Drehbuch: | Stanley Kubrick | ||
| Arthur C. Clarke | |||
| Produzent: | Stanley Kubrick | ||
| Buchvorlage: | Arthur C. Clarke | ||
| Kamera: | Geoffrey Unsworth | ||
| John Alcott | |||
| Schnitt: | Ray Lovejoy | ||
| Musik: | Aram Khachaturian | ||
| Richard Strauss | |||
| Johann Strauß | |||
| György Ligeti | |||
| Produktionsdesign: | Tony Masters | ||
| Harry Lange | |||
| Ernie Archer | |||
| Kostüme: | Hardy Amies | ||
| Ton: | Winston Ryder | ||
Es war ein Meilenstein der Filmgeschichte.
Also sprach Zarathustra - nur diesmal noch länger: Zu "2001 - Odyssee im Weltraum" sind neue Szenen aufgetaucht (Foto: Warner)
Ein Affe wirft einen Knochen hoch, dieser wirbelt in der Luft um die eigene Achse und - verwandelt sich plötzlich in eine Raumstation. Mit dieser Szene aus "2001 - Odyssee im Weltraum" schuf Regisseur Stanley Kubrick einen der berühmtesten Filmmomente. Nun sind sensationell weitere, noch nie gesehene Szenen aus dem Meisterwerk aufgetaucht. 17 Minuten, die Kubrick für die Kinofassung herausschnitt, lagerten in einem Safe in einer Salzmine im US-Bundesstaat Kansas.
Gefunden hat sie dort kein Geringerer als Douglas Trumbull, der zusammen mit Stanley Kubrick an den oscargekrönten Spezialeffekten für "2001 - Odyssee im Weltraum" gearbeitet hatte. Später lieferte Trumbull Effekte für "Der Blade Runner", Spielbergs "Unheimliche Begegnung der dritten Art", den ersten "Star Trek"-Kinofilm und führte beim Kultfilm "Lautlos im Weltraum" sogar selbst Regie.
Warum keiner von den Sequenzen in dem riesigen Safe, der dem Filmstudio Warner als Archiv dient, wusste, ist vorerst ein Rätsel. Laut Douglas Trumbull sind die Szenen technisch "perfekt erhalten". Er wisse nur nicht, was Warner mit dem Material von Stanley Kubrick, der 1999 nach dem Dreh von "Eyes Wide Shut" verstarb, nun vorhabe.
Natürlich liegt ein "2001 - Extended"-Kinofilm nahe, schließlich hat James Cameron mit "Avatar" gerade vorgemacht, wie sich auf diese Art ordentlich Geld verdienen lässt. Mit einem Kultfilm wie "2001" sollte das ebenso möglich sein - ein Geschäft, das sich Warner kaum entgehen lassen kann.
Insbesondere als die gefundenen Szenen keine unbedeutenden Schnipsel sind, sondern zum Teil extrem spannendes Material aus visuell faszinierenden Filmmomenten: Frank Poole bewegt sich in der legendären Zentrifuge, ein Weltraumspaziergang vor Franks Tod, eine Szene, in der HAL die Funkverbindung zwischen der Discovery und Franks Kapsel unterbricht, sowie einige Aufnahmen der Affen zu Beginn des Films.
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