Abgedrehte Science-Fiction-Vision, in der Bruce Willis in die Vergangenheit reisen muß, um einem weltbedrohendem Virus auf die Spur zu kommen. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz25/z0225553/b150x150.jpg 12 Monkeys

Filmdetails

12 Monkeys

Abgedrehte Science-Fiction-Vision, in der Bruce Willis in die Vergangenheit reisen muß, um einem weltbedrohendem Virus auf die Spur zu kommen.


12 Monkeys
Start: 21.03.1996

Science Fiction

USA 1995
Laufzeit: 131 Min.

Bruce Willis
Madeleine Stowe
Brad Pitt

Regie: Terry Gilliam
Verleih: Concorde

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Im Jahr 2035 haben die Überlebenden des großen Virus von 1997 Zuflucht im Untergrund gefunden. Eine anonyme Autorität schickt den Gefangenen James Cole in die Vergangenheit, um den Ursprüngen des Virus auf die Spur zu kommen. Cole landet prompt im Irrenhaus. Dort lernt er den übergeschnappten Umweltfanatiker Goines kennen, der mit seiner Armee der 12 Monkeys einen spektakulären Terrorakt plant.


Kritik

12 Monkeys

Die Armee der zwölf Affen kommt, und mit sich führt sie einen wunderbar seltsamen, labyrinthartigen Film, dessen Potential an den Kinokassen dennoch nicht hoch genug einzuschätzen ist. In der zweifellos poetischsten Studioveröffentlichung des letzten Jahres schickt Visionär Terry Gilliam seinen Star Bruce Willis durch ein verwegenes Fegefeuer desorientierender Handlungsebenen, das "12 Monkeys" als extrem komplexe Fortführung von "König der Fischer", dem bislang letzten Werk des Ex-Monty-Python-Grafikers, ausweist. Weniger noch als Gilliams bislang größter Wurf "Brazil" läßt sich diese alptraumhafte Filmapokalypse vom Ende der Menschheit auf ein Genre festlegen. Rätselhaft von der einstimmenden Traumsequenz auf einem Flughafen, in der ein Junge mitansehen muß, wie ein Mann niedergeschossen wird, bis zur konsequent erlösenden Schlußsequenz, hangeln sich die "12 Monkeys" wie ein philosophischer Diskurs durch diverseste Spielarten von Science-fiction über Action-Film bis Virus-Thriller, um die altbekannten Themen des Regisseurs neu variiert zu präsentieren. Der Verlust von Identität, die Ausweglosigkeit des Seins, das Streben nach Erlösung, die unsichtbare Linie, die das Normale vom Wahnsinn trennt, und die Angst vor einem alles kontrollierenden Großen Bruder sind Motive, die Gilliam seit seinen ersten Filmen "Jabberwocky" und "Time Bandits" interessieren. Doch noch nie setzte Gilliam seine pessimistische Weltsicht so konsequent um wie in diesem symbolbeladenen Koloß, der einem ungewohnt wenig Humor als rettenden Strohhalm anbietet: Diesem verstörenden Alp ist man mit Haut und Haar ausgeliefert. Dafür hält diese Zeit-Odyssee eines Mannes aus dem Jahr 2035 in die Vergangenheit, wo er nach den Ursprüngen eines für den Großteil der Menschheit tödlichen Virus fahndet, herrlich verzweifelte Bilder verwegener Schönheit parat, die den Zuschauer stets bannen, auch wenn sich erst nach und nach ein Sinn in der Handlung feststellen läßt. Immer wieder wird jener James Cole (ein starker Bruce Willis) von einer gesichtslosen Autorität mit einem Minimum an Zielgenauigkeit ins 20. Jahrhundert geschickt. Denn bevor er das angestrebte Jahr 1996 erreicht, in dem - so besagen die wenigen existenten Indizien - die Terroristenvereinigung 12 Monkeys den tödlichen Virus vermeintlich auf die Menschheit losgelassen hat, verbringt Cole zunächst einige Zeit in einer Irrenanstalt des Jahres 1990 und ein kurzes Gastspiel in einem Schützengraben des Jahres 1918. Daß seine Vorgaben alle falsch sind und nicht, wie erwartet, ein verrückter Professorensohn (Brad Pitt als wild augenrollender Knuddel-Psycho) Verantwortung für den Untergang trägt, sondern er selbst es ist, der im Lauf seiner Aufenthalte den Samen der Zerstörung sät, macht diesen Cole zu einem tragischen Helden, dessen Leidensweg mit der Entdeckung der wahren Hintergründe noch nicht abgeschlossen ist. "12 Monkeys" ist ein genial konstruiertes, sich wild um sich selbst drehendes Puzzlespiel, das seinen Reiz auch daraus bezieht, daß Gilliam nicht bereit ist, alle Teile einzufügen, und zahlreiche lose Enden endlose Interpretationsansätze ermöglichen. Daß dieser Triumph der Fantasie trotz seiner Bilderflut viel Raum für seine glänzenden Schauspieler (neben den bestechenden Willis und Pitt überzeugt auch Madeleine Stowe als Psychiaterin, die Cole zur Seite steht) bereithält, daß trotz großer Szenen die kleinen Momente am nachhaltigsten wirken, unterstreicht, daß Terry Gilliam ein kleiner Geniestreich gelungen ist, der trotz der Weigerung von Zusagen an Kommerzialität mächtig unterhaltsames Kino mit großem Massenanspruch präsentiert. ts.

12 Monkeys

Darsteller:  Bruce Willis  
  Madeleine Stowe  
  Brad Pitt  
  Christopher Plummer  
  Jon Seda  
  Joseph Melito  
 
Regie:  Terry Gilliam  
Drehbuch:  David Webb Peoples  
  Janet Peoples  
Produzent:  Charles Roven  
Ausf. Produzent:  Robert Cavallo  
  Gary Levinsohn  
  Robert Kosberg  
Kamera:  Roger Pratt  
Schnitt:  Mick Audsley  
Musik:  Paul Buckmaster  

"300"-Regisseur: So sieht sein neuer Irrenhaus-Thriller aus

"This! Is! Sparta!"So brüllte Gerard Butler als König Leonidas in einem unvergesslichen Kinomoment den übermächtigen Persern entgegen.

Großansicht In "Sucker Punch" von "300"-Macher Zack Snyder geht Emily Browning (2.v.l.) durch die Psycho-Hölle (Foto: Warner / Entertainment Weekly)

In "Sucker Punch" von "300"-Macher Zack Snyder geht Emily Browning (2.v.l.) durch die Psycho-Hölle (Foto: Warner / Entertainment Weekly)

Großen Anteil am Erfolg des Schlachenspektakels "300" hatte dabei Regisseur Zack Snyder, der den Kult-Comic von Frank Miller in faszinierende Bilder von monochromatischer Bedrohlichkeit und mythischer Schönheit fasste.

Diesen typischen Look hat Zack Snyder nun auch in seinem neuen Werk "Sucker Punch" beibehalten, wie das erste Motiv aus dem Film zeigt, das im US-Magazin Entertainment Weekly erschien.

Diesmal entsteht die fantastische Welt allerdings im Kopf der Patientin einer Irrenanstalt in den 50er-Jahren. Eine junge Frau, Spitzname Babydoll, wird von ihrem Stiefvater dort eingeliefert. Er will, dass an Babydolls Gehirn in fünf Tagen eine Lobotomie vorgenommen wird. Von der operativen Trennung der Verbindung von linker und rechter Gehirnhälfte versprachen sich einige skrupellose Ärzte damals Hilfe bei sogenannten "hoffnungslosen Fällen". Vor dieser Bedrohung flüchtet sich Babydoll in eine Fantasiewelt, in der sie ihren Ausbruch plant. Dazu muss sie fünf Gegenstände stehlen, bevor sie ein ekelhafter Fiesling zu entjungfern droht.

Nach "300" auf den Spuren von Hitchcock, Kubrick & Co.

Einmal mehr also ein heftiger Stoff, den sich Zack Snyder da für "Sucker Punch" vorgenommen hat. Allerdings bietet die Traumwelt eines psychisch angegriffenen Menschen natürlich für einen Regisseur großartige kreative Möglichkeiten - siehe von "Psycho" über "Shining", "12 Monkeys" oder "Fight Club" bis zuletzt "Shutter Island".

Als Hauptdarstellerin schickt Zack Snyder dabei Emily Browning (vorne links) in die geistige Hölle. Die 22-Jährige war unter anderem in "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" und "Der Fluch der 2 Schwestern" zu sehen. Mit Vanessa Hudgens aus "High School Musical" ist zudem ein echter Shootingstar an Bord, auch "Donnie Darko"-Schönheit Jena Malone und "Candy"-Girl Abbie Cornish sind mit von der Partie.

In den deutschen Kinos ist "Sucker Punch" ab 31. März 2011 zu erleben.

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Bruce Willis

Neben Marlon Brando in "Endstation Sehnsucht" trägt Bruce Willis das bekannteste verschwitzte und zerrissene Unterhemd der Filmgeschichte. In...

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Madeleine Stowe

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