Wish I Was Here (2014)

Wish I Was Here Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Wish I Was Here: Tragikomödie von und mit dem "Scrubs"-Star Zach Braff um einen Schauspieler und Familienvater, der beschließt seine Kinder zu Hause zu unterrichten.

Schauspieler Aidan Bloom tingelt auf der Suche nach einem Job durch Los Angeles, seine Frau ernährt die Familie, sein Vater zahlt für die jüdische Privatschule der Kids. Als der erneut an Krebs erkrankt, benötigt er das Geld für die Therapie und Bloom unterrichtet Söhnchen und Tochter zu Hause mit unkonventionellen Methoden mal beim Zaun oder Schwimmbad reparieren, mal beim Ausflug in die Wüste. Nicht nur die Kinder lernen viel über das wahre Leben, auch ihr Daddy lernt viel über sich selbst, seine Stärken und Schwächen.

Aufgrund akuter Geldprobleme beschließt ein Schauspieler in Los Angeles, seine Kinder fortan zu Hause zu unterrichten. Eindringlich erzählte Komödie von und mit Zach Braff, die er weitgehend mit Crowdfunding-Mitteln finanzierte.

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Kritikerrezensionen

  • Das Coming of Age eines Mannes in den mittleren Jahren kleidet Zach Braff in eine Geschichte, bei der man Lachen und Weinen kann.
  • Warmherzige Komödie von “Scrubs”-Star Zach Braff über eine von Lebenskrisen geschüttelte Familie in Los Angeles.

    Nach seinem Kulthit “Garden State” ließ sich Sitcom-Star Zach Braff zehn Jahre Zeit für seine zweite Regiearbeit und finanzierte die Hälfte des Sechs-Mio-Dollar-Budgets durch Crowdfunding über die US-Internetplattform Kickstarter.

    Als Schauspieler Aidan Bloom tingelt er ohne Fortune durch Los Angeles und bewirbt sich in seiner Verzweiflung sogar für die Rolle eines Farbigen. Die Brötchen verdient seine Frau als Sachbearbeiterin. Nur dank der Großzügigkeit seines Vaters können die Kinder eine orthodoxe jüdische Privatschule besuchen. Der benötigt das Geld aber für die teure Therapie, als sein Krebs wieder ausbricht. Bis zu Semesterbeginn in der öffentlichen Schule will Daddy Sohn und Tochter zu Hause unterrichten. Da ihn Bücherwissen langweilt, zieht er mit ihnen los, um Lebenserfahrungen zu sammeln und lernt dabei auch selbst viel über die eigenen Stärken und Schwächen, die eigene Identität.

    Zwischen Braff und Kate Hudson, als seine Frau das Herz des Films, stimmt die Chemie, auch Mandy Patinkin als Großvater und Josh Gad als Aidans durchgeknallter Nerd-Bruder überzeugen. Ganz groß spielt die junge Joey King auf. Sie zieht alle Register als ultra-religiöse Tochter, die sich mit kleinen Trippelschritten in die manchmal schmerzhafte Wirklichkeit wagt. Es gibt bewegende Momente, vor allem wenn sich die Familie am Sterbebett des Großvaters versammelt, die Charaktere sind differenziert und gleichzeitig sympathisch gezeichnet.

    Nur leidet das von Braff und seinem Bruder Adam geschriebene Drehbuch mit autobiografischen Ansätzen unter Themenüberfrachtung. Da werden existenzielle und emotionale Fragen mit viel Indie-Rock im Hintergrund in Eile beackert. Sterben, Vater- und Sohn-Verhältnis, Rolle der Frau als Verdienerin, zwiespältige Haltung zum jüdischen Glauben, Clash zwischen Familienverantwortung und persönlichen Träumen, Eltern-Kind-Beziehung, Coming of Age, sogar sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz werden angesprochen. Und die an die Kindheit erinnernden Fantasie-Szenen als Weltraumheld wiederholen sich ein bisschen zu oft. Insgesamt wäre weniger mehr gewesen, muss einiges zwangsläufig an der Oberfläche bleiben. Auf der anderen Seite brilliert die Geschichte durch ihren trockenen Humor und ihre visuelle Umsetzung. Die Wüste bei Sonnenuntergang oder die Figuren wie Scherenschnittsilhouetten gegen das Licht fotografiert wirken manchmal fast zu schön und plakativ. Trotzdem schwimmt man auf der wohligen Harmoniewelle am Ende gerne mit. mk.
  • Das humorvolle Familiendrama "Wish I Was Here" ist die zweite Kinoregie-Arbeit von Zach Braff ("Garden State"). Der Schauspieler übernimmt die Hauptrolle des Aidan und hat außerdem das Drehbuch gemeinsam mit seinem Bruder Adam J. Braff verfasst. Mehr als die Hälfte des Filmbudgets von sechs Millionen Dollar bekam Zach Braff über Crowdfunding zusammen. Das Ergebnis ist ein gefühlvoller Film, der sein Thema und seine Charaktere ernst nimmt und auf Realitätsnähe wert legt. Allerdings erfüllt die Geschichte die anfänglichen Erwartungen nicht alle, sondern beschränkt sich mit zunehmender Dauer auf einen versöhnlichen, genügsamen Kurs.

    Aidan ist ein Charakter, der sich einer simplen Einordnung in positiv oder negativ, stark oder schwach widersetzt. Gerade das lässt den Möchtegern-Schauspieler und Familienvater so realistisch wirken. Er ist es gewohnt, dass Sarah arbeiten geht und fragt nicht, ob ihr Bürojob sie nicht langweilt. Er ist es auch gewohnt, dass sein Vater die Privatschule für seine Kinder bezahlt, obwohl er mit den dort vermittelten Glaubensinhalten nichts anfangen kann. Doch die Realität holt den selbstbezogenen Mann dann ziemlich unangenehm ein. Als Aidan nämlich den Rabbi, der die Schule leitet, um einen Gebührenerlass bittet, bekommt er zu hören, dass Gott von ihm erwarte, selbst für seine Familie zu sorgen. Etwas Ähnliches predigt ihm ja auch sein Vater immer. Anfangs kontert Aidan noch ganz unschuldig mit seinem Recht auf Selbstverwirklichung. Aber dann wird er gebraucht, weniger materiell, als beziehungsmäßig, und entdeckt seine Stärken.

    Die Charaktere bleiben angenehm geerdet, aber auch ein wenig unscheinbar. So entwickelt man als Zuschauer zwar Sympathie für sie, aber ihre Erkenntnisse und Entwicklungen wühlen nicht auf. Vergnügen bereiten nebenbei immer wieder die kernigen Dialoge, etwa wenn Aidans Kinder den Vater mit schulischen Ansichten konfrontieren, die er nicht mag. Die Botschaft aber, dass man mehr Zeit miteinander verbringen soll, legt sich wie eine warme Decke über alle anderen Themen.

    Fazit: Zach Braffs humorvolles Drama "Wish I Was Here" plädiert mit seinen realistischen Charakteren für mehr echtes Miteinander in der Familie, aber das Filmvergnügen und der emotionale Schmusekurs kommen sich in der zweiten Hälfte ein wenig in die Quere.
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