War Photographer (2001)

War Photographer Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

War Photographer: Für den Oscar nominierter Dokumentarfilm über James Nachtwey, den berühmtesten Kriegsfotografen der Welt.

Getreu dem Motto seines Vorbildes Robert Capa, das da lautet \”Wenn das Bild nicht gut ist, dann war der Photograph nicht nah genug dran\”, geht der 1948 in Massachusetts geborene Kriegsphotograph James Nachtwey näher ran als jeder andere seiner aktiven Kollegen. Kosovo, Palästina, Ruanda, Indonesien und Afghanistan heißen die Stationen, auf der die Kamera den Ausnahmejounalisten begleitet und dabei sowohl hautnahen Einblick in dessen Arbeit als auch in Situationen vor Ort vermittelt.

Eine wohlverdiente Oscar-Nominierung für den besten Dokumentarfilm gab es für Christian Freis packende Dokumentation. Eine echte Empfehlung für all jene, die gerne hinter Kulissen und zwischen (Schlag-)Zeilen blicken.

James Nachtwey gilt als der bedeutendste Kriegsfotograf der letzten Jahrzehnte. Stets ist er an den Krisenherden dieser Welt zu finden, da, wo von Menschen ausgelöste Katastrophen stattfinden: Kosovo, Palästina, Ruanda, Afghanistan. Mit seinen dort entstandenen Fotos will er aufrütteln und aufklären – oft gegen unerwartete Widerstände.

Packendes Portrait von James Nachtwey, der als der bedeutendste Kriegsfotograf der letzten Jahrzehnte gilt. Dokumentarfilmer Christian Frei beobachtet ihn bei der Arbeit und versucht eine Antwort darauf zu finden, was für ein Mensch man sein muss, um diesem Beruf nachzugehen.

Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Bilder des amerikanischen Kriegsfotografen James Nachtwey zieren nicht nur weltweit Magazine wie “Time”, “Stern” oder “Geo”, sein Werk wurde auch vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Dem Schweizer Regisseur Christian Frei gelingt mit dieser Doku das vielschichtige Porträt eines Mannes, der die oft beschönigende Darstellung in den Massenmedien durch Wahrhaftigkeit korrigiert und trotz allem Grauen immer noch hofft, Menschen aus ihrer Gleichgültigkeit aufzurütteln.

    Kriegsfotografen gelten oft als zynisch, abgebrüht und emotionslos. Keine dieser Eigenschaften finden sich bei dem berühmten Fotografen James Nachtwey, der seit 20 Jahren in allen Krisengebieten der Welt zu Hause ist. Der grauhaarige 53-Jährige wirkt eher schüchtern, introvertiert und wortkarg. Christian Frey begleitete ihn zwei Jahre bei der Arbeit in Regionen wie Indonesien, Kosovo oder Palästina. Kleine Mikrokameras wurden oft an Nachtweys Fotokamera befestigt und nahmen den Blick des Fotografen, seine Bewegung und seinen Atem auf, ohne dass eine Film-Crew die intensive und angespannte Atmosphäre störte. Kollegen und Freunde kommen zu Wort, Nachtwey selbst spricht über seine Motivation für den gefährlichen Job und seine Gefühle, wenn er den Menschen mit der Kamera ganz nahe kommt. Er ist immer mittendrin im Geschehen, nicht aus Sensationslust, sondern weil er glaubt, mit seinen Bildern auch etwas verändern zu können, “Ohne die Bilder von Bürgerkrieg und Hunger in Somalia wäre niemand dort eingeschritten, ohne die Fotos aus Bosnien wäre der Krieg vielleicht immer noch nicht beendet”, so sein Fazit. Das Elend ganz normaler Leute, die explodierende Gewalt, der vergebliche Kampf um ein Stück menschenwürdiges Leben – er dokumentiert soziale und kriegerische Konflikte. Als seine schlimmste Erfahrung bezeichnet der Kriegsreporter den Genozid in Ruanda, ein “Express-Fahrstuhl zur Hölle”. Seine Aufnahmen von Hungernden auf dem schwarzen Kontinent sind nie voyeuristisch, sondern vermitteln eindringlich das lautlose Massensterben, sein Blick auf die Armen Indonesiens, die an Bahngleisen leben, erschüttert durch Direktheit. Er hat seine eigene Bibliothek des Leidens im Kopf, formuliert Christiane Breustedt, Chefredakteurin von “Geo Saison”. Nachtwey, einer der ersten Fotografen auf “Ground Zero”, dokumentierte nicht nur die aktuelle Situation dort, sondern auch die Auswirkungen des Anschlages in der Zeit danach. Ob in den Ruinen des WTC oder im Tränengas von Ramallah, er sucht besessen nach dem besten Bild. Diese Suche ist Antriebsfeder seines Lebens, “pushing the limits” lautet seine Maxime. “War Photographer” (Oscar-Nominierung 2002) gehört zu den Dokumentarfilmen, die ihre Spannung aus dem Protagonisten ziehen. Die Annäherung an den spröden Künstler geschieht langsam, nach und nach lernt man den Menschen hinter der Fotokamera kennen, der vor der Not des anderen Respekt zeigt. Und sieht seine Bilder plötzlich mit anderen Augen. mk.

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