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Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (1997)

Originaltitel: Wag the Dog
Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt: Ein "Dr. Seltsam" für die Neunziger. Zynisch-nihilistische Polit- und Mediensatire.

Elf Tage vor der Wahl wird der US-Präsident von einer Anschuldigung eingeholt, er habe im Weißen Haus Sex mit einer Pfadfinderin gehabt. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, will der Spin Doctor Brean die Öffentlichkeit mit einem Krieg ablenken. Weil gerade kein Konflikt greifbar ist, bleibt nichts anderes übrig, als einen zu inszenieren. Dafür sichert sich Brean die Talente des Hollywood-Produzenten Motts.

Als wenige Tage vor der Wahl bekannt wird, daß sich der US-Präsident auf eine Affäre mit einer minderjährigen Pfadfinderin eingelassen hat, ist seine Wiederwahl gefährdet. Gemeinsam mit Beraterin Winifred Ames versucht Krisenstabsmitglied Conrad Brean vom Skandal abzulenken. Deshalb beauftragt Brean den Hollywood-Produzenten Motss, einen spektakulären TV-Krieg zu inszenieren. Die beispiellose Manipulationsmaschinerie funktioniert perfekt – denn plötzlich steigen die Sympathien für den Präsidenten wieder ins Unermeßliche.

Der Präsident soll eine Pfadfinderin verführt haben. Um die Öffentlichkeit abzulenken, inszeniert Spin Doctor Brean einen kleinen Krieg – mit Unterstützung aus Hollywood. Stargespickte, zynisch-nihilistische Polit- und Mediensatire von Barry Levinson.

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Kritikerrezensionen

  • Ein “Dr. Seltsam” für die 90er: ausgerechnet zur Jahreszeit der wohlintentionierten Humanitätsepen (siehe “Amistad”, “The Boxer”, “Good Will Hunting” etc.) läßt New Line diese vernichtend zynische Polit- und Mediensatire über einen vorgetäuschten Krieg Amerikas mit Albanien, der dem Präsidenten die gefährdete Wiederwahl sichern soll, vom Stapel. Ein hündischer Schnellschuß, von Barry Levinson während des Produktionslimbos von “Sphere” nach einem Drehbuch von David Mamet binnen vier Wochen mit einem Budget von 15 Mio. Dollar heruntergerissen, der vor allem dann besonders bissig und tollwütig wird, wenn Dustin Hoffman die Szenerie betritt. Sein aberwitziges Porträt eines mit allen Wassern gewaschenen Hollywood-Produzenten – Hoffmans beste Leistung in diesem Jahrzehnt – ist der Adrenalinstoß, der “Wag the Dog” zur Komödie der Saison macht.

    Wie ein bösartiger Bruder von “Bob Roberts” macht sich dieser für Hollywood-Verhältnisse geradezu radikal-nihilistische Rundumschlag im Jahr Sieben nach dem Golfkrieg daran, Oliver Stones Verschwörungsparanoia wie harmoniebedürftige Pazifismusmanifeste anmuten zu lassen. Nichts ist heilig, wenn Barry Levinson – im Stil zwischen Stones fiebrigem Deliriumkino und der Banalität des Reality TV schwankend – den Schwanz mit dem Hund wedeln läßt. Immer bereit, eloquent Seitenhiebe gegen Clinton, Reagan und die verlogene Berichterstattung von der Irakfront auszuteilen, bereitet er die Bühne für die zwei Vollprofis Hoffman und Robert De Niro, die dem Präsidenten höchstselbst aus einer Bredouille helfen sollen – und als Schauspieler sichtbaren Spaß daran haben:

    Nur elf Tage vor den Wahlen wird das Staatsoberhaupt von einer Anschuldigung eingeholt, er habe sich einer Besucherin des Oval Office, obendrein minderjährig, sexuell aufgedrängt. De Niro als völlig amoralischer Spin Doctor für Politkrisen aller Art weiß das Rezept, um den Skandal abzuwenden: die Öffentlichkeit muß mit einem Krieg abgelenkt werden. Da gerade kein Konflikt greifbar ist, bleibt nichts anderes übrig, als einen zu inszenieren. Bühne frei für den Hollywood-Produzenten Stanley Motss, mit dessen Auftritt “Wag the Dog” abhebt.

    Braungebrannt, mit gelackter Haartolle und voller Showbiz-Weisheiten erinnert Hoffman vor allem an den einstigen Paramount-Studiochef und “Chinatown”-Produzenten Robert Evans, doch der ist nur Ausgangskoordinate für ein furioses Porträt eines Hollywood-Players alter Schule, der einem trotz aller Glattheit, Amoral und Verachtung des eigenen Publikums ans Herz wächst – so daß sein Fall am Ende des Films durchaus auch schmerzt. Amerikas Krieg mit Albanien (“Warum Albanien?” – “Warum nicht?”) bereitet Stanley vor, als müsse er die Marketingkampagne seines nächsten Blockbusters ausarbeiten. Mit kindlichem Vergnügen werden patriotische Lieder (der Titelsong zum Krieg!) komponiert, Aufnahmen vom Kriegsschauplatz im Studio nebenan fabriziert und ein guter amerikanischer Held (Woody Harrelson) erfunden, der sich als gemeingefährlicher Psychopath entpuppt, als er der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

    Anders als “Dr. Seltsam” sucht “Wag the Dog” sein Heil nicht in der Apokalypse. Die Zeiten haben sich geändert. Aber die unzögerliche Bereitschaft, mit der David Mamets brillantes Buch die absolute Regentschaft des Fernsehens über das amerikanische Leben anerkennt, ist kaum minder erschreckend. Diese Realisation wird goutierbar gemacht von einer Galavorstellung zweier Superstars, die nie besser waren. Während der eine (Hoffman) Vollgas gibt, hat der andere (De Niro – so gut und zurückhaltend wie in “Jackie Brown”) die Größe, seinem Kollegen die Bühne zu überlassen – und selbst über dessen wunderbare Darstellung zu staunen. Über sie wird bei der Berlinale gesprochen werden. ts.

Darsteller und Crew

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