Vater Morgana (2010)

Vater Morgana Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vater Morgana: Leicht und locker erzählte Komödie mit sentimentalen Touch, in der Christian Ulmen und Michael Gwisdek ihre komplizierte Vater-Sohn- Beziehung in den Griff kriegen müssen.

Eigentlich ist Lutz ganz froh, dass sich sein Vater Walther vor Jahren aus dem Staub gemacht hat. Denn der war sowieso nie da, wenn man ihn wirklich mal gebraucht hätte. Doch ausgerechnet als der Angestellte einer Werttransportfirma seiner Freundin den lang geplanten Heiratsantrag machen will, platzt sein Vater wieder in sein Leben und bringt alles durcheinander. Denn Walther ist nicht nur kriminell, er leidet auch an Alzheimer, kann sich also an nichts erinnern, auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes.

Sein nach Jahren zurückgekehrter krimineller Vater leidet an Alzheimer und bringt Chaos in Lutz’ Leben. Leichte Dramödie von Regisseur Till Endemann (“Das Lächeln der Tiefseefische”), mit Christian Ulmen und Michael Gwisdek.

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Kritikerrezensionen

  • In einer Beziehungs- und Polizeifilmkomödie kann Christian Ulmen nicht mehr überraschen. Genauso unüberraschend kommt dann auch die Handlung von „Vater Morgana“ daher, der Film lebt von vielen kleinen Momenten. Da gibt es die mit Pfeffer gefüllten Gummigeschosse, die Lutz nicht von Kaugummi unterscheiden kann. Im Laufe des Films werden diese zum Running Gag und sie werden letztlich von einem Polizisten als Kaugummi verwendet. Es gibt auch beeindruckende sentimentale Momente, zum Beispiel von Walther bei seinen Showauftritten im Altersheim. Gleichermaßen können diese einzelnen Szenen in ihrer wirren Zusammenstellung den Film nicht gänzlich tragen.

    Zu viele Ungereimtheiten während Lutz’ und Walthers Flucht stoßen immer wieder auf. Die Geschichte ist einfach zu widersprüchlich, so dass erfahrene Kinogänger und Fernsehzuschauer wissen, dass die Fahndungsmethoden der Polizei nicht denen, des hier vorgestellten Amateurvereins entsprechen. Zu Gunsten des Plots wird oft jede Logik übergangen. Eine Welt ohne DNA-Analyse, Fingerabdrücke, Handyortung und Rasterfahndung ist nicht die des 21. Jahrhunderts und kann heute nur in einer seichten Komödie existieren.

    Doch auch auf dieser Ebene nutzt „Vater Morgana“ sein Potenzial nicht aus. Die Figuren sind stets stereotyp gut oder böse und alle Handlungselemente sind meist nur Mittel zum Zweck. Da kommt sich der Zuschauer irgendwo betrogen vor und ärgert sich, dass er das alles schon mal gesehen hat. Zudem scheint der Film auch in seinen Bildern mehr fürs Fernsehen geeignet, als fürs Kino: ästhetisch wenig überraschend und in ihrem Aufbau ganz dem Fernsehfilm angeglichen.

    Wirklich erfreulich ist, wenn einige der Darsteller in einzelnen Augeblicken ihre großen Momente haben. Ulmen ist – wenn auch routiniert – in seinem Element als unbeholfener Schussel, und Felicitas Woll gelingt es außerordentlich gut, die Selbstzweifel von Annette rüberzubringen. Auch Michael Gwisdek spielt großartig und so wird „Vater Morgana“ von den Fähigkeiten seines Ensembles getragen, auch wenn dieses kitschig und etwas uninspiriert inszeniert ist. Das ist schade, denn mit einem ausgereifterem Buch und mehr Experimentierfreude hätte „Vater Morgana“ ein kultiger Film werden können.

    Fazit: Etwas biedere Komödie mit einigen schönen Momenten.
  • Leicht und locker erzählte Komödie mit sentimentalen Touch, in der Christian Ulmen und Michael Gwisdek ihre komplizierte Vater-Sohn-Beziehung in den Griff kriegen müssen.

    Gleich zwei Regisseure behandeln aktuell das Thema Alzheimer in ihren Filmen. Während Bruno Chiche sich in seiner Bestselleradaption “Small World” eher auf dramatische Weise dem Thema Gedächtnisverlust im Alter widmet, trägt Till Endemanns Variante eindeutig komödiantische Züge, ohne die Tragik dahinter zu vernachlässigen. Für die Hauptrollen in “Vater Morgana”, einer etwas anderen Liebesgeschichte zwischen Vater und Sohn, konnte der Regisseur von “Das Lächeln der Tiefseefische” zwei höchst populäre Darsteller gewinnen: Christian Ulmen und Michael Gwisdek.

    Der Film beginnt mit einer wunderbaren Einstellung: Zwei Beinpaare – ein kürzeres unbehaartes und ein längeres behaartes – baumeln an einem Steg über dem Wasser. Das eine gehört Lutz, das andere seinem Vater Walther. Beide angeln gerade zusammen. Doch solch innige Momente wird es im Leben der beiden nicht oft geben. Denn immer, wenn der Sohn seinen Vater wirklich gebraucht hätte, hat sich dieser aus dem Staub gemacht. Mittlerweile ist Lutz (Ulmen) erwachsen und kommt ganz gut allein zurecht. Er ist zwar ein bisschen schusselig und schüchtern, hat aber einen ordentlichen Job bei einer Werttransportefirma und eine hübsche Freundin. Als er seiner Annette (Felicitas Woll) auf der Firmenfeier vor versammelter Mannschaft und zu den Klängen von Münchner Freiheits “Ohne Dich schlaf ich heut’ Nacht nicht ein” einen Heiratsantrag machen will, passiert der Super-GAU. Der verschollene Walther (Gwisdek) steht plötzlich in der Tür und bringt Lutz dermaßen aus dem Konzept, dass er darüber seinen ursprünglichen Plan vergisst. Von nun an ist im Leben des kleinen Wachmanns nichts mehr so wie es einmal war. Denn alles, was Walther in seinem jämmerlichen Dasein jemals anfasst, geht gründlich schief. Und das Schlimmste ist: Der abgehalfterte Sänger von Sinatra-Songs leidet an Alzheimer, kann sich an seine Taten nicht mehr erinnern – auch nicht an den Überfall auf einen Werttransport der Firma seines Sohnes, mit dem er sich seiner finanziellen Sorgen ein für alle Mal entledigen wollte. Lutz ist verzweifelt, will Walther lieber heute als morgen wieder loswerden, doch bringt es ein Sohn tatsächlich fertig, den eigenen Vater hinter Gitter zu bringen, zumal dieser nach eigene Aussage “im Gefängnis Atemnot kriegt”?

    “Vater Morgana” lebt vor allem von seinen beiden großen Komödianten, wobei Ulmen nur seine vorangegangenen Rollen aus “Maria, ihm schmeckt’s nicht!” oder “Jerry Cotton” zu variieren braucht. Gwisdek hat ein paar bemerkenswerte Auftritte als Harald Juhnke/Frank Sinatra Double und einige pointierte Oneliner wie “Bei schönen Frauen geht bei mir die Lokomotive los”. Weil die Vater-Sohn-Story auch viele bewegende, ans Herz gehende Momente hat, der kriminalistische Teil (besonders das “Nachspielen” des Überfalls, um dem Vater das Erinnern zu erleichtern) viel Komik besitzt und die Nebencharaktere wie Heinz Hoenig als verständnisvoller Chef oder Marc Hosemann als nerviger Polizist zusätzlich für Tempo und Abwechslung sorgen, dürfte die Romantikkomödie im Fahrwasser von Til Schweigers “Barfuß” oder auch “Keinohrhasen” ihr Publikum durchaus finden. lasso.

Darsteller und Crew

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