Vanilla Sky (2001)

Vanilla Sky Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vanilla Sky: Raffinierter Psychothriller mit Hitchock-Elementen, in dem einem Millionär nach einem entstellenden Autounfall merkwürdige Dinge widerfahren.

Um eine Geliebte loszuwerden, flirtet Sunnyboy David mit Sofia. Später lässt er sich von der Geliebten nach Hause fahren, die den Wagen aus Enttäuschung über eine Brücke lenkt. Sie stirbt, David überlebt entstellt. Alle wenden sich von David ab, bis sein Gesicht in einer Operation wieder hergestellt werden kann und Sofia ihm ihre Liebe gesteht. Dann geschieht Merkwürdiges…

Der New Yorker Geschäftsmann David Aames stand bislang auf der Sonnenseite des Lebens. Eines Abends jedoch verliebt er sich in die bezaubernde Sofia. Doch seine langjährige Affäre Julie hat etwas dagegen. Nach einem heftigen Streit kommt es zu einem Autounfall, bei dem Julie stirbt und Davids Gesicht aufs Grausamste entstellt wird. Etliche Operationen später scheint Aames genesen, da läuft ihm Sofia erneut über den Weg, nur um kurz darauf spurlos zu verschwinden. Stattdessen taucht Julie wieder auf und behauptet felsenfest, sie sei Sofia…

Der Geschäftsmann David Aames verliebt sich in die bezaubernde Sofia. Nach einem heftigen Streit mit seiner Geliebten Julie kommt es zu einem Autounfall, bei dem Julie stirbt und Davids Gesicht entstellt wird. Etliche Operationen später trifft Aames erneut auf Sofia, die aber kurz darauf verschwindet… In seinem Remake von Alejandro Aménabars Psycho-Verwirrspiel “Abre los ojos” kann sich Regisseur Cameron Crowe auf die Chemie zwischen dem Liebespaar Tom Cruise und Penélope Cruz verlassen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • “Öffne deine Augen!” – so lautet nicht nur die Übersetzung des Titels von Alejandro Amenábars “Abre Los Ojos” aus dem Jahr 1997, dem Cameron Crowes erster Film nicht nach eigenem Drehbuch zu Grunde liegt, es ist auch ein gängiger Ausdruck, um das Ende einer Hypnose zu signalisieren. Mit just jenen ebenso aufschlussreichen wie anleitenden Worten beginnt das von Cameron Crowe (“Vanilla Sky” war ursprünglich einer der Arbeitstitel seiner Rock’n’Roll-Ode “Almost Famous”) Popkultur-bewusst inszenierte Remake des vielschichtigen Psychothrillers. Die komplexe Story dreht sich um einen narzisstischen Playboy, für den nach einem Autounfall die Grenzen zwischen Realität und (Wach)Traum verschwimmen. In der Protagonistenrolle findet sich Mr. Moviestar Tom Cruise, der mit Penelope Cruz (wiederholt ihre Rolle aus dem Original) und Cameron Diaz (“3 Engel für Charlie”) ein bizarres Beziehungsdreieck eingeht.

    Cruise war von Amenábars surrealem Psychogramm dermaßen angetan, dass er nicht nur die Remakerechte erwarb, sondern auch gleich dessen erfolgreiches US-Debüt “The Others”, mit seiner Exfrau Nicole Kidman in der Hauptrolle, koproduzierte. Die Regie der ehrfürchtigen Neuadaption wurde wiederum von Cameron Crowe übernommen, mit dem Cruise bereits bei “Jerry Maguire – Spiel des Lebens” zusammengearbeitet hatte. Crowe war von den Fragen fasziniert, inwieweit Popkultur das Bild, das man von sich selbst hat, beeinflusst haben könnte und welche Konsequenzen beiläufiger Sex (und sonstiges gedankenloses Handeln) nach sich ziehen kann. Ersteres ist für eine Vielzahl von Referenzen (z.B. Poster von “Außer Atem” und “Jules und Jim”, die Hülle eines Bob-Dylan-Albums, ein Hologram von John Coltrane, ein Videoclip von Björk und selbst eine Ausgabe von “Erinnerungen, Träume, Gedanken” des Psychoanalytikers C.G. Jung) verantwortlich, während letzteres Dreh- und Angelpunkt der Gedanken anregenden Geschichte bildet.

    David Aames (Cruise findet in seiner hervorragenden Darstellung das rechte Maß an Humanität und Humor) ist ein steinreicher und attraktiver Lebemann, der die bildhübsche Julie (Diaz) lediglich als eine lockere Bettgefährtin sieht. Sie ist ihm lästig, als er bei seiner Geburtstagsparty die charismatische Tänzerin Sofia (Cruz) kennenlernt, die er seinem besten Freund Brian (Jason Lee) ausspannt. Nach einer Nacht voller gewitzter verbaler Schlagabtausche sieht David, wie er sagt, “die Möglichkeit von wahrer Liebe gegeben”. Doch am nächsten Morgen begegnet ihm Julie, die ihn überredet, in ihr Auto einzusteigen, das sie in ihrer Eifersucht und Wut über ihre verschmähte Liebe von einer Brücke fährt. Sie stirbt, David hingegen überlebt mit fürchterlich entstelltem Gesicht. Da die Erzählstruktur sich in Vor- und Rückblenden entfaltet, sieht man David mit einer Latexmaske immer wieder in einer Gefängniszelle mit dem Psychiater McCabe (Kurt Russell), der seine Zurechnungsfähigkeit für einen zunächst nicht weiter spezifizierten Mord feststellen soll. In Folge verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität komplett, so dass sich nicht mehr die Frage stellt, ob David einen Traum erlebt, sondern an welcher Stelle der Erzählung er beginnt.

    Die unerwartete Auflösung des Rätselspiels wagt sich in Science-Fiction-Gefilde, schneidet Themen wie fortgeschrittene Tieffriertechnik für Menschen an und taucht tief in trügerische Manipulationen des Unterbewusstseins ein. An dieser Stelle werden entfernte Parallelen zu “A.I. – Künstliche Intelligenz” von Steven Spielberg, der einen Cameoauftritt absolviert und zugleich Regisseur von Cruises nächstem Film, “Minority Report”, ist, ebenso wie zu Kubricks “Eyes Wide Shut” mit Cruise in der Hauptrolle geweckt. Mehrfach werden zwei oder mehr Möglichkeiten als Realität angeboten, wie gleich zu Beginn, als David durch ein Menschen leeres Manhattan fährt und dies anschließend mit einer rekonstruierten realistischen Version ersetzt wird. Der Reiz für den Zuschauer besteht darin, die verschiedenen Hinweise aufzugreifen, um sich im vertrackten Psycholabyrinth zurechtzufinden. Ein hypnotisch-faszinierendes Rätselraten ist garantiert. ara.

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