Unter Verdacht: Die falsche Frau (2008)

Unter Verdacht: Die falsche Frau Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Unter Verdacht: Die falsche Frau: Eva Maria Prohacek ermittelt unter Frauen...

Vor den Augen der entsetzten Kriminalrätin Prohacek springt eine junge Polizistin in die Tiefe. Sie war Mitglied eines Trauerkreises, in den sich auch die Ermittlerin einschleusen lässt. Prohacek entdeckt, dass sich hinter der Einrichtung eine auf Provision basierende systematische Abzocke verbirgt. Eine kurz zuvor erschossene Frau war ebenfalls Mitglied des “Lebenskreises”. Die Tatwaffe stammte aus der Asservatenkammer. Die Spur führt ins Landgericht.

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Kritikerrezensionen

  • Meistens reibt sich Eva Maria Prohacek ja im Kampf gegen die “Großkopfeten” auf. Diesmal aber widmet sich die interne Ermittlerin der Münchener Polizei einem Phänomen, das tagtäglich viele Menschen viel Geld kostet: weil sie Mitglied so genannter Schenkkreise sind. Die funktionieren nach dem Schneeballsystem: Eine zentrale Figur überredet gutgläubige Zeitgenossen, ihr eine bestimmte Summe zu schenken. Die anderen müssen nun ebenfalls Menschen finden, die mitmachen, und auf diese Weise zieht die Aktion Kreise. Allerdings profitieren nur die ersten Mitglieder. Um noch in der zehnten Generation der geworbenen Teilnehmer in den Genuss des Geldsegens zu kommen, müssten sich theoretisch mehrere Millionen Menschen beteiligen.

    Geschickt verpackt Regisseurin Isabel Kleefeld, die das Drehbuch gemeinsam mit Oliver Pautsch schrieb, diesen Teil der Handlung in einen packenden Krimi. Der Film beginnt, wie sich das gehört, mit einem Mord: Eine Frau wird im Wald erschossen. Kurz darauf gibt es eine zweite Tote: Vor den Augen der entsetzten Kriminalrätin (Senta Berger) springt eine junge Polizistin vom Dach eines Hauses in die Tiefe. Sie hatte beschlagnahmtes Geld gestohlen, wollte es aber später zurückzahlen. Ein Anhänger am Hals der Frau bringt Prohacek auf die Spur: Die Tote war Mitglied eines Trauerkreises, in den sich auch die Ermittlerin einschleusen lässt. Das fällt ihr nicht schwer, schließlich hat sie vor einigen Jahren ihren Sohn verloren. Sie entdeckt, dass sich hinter dem humanistischen Motto der Einrichtung “Lebenskreis” in Wirklichkeit eine auf Provision basierende systematische Abzocke verbirgt. Auch die eingangs erschossene Frau war Mitglied des Trauerkreises. Die Tatwaffe stammte wie das unterschlagene Geld aus der Asservatenkammer. Der Fall scheint gelöst, doch Prohacek glaubt nicht an einfache Lösungen. Tatsächlich findet sich eine Spur, die ausgerechnet ins Landgericht führt.

    Am Ende geht es also doch wieder um die großen Tiere, und selbstredend hat sich auch Prohacek-Chef Claus Reiter (Gerd Anthoff) die Finger schmutzig gemacht. Dass Kleefeld, für ihren Eifelkrimi “Arnies Welt” mit einem Adolf Grimme Preis ausgezeichnet, die Kriminalrätin diesmal überwiegend unter gewöhnlichen Sterblichen ermitteln lässt, gereicht dem Film aber mitnichten zum Nachteil, zumal auf diese Weise Prohaceks private Seite wieder stärker zum Tragen kommt. Auch ihr Kollege Langner (Rudolf Krause) darf ein bisschen Privatleben genießen und sich in eine Kollegin vergucken. Kleefeld inszeniert den Film ohnehin überaus dicht, konzentriert sich dabei aber voll und ganz auf ihre vorzüglichen Darsteller. “Unter Verdacht” bleibt auch weiterhin eine der besten Krimi-Adressen am Wochenende. tpg.

Darsteller und Crew

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