Und morgen Mittag bin ich tot (2013)

Und morgen Mittag bin ich tot Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Und morgen Mittag bin ich tot: Herzzereißendes Drama über die todkranke Lea, die selbstbestimmt in den Tod gehen möchte. Doch ihre Mutter kann diese Entscheidung nicht akzeptieren.

Der 22jährigen, schwer an Mukoviszidose erkrankten Lea geht es immer schlechter. Die selbstbewusste und starke junge Frau will sich nicht länger quälen und beschließt nach Zürich zu reisen, um sich dort mit ärztlicher Hilfe umzubringen. Sie lädt ihre Mutter, Großmutter und Schwester ein, sie zu ihrem Geburtstag zu besuchen, ihren geplanten letzten Tag gemeinsam zu verbringen. Ihre Mutter ist schockiert, will nichts davon hören. Doch im Laufe der gemeinsamen Zeit kann auch sie der Tochter ihren Wunsch nicht verwehren und sie unterstützt sie.

Eine todkranke junge Frau will selbstbestimmt in den Tod gehen, doch ihre Mutter will die Entscheidung erst nicht akzeptieren. Bewegendes Drama mit positiven Zwischentönen, das die Thematik Sterbehilfe eingehend recherchiert hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Drama über eine schwerkranke junge Frau, die selbstbestimmt in den Tod gehen möchte.

    Mit einem bewegenden, ja herzzerreißenden Film gibt Frederik Steiner sein Kinoregiedebüt. Taschentücher sind ein Muss, keiner wird den Kinosaal verlassen, ohne geweint zu haben. Dabei meidet die Geschichte der unter Mucoviszidose im Endstadium leidenden Protagonistin Lea, die ihre Familie nach Zürich einlädt zu ihrem Geburtstag, der auch ihr Todestag sein soll, Pathos und Kitsch. Dass das funktioniert liegt am mit dem Tankred-Dorst-Preis ausgezeichneten Drehbuch von Barbara te Kock mit seinen sympathischen Figuren, der zurückhaltenden Inszenierung und vor allem an der hervorragenden Performance von Liv Lisa Fries in der Hauptrolle. Sie wurde dafür bereits mit dem Bayerischen Filmpreis und beim Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin geehrt. Fries stattet Lea mit patenten Humor, natürlichen Charme und Selbstbewusstsein aus, zeigt aber auch ihre Verzweiflung und Panik im Angesicht der fortschreitenden Krankheit und des bevorstehenden Todes. Die Rolle fordert sie auch körperlich, Leas durchgehende Atemnot – jeder Atemzug ist ein Kampf – und vereinzelte Hustenkrämpfe lassen den Zuschauer mitleiden. Steiner lässt ihn aber auch über Dialogwitz und Situationskomik schmunzeln, wenn etwa Lea sich auf der Hoteltreppe über ihre Langsamkeit lustig macht. Trotz sorgfältiger Recherche gerät die Schilderung der Krankheit nie ins Klinische. Dem Film geht es auch nicht darum, die aktuelle Diskussion um Sterbehilfe zu befeuern, er liefert einen feinfühligen Beitrag dazu. “Und morgen Mittag bin ich tot” fokussiert sich vielmehr auf ein individuelles Schicksal, erzählt nach den klassischen Regeln des Unterhaltungskinos auch die Geschichte einer Familie und wie die einzelnen Mitglieder mit der Entscheidung Leas umgehen. Die burschikose Schwester (überzeugend: Sophie Rogall) und Großmutter (Kerstin de Ahna) unterstützen Lea in ihrem Unterfangen, die Mutter (Lena Stolze) ist erst schockiert, will nichts davon hören, doch nach gemeinsamen Geburtstagsessen und Gesprächen mit der Ärztin (Bibiana Beglau) der Sterbebegleitungsorganisation, ist auch sie bereit, Lea beizustehen. Dem warmherzigen Ton des Films entsprechend sind auch die Bilder des winterlichen Zürich in warmen Farben gehalten. Mag die Nebenhandlung um einen psychisch kranken jungen Mann vielleicht etwas konstruiert wirken, das Drama mit seinem starken Frauenensemble bewegt. hai.

Darsteller und Crew

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