Umständlich verliebt (2010)

Originaltitel: The Switch
Umständlich verliebt Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Umständlich verliebt: Romantische Liebeskomödie über die besten Freunde Kassie und Wally, die über schicksalhafte Umwege zu einer Liebesbeziehung finden.

Kassie ist 40 Jahre alt, Single und wünscht sich um jeden Preis ein Baby. Ihr bester Freund Wally, der heimlich Gefühle für Kassie hegt, versucht vehement, ihr diesen Wunsch auszureden. Doch Kassie entschließt sich alldem zum Trotz, ihrem Glück etwas nachzuhelfen, und probiert es mit einem attraktiven Samenspender. Der Versuch glückt. Doch als Wally sieben Jahre später auf Kassies Sohn trifft, beschleicht ihn ein eigenartiges Gefühl, denn er entdeckt so einige augenfällige Gemeinsamkeiten mit dem kleinen Jungen.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie gut, dass irgendjemand mal das dramaturgische Konstrukt des „Besten Freundes“ erfunden hat. Eine ganze Filmindustrie lebt davon, eine ganze Kategorie des romantic-comedy-Genres könnte ohne nicht auskommen: Ohne diesen Diskurs um die Frage, ob es Freundschaft zwischen Mann und Frau geben könnte, bei der der Sex außen vor bleibt. Immer sind dabei die Männer die Untergebutterten, die eigentlich mehr wollen, immer ist klar, dass der Mann Marke „Bester Freund“ damit auch recht hat, immer geht es darum, dass die Frau das doch endlich auch erkennt; zumindest, nachdem der Mann ein paar Entwicklungsschritte durchgemacht hat.

    „Sie hat dich als besten Freund abgelegt, vor Jahren schon, da kommst du nicht raus“: dieser Satz aus dem Munde von Jeff Goldblum als Leonard trifft das Dilemma von Jason Bateman als Wally genau, der mehr will von seiner verehrten Kassie als Gespräche und Zuneigung. Damit benennt der Satz den Konflikt, um den sich „Umständlich verliebt“ wie auch viele andere Filme drehen. Der Satz zeigt auch das zweite wichtige Konstrukt: Jedem Partner des Traumpaares, das sich finden muss, ist je ein gleichgeschlechtlicher Freund zum Reden beigeordnet: Der Freund des besten Freundes hat keine sexuelle Funktion und ist auch niemals Nebenbuhler.

    Jeff Goldblum ist perfekt für diese Rolle. Wie auch Juliette Lewis als beste Freundin von Kassie. Jennifer Aniston als Kassie ist wie in jeder ihrer Rollen: hübsch und auf der Suche nach der Liebe, womit sie sich in komplizierte Beziehungsnöte verstrickt. Soweit geht der Film in seiner Formel völlig auf. Jason Batemans Charakter Wally steht da leider außen vor. Der soll nämlich einen Stadtneurotiker darstellen mit allen typischen Facetten: Hypochondrie, Weltzweifel, Weltschmerz, fehlendes Selbstbewusstsein, Existenzangst. Jedoch wird seine Figur des zagenden Denkers zum antriebslosen Langweiler, der an allem rumnörgelt.

    Wodurch der schöne Plan des Films in sich zusammenfällt: Weil der „Beste-Freund“-Typ lahm ist und weil man als Zuschauer nicht weiß, warum Kassie ihn überhaupt jemals als Freund anerkannt haben sollte. Schnell merkt man, dass diese Figur sehr mangelhaft konzipiert ist und somit der Plot nicht richtig funktionieren. Diese Zwickmühle nun könnte man mit Witz auffangen, mit einem gewissen absurden Humor, wie ihn die beiden Regisseure in ihrem Vorgänger „Die Eisprinzen“ mit Will Ferrell und Jon Heder durchaus bewiesen haben. Doch auch das misslingt: Wo eigentlich Komik sein könnte und auch sein sollte, verbleibt der Film im unverbindlich Heiteren. Pointen oder gar Gags gibt es nicht, nur ab und an provoziert der Film so etwas wie ein Schmunzeln.

    Immerhin kann er eine schöne Vater-Sohn-Geschichte aufbieten, und dafür ist Bateman wiederum wie geschaffen, zusammen mit Thomas Robinson als sein inoffizieller leiblicher Sohn bildet er ein gutes Team: Wie sich beide immer wieder gleich bewegen, gleiche Angewohnheiten haben, gleiche Ängste und Sorgen. Wie beide beim Essen wohlig brummen.

    Fazit: Romantische Komödie um den Mann, der vom besten Freund zum Liebhaber aufsteigen will.
  • ..und “heimlich” geschwängert. “About a Boy” kreist alles beim City-Girl Jennifer Aniston und ihrem potentiellen Gatten Jason Bateman, eine Art Dressman Woody Allen.

    Sie sind nur “Friends”, Kassie, gespielt vom quirligen Großstadt-”Good Girl” Jennifer Aniston, und der erfolgreiche Aktienhändler Wally. Seit Jahren ist der Broker in die schlagfertige New Yorkerin verliebt, doch er traut sich nicht, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Vielleicht weil er ein notorischer Pessimist ist, vielleicht weil er fürchtet, auf Ablehnung zu stoßen. Eines Tages fällt er aus allen Wolken, als Kassie ihm offenbart, dass sie ein Kind haben möchte – selbst ohne Ehemann oder Lebenspartner, von einem Samenspender. Denn: “Ich kann doch nicht ewig auf etwas warten, was vielleicht nie passiert”.

    Komödie und Babywunsch gehören im Kino zusammen wie Laurel und Hardy und entsprechend oft wurde diese Grundkonstellation schon variiert, gerne auf Klamaukebene, befeuert von Alkohol und derben Sprüchen. Daran mangelt es auch bei “Umständlich verliebt” nicht, wobei das Sprachniveau hoch bleibt, was damit zu tun hat, dass die Kurzgeschichtenvorlage “The Baster” von Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides (“Middlesex”) stammt. Der Hochprozentige fließt hingegen reichlich, auch auf der Schwangerschaftsparty, auf der Samenspender Roland – blond, blauäugig und bestens gebaut: Patrick Wilson (“Little Children”) – Kassies kreischenden Freundinnen vorgestellt wird. Seinen Job hat er erledigt, im Bad steht das Tiegelchen mit den Spermien – eine Provokation! Und so kann der von “pflanzlichen Zusatzmitteln” berauschte Wally eigentlich gar nicht anders, als den “Switch” – so der Originaltitel -, den Samentausch, vorzunehmen.

    Das klingt nach Slapstick und Schenkelklopfhumor, funktioniert unter der Regie von Josh Gordon und Will Speck (“Die Eisprinzen”) aber als erwachsene Komödie, der ernsthafte Töne nicht fehlen. Für die ist primär der kleine Sebastian (altkluger Naseweis: Thomas Robinson) zuständig, der nach siebenjährigem Minnesota-Aufenthalt mit der Mama in den Big Apple zurückkehrt und als “Mini-Me” Wallys dessen Freundschaft gewinnt. Die Szenen zwischen ihm und Jason Bateman, der als “Onkel Wally” wie ein gut aussehender Woody Allen denkt und agiert, sind denn auch das wohltuend unsentimentale Herzstück des Films.

    “About a Boy” wäre durchaus ein passender Titel gewesen, Parallelen zur gleichnamigen Nick-Hornby-Verfilmung stechen ins Auge, vor allem in punkto der “Papawerdung” Wallys. Aller Rest ist aus “Sex and the City” bekannt – und einschlägig erprobt. Ob nun die pittoreske Stadtkulisse mit reichlich Wolkenkratzeraus- und -ansichten (Kamera: Jess Hall), Alex Wurmans hektischer Metropolen-Score, das durchgeknallte weibliche Personal – allen voran Juliette Lewis als dauerquasselnder Modeunfall – oder Jeff Goldblum als “bester Freund” des geplagten Helden, der, drei gescheiterte Ehen belegen dies, in Sachen Rat und Tat nicht unbedingt die erste Wahl darstellt. Alles gleich… aber anders. geh.

Darsteller und Crew

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