True Grit (2010)

True Grit Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

True Grit: Knüppelharter Western der Coen-Brüder im Stil von "No Country for Old Men", in dem ein 14-jähriges Mädchen einen alten Haudegen anheuert, mit dem sie den Mörder ihres Vaters zur Strecke bringen will. Remake bzw. Neuinterpretation des Westernklassikers aus dem Jahr 1968.

Frank Ross wird in einem kleinen Kaff wegen einer Lappalie von dem Feigling Tom Chaney kaltblütig erschossen. Seine 14-jährige Tochter Mattie reist an, um den Leichnam abzuholen. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, den Mörder zur Strecke zu bringen. Dafür heuert sie den kantigen Haudegen Rooster Cogburn an, der widerwillig einschlägt. Die Spur von Chaney führt mitten ins Indianergebiet, wo nicht nur das Mädchen und der alte Mann seine Fährte aufnehmen, sondern auch der Texas Ranger LeBoeuf.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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    Als der rechtschaffene Frank Ross von dem Kleinganoven Tom Chaney hinterhältig ermordet wird, schwört Franks 14-jährige Tochter Mattie Ross - überwältigend gespielt von der Oscar[r] nominierten Hailee Steinfeld - Vergeltung: Sie heuert den raubeinigen und nicht immer gesetzestreuen Marshall Rooster Cogburn an (Oscar[r]-verdächtig gespielt durch Jeff Bridges) und macht sich gemeinsam mit ihm und dem kauzigen Texas Ranger LeBoeuf (Matt Damon), auf die Suche nach dem Mörder. Die Coen-Brüder beleben das Western-Genre auf großartige Weise wieder neu. Voller Humor, Wärme, Einfallsreichtum und einem unglaublich starken Darstellerensemble erschaffen sie eine kraftvolle und opulente Verfilmung der Romanvorlage von Charles Portis. Jeff Bridges füllt die Rolle des ruppigen leicht abgehalfterten Marshalls grandios aus. Und die junge Hailee Steinfeld als beharrliche und unerschrockene Rächerin ist eine wirkliche Entdeckung für den Film. Epische Landschaftsaufnahmen und eine ausgefeilte Bildkomposition lassen die Verbeugung vor dem Genre erkennen. Kino, das Herzen berührt und ein wunderbar stimmungsvoller Eröffnungsfilm für die diesjährige Berlinale.

    Jurybegründung:

    14 Jahre jung ist Mattie Ross, standhaft und klug. Und so ist es für sie Selbstverständlichkeit und Ehrensache, den feigen Mörder ihres Vaters an den Galgen zu liefern. Unnachgiebig in Worten und Taten gelingt es ihr, statt der versagenden Obrigkeit den alten einäugigen, trunksüchtigen und raubeinigen U.S.Marshall Rooster Cogburn für die Jagd auf den Mörder zu gewinnen. Und gegen alle Widerstände begleitet sie ihn dabei tapfer.
    TRUE GRIT ist ein Remake des Oscar- preisgekrönten Films DER MARSHALL von Henry Hathaway mit dem legendären John Wayne in der Titelrolle. In einer Zeit, in der der Western aus der Filmlandschaft fast vollkommen verschwunden ist, das Wagnis einer Neuverfilmung eines Klassikers in diesem Genre anzugehen - dazu gehört Mut und Können.
    Joel & Ethan Coen setzen dieses Vorhaben souverän um. In keiner Weise sind sie der Versuchung erlegen, eine Kopie des berühmten Vorbildes zu machen. Ihr Werk bedient sich zwar der Grundstruktur der Geschichte, ist aber in Dramaturgie, Inszenierungskraft und vor allem in der Gestaltung der Dialoge neue Wege gegangen: So ist es ein wunderbares Spiel mit den Elementen des Western, gleichzeitig aber auch eine liebevolle Hommage an das Genre. Der Film spart nicht an konsequenter Härte und heftigen Schock-Elementen. Dies wird aber auf herrliche Weise durch die ?Helden' der Geschichte gebrochen. Matt Damon als Idealbild eines lauteren und unschlagbaren Texas-Rangers ironisiert sich selbst mit misslungenen Aktionen und gibt wieder einmal mehr eine Kostprobe seines großen schauspielerischen Könnens. Hailee Steinfeld ist eine fantastische Neuentdeckung und spielt die Rolle der jungen Mattie Ross nahezu auf Augenhöhe mit ihren berühmten Partnern. Und dann die filmische Legende: Jeff Bridges, der "Dude", spielt ihn nicht nur, er ist der "Marshall" - versoffen, verkommen, aber von unerreichter Ehrlichkeit und Treue. Sein fast unerschöpflicher Wortfluss, seine unglaublichen Erzählungen aus dem "alten wilden Westen" sind der trefflich herzerfrischend humorvolle Kontrapunkt zur harten Action.
    Ein hervorragendes Drehbuch, eine prachtvolle Kameraführung, der gelungene musikalische Score, die präzise Ausstattung und perfekte Montage sind weitere Elemente großen filmischen Handwerks neben der unverwechselbaren Inszenierungskraft der Coen-Brüder. Ein besonderes Lob gilt dem außergewöhnlich gelungenen Ende des Films: Kein Abgesang, sondern eine Verbeugung vor den Traditionen und Werten des alten Wilden Westens und seiner Epigonen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Nach “No Country For Old Men” schießen die Coen-Brüder wieder scharf: Ihr neuer Hit ist ein Western mit Jeff Bridges als Raubein mit Herz.

    Joel und Ethan Coen, die oscargekrönten Regiebrüder mit Kultreputation, erzählen unorthodoxe Geschichten mit ungewöhnlichen Helden. Ihr erster echter Western, die Verfilmung einer Romanvorlage von Charles Portis und Neuinterpretation von John Waynes Klassiker “Der Marshal”, steht ganz in dieser Tradition und bringt neben Jeff Bridges, ihrem Star aus “The Big Lebowski”, auch den Spaß an einem vernachlässigten Filmgenre zurück. Poesie und Gewalt, fallender Schnee und sickerndes Blut, begegnen sich in den ersten grandiosen Bildern, als Mattie Ross von der Ermordung ihres Vaters berichtet. Das 14-jährige Mädchen, mitreißend natürlich und selbstbewusst verkörpert von Newcomerin Hailee Steinfeld, ist entschlossen, den Vater zu rächen und seinen geflohenen Mörder Tom Chaney (Josh Brolin) an den Galgen zu bringen. Für eine Belohnung von 100 Dollar engagiert sie den brummigen und alkoholverliebten U.S. Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges), gerade weil ihm der Ruf vorausgeht, ein harter und schießwütiger Hund zu sein. Widerwillig muss sich Cogburn auf der Jagd durch lebensfeindliches Territorium nicht nur von einem Teenager, sondern auch von Texasranger LaBoeuf (Matt Damon) begleiten lassen, der eine eigene Rechnung mit Chaney zu begleichen hat.

    Mit trockenem Witz, Realismus, Härte und den etwas verrückten und sehr gefährlichen Typen, die ein Markenzeichen ihrer Filme sind, entwickeln die Kultbrüder eine spannende Geschichte aus dem Alten Westen, die auch junge Filmfans bereits erobert hat. Denn “True Grit”, in typischer Coen-Manier so unsentimental wie auch unberechenbar, erwies sich an den amerikanischen Kinokassen schon nach wenigen Wochen als bisher größter Coen-Hit.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Hailee Steinfeld spricht in "Break My Heart 1.000 Times" mit Geistern

    Mit ihren 19 Jahren zählt Hailee Steinfeld noch eindeutig zu den Jungsstars in Hollywood und kann doch schon auf eine Reihe großer Film verweisen. Ihr Aufstieg in der Traumfabrik begann sicherlich im Jahr 2010, mit ihrer Rolle in dem Remake des Western-Klassikers True Grit, den die Coen-Brüder einer Frischzellenkur unterzogen. Zuletzt hatte Steinfeld mit einer Rolle in Tommy Lee Jones’ The Homesman abermals einen Auftritt...

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    Sechs Bewerber für zwei Rollen - Regisseur Bryan Singer hat für "X-Men: Apocalypse" freie Auswahl.

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    Nach "No Country For Old Men" und "True Grit" hat sich Josh Brolin erneut für ein Projekt der Coen-Brüder begeistern lassen.

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