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Total Recall (2012)

Total Recall Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Total Recall: SciFi-Neuverfilmung des Schwarzenegger-Krachers "Die totale Erinnerung", in der nun Colin Farrell einen Urlaub per Gedächtnismanipulation erlebt - oder ist es doch real...?

Eigentlich wollte Quaid mit dem Angebot von Rekall, den Spezialisten für lebensechte Träume, nur der tristen Realität des Jahres 2084 entkommen. Doch ist das Rekall-Abenteuer, in dem er als übergelaufener Top-Agent gegen den skrupellosen Machthaber Cohaagen und mit der schönen Melina für den Widerstand kämpft, wirklich nur ein Traum? Auf der Flucht vor Cohaagens Robotertruppen und seiner eigenen, zur Killerin mutierten Ehefrau, versucht Quaid seine Erinnerungen wiederherzustellen, ohne Leben und Verstand zu verlieren.

Der Arbeiter Quaid lässt sich 2084 in eine Simulation als gejagter Geheimagent schicken, die sich vielleicht als reale Erfahrung entpuppt. Effektsatter Actionthriller nach Vorlage von Philip K. Dick, das mehr High Tech und weniger Humor bietet als Paul Verhoevens Version mit Arnold Schwarzenegger.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Paul Verhoevens "Total Recall" aus dem Jahre 1990 mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle ist Kult. Da wird sich schon der eine oder andere Kinogänger gefragt haben, ob eine Neuverfilmung wirklich sein muss. Dennoch ist das Prinzip nicht fremd, Remakes boomen und dass sie durchaus funktionieren können, würde zuletzt durch den erfolgreichen Reboot der "Spider-Man"-Reihe bewiesen. Nun hat sich also Regisseur Len Wiseman ("Underworld: Evolution", "Stirb Langsam 4.0") dem Film "Total Recall" angenommen und dabei konsequent eine ziemlich andere Richtung eingeschlagen. Das war eine bewusste Entscheidung, sagt er. Er wollte dem Film seinen eigenen Ton geben.

    Das hat auch durchaus gut funktioniert. Die Story an sich ist zwar haargenau die gleiche wie bei Verhoeven und nimmt auch einen identischen Lauf, aber dennoch wirkt der Film völlig anders und zu keinem Zeitpunkt wie ein billiger Abklatsch. Auch wer auf Mars wartet, der tut dies vergebens. Denn bei Len Wisemans Version reist Douglas Quaid (Colin Farrell) nicht, wie bei Verhoeven, auf den Mars. Stattdessen spielt sich der Film in einer Welt ab, die zwar in der Zukunft liegt, aber doch noch Ähnlichkeiten mit unserer heutigen Welt birgt. Hier werden Dinge thematisiert, die so oder so ähnlich tatsächlich in unserer Welt vorhanden sind. Wiseman betont, dass er an Science Fiction mag, dass es sich immer um ein Weiterspinnen der tatsächlichen Realität handelt.

    Quaids Welt wird von Klassenunterschieden regiert. Wer reich und mächtig ist, lebt in der wohlhabenden VFB, die meisten aber werden lediglich zum Arbeiten dorthin verschifft und leben in ärmlichen Verhältnissen in der Kolonie, die im heutigen Asien anzusiedeln ist. Schöne Erfahrungen macht man eigentlich nicht mehr, und so kauft man sich bei Recall Erinnerungen, die man auf natürlichem Wege niemals erlangen würde.

    Verhoevens Version hatte oftmals schon einen makaberen Sarkasmus, einen komödiantischen Effekt, der nicht von der Hand zu weisen war. Geprägt von übertriebenem Gemetzel und Schwarzeneggers One-Linern, war der Film schon fast ein bisschen Comic-mäßig. Bei Wiseman ist das anders. Seine Version von Philipp K. Dicks Kurzgeschichte, auf der beide Filme basieren, ist deutlich dunkler und dramatischer. Hier gibt es nichts zu Lachen.

    Action-beladen und mit rasanter Geschwindigkeit werden wir Zeuge einer Reihe wirklich imposanter Effekte, toller Ideen und folgen einem Film, der visuell erster Klasse ist. Einige ikonische Momente wurden von Verhoeven übernommen. So begegnet uns auch hier eine dreibrüstige Frau, aber selbst ihre Erscheinung regt nicht zum Lächeln an, sondern verdeutlicht die makabere Welt, in der Quaid lebt.

    Colin Farrell ("Alexander", "Kill the Boss") verkörpert seinen Helden eine Ecke ernster, nichts erinnert an eine Figur, die einst von Arnold Schwarzenegger verkörpert wurde. Auch Jessica Biel ("Next", "Valentinstag") und Kate Beckinsale ("Underworld", "Pearl Harbor") machen sich gut als Actionheldinnen. Besonders Beckinsale kennt man schon aus ähnlichen Kampfszenen á la "Underworld", trotzdem spielt sie Lori erfrischend anders und wirklich fies.

    Das einzige Manko ist, dass der Film gen Ende ein bisschen lang wirkt und man ihn vielleicht auch etwas kürzer hätte fassen können. Doch nie wirkt "Total Recall" wie etwas Nachgemachtes oder Überflüssiges. Stattdessen hat Len Wiseman es geschafft, dem Kultfilm seinen eigenen Akzent zu geben und lässt sein "Total Recall" dadurch trotz Remake überaus originell wirken.

    Fazit: Wer Fan des Originals ist, wird sich mit dem Remake von "Total Recall" vielleicht schwer tun. Dennoch lohnt sich ein Kinobesuch, denn Len Wisemans Version wirkt wie ein komplett anderer Film und wurde gut besetzt und visuell einwandfrei umgesetzt.
  • Len Wisemans Neuinterpretation einer berühmten Science-Fiction-Story vertraut auf Nonstop-Action und einen Speedtrip durch die jüngere Genregeschichte.

    Die Zukunft des Jahres 2084 sieht aus wie die Vergangenheit in diesem effektsatten Actionthriller, der Assoziationen vor allem an “Blade Runner”, aber auch an andere Science-Fiction-Hits der letzten 30 Jahre weckt. Wie “Blade Runner” hat auch “Total Recall” eine Kurzgeschichte von Philip K.Dick zur Grundlage und ist vom Phänomen artifizieller Erinnerungen fasziniert. Ihren Anspruch, kein Remake von Paul Verhoevens Erstverfilmung leisten zu wollen, löst diese Neuinterpretation in der Akzentuierung eines humorloseren, weniger verspielten Tons und auch im Schauplatz ein.

    Denn diese Adaption bleibt erdgebunden, reist weder in den Träumen (Kurzgeschichte) noch in der Realität (Version Verhoeven) zum Mars. 2084 ist der Blaue Planet eine von Krieg zerstörte, chemisch verseuchte Kloake. Leben ist nur noch in zwei Regionen möglich, die man früher unter dem Namen Großbritannien und Australien kannte. Ein gigantischer Aufzug durch das Erdinnere verbindet das reiche, vom skrupellosen Manipulator Cohaagen geführte Mutterland, die United Federation of Britain, mit der verarmten Kolonie, die täglich Arbeiter in die Industriezentralen der UFB schickt. Einer von ihnen ist Quaid (Colin Farrell), der sich, geplagt von Albträumen und der Monotonie seines Drohnenlebens, von Rekall, den Spezialisten für simulierte Event-Erinnerungen, in ein aufregendes Agenten-Abenteuer schicken lässt. Hier flieht er vor Cohaagens Robotertruppen und seiner eigenen Killer-Frau (Kate Beckinsale), kämpft mit Melina (Jessica Biel) für den Widerstand und die Wiederherstellung seiner durch Gehirnwäsche ausgelöschten Erinnerungen.

    Knapp zwei Stunden hetzt der neue Film Len Wisemans (“Stirb langsam 4.0″) technisch versiert, aber etwas seelenlos durch ein klaustrophobisches Jagd-und-Flucht-Szenario, in dem der Zuschauer Quaids Verunsicherung, ob die Rekall-Erfahrung nur Traum oder tatsächlich Realität ist, mitfühlt, wenn auch nur wenig mehr. Nur für Spezialisten ein Hindernis ist die totale Erinnerung des Genrefans und Déjà-vus, die von “Das fünfte Element” bis hin zu Lucas’ Klonkriegern reichen. Wer sich von solchen Recall-Blockaden aber nicht behindern lässt, den erwartet ein opulenter Ausstattungsfilm, der seine futuristische Welt visuell glaubwürdig manifestiert, viele hübsche technische Spielereien und mit Beckinsale im tollwütigen Kampfmodus eine Reihe einfallsreicher und dynamischer Actionsequenzen bietet. Hier muss “Total Recall” Verhoevens Film nicht fürchten, der zu seiner Zeit ein Event, aber nie makellos und unantastbar, nie Michelangelos Pietà war. kob.
  • Nette Actionsequenzen bewahren diese Kopie des 1990er-Films auch nicht davor, an der eigenen Redundanz zu ersticken.
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