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The Way Beyond (2008)

Originaltitel: L' enfance d'Icare
The Way Beyond Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Way Beyond: Schön bebildertes, meditatives Drama mit dem 2008 verstorbenen Guillaume Depardieu, der hier völlig mit seiner Filmfigur verschmilzt.

Der junge, verarmte Anwalt Jonathan hat nach einem Unfall nicht nur ein Bein verloren, auch seine Ehe mit Anna ist in die Brüche gegangen. Da hört er von Professor Karr, der einen gentherapeutischen Ansatz verfolgt, mit dessen Hilfe Jonathan glaubt, sein Bein und somit die gute alte Zeit zurückzubekommen. Im luxuriösen Sanatorium trifft er auf Karrs Tochter Alice, die unter einem seltenen Gendefekt leidet. Zunächst schlägt die Behandlung an, bald aber folgen Nebenwirkungen, die nicht nur Zufall sind.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Vermächtnis des 2008 verstorbenen Guillaume Depardieu: Eine traumverlorene Meditation über Leben und Biotechnologie.

    Der Sohn des französischen Schauspielschwergewichts Gerard Depardieu stand ein Leben lang im Schatten seines Vaters. Kurz nach den Dreharbeiten in Rumänien verstarb er 37-jährig an den Folgen einer Lungenentzündung. Sein tragisches, von Drogen und Selbstzerstörung, unerwiderter Liebe und der 2003 vorgenommenen Beinamputation nach einem unverschuldeten Motorradunfall geprägtes Leben erfährt beabsichtigte, im Nachhinein geradezu unheimlich anmutende Parallelen zu diesem mysteriös-hypnotischen Film.

    Darin ist sein wahres Schicksal kaum mehr von dem seines Charakters zu unterscheiden, dem verarmten jungen Anwalt Jonathan, der nach einem Unfall ein Bein und seine Ehe mit Anna (Sophie Lukasik) verlor. Als er auf Professor Karr (Carlo Brandt) und dessen vielversprechenden gentherapeutischen Ansatz stößt, hofft er, seine verloren geglaubte Vergangenheit mit einer Behandlung wieder erhalten zu können. Er bezieht das luxuriöse Sanatorium, wo sich auch die an einem raren Gendefekt leidende Tochter Karrs, Alice (Alysson Paradis aus “Inside”) befindet. Zunächst schlägt die Behandlung an, bald aber folgen Nebenwirkungen, die nicht nur Zufall sind.

    Was andernorts zu einem Ausflug ins Sci-Fi- oder gar Horror-Genre geworden wäre, gerinnt unter den fähigen Händen des rumänisch stämmigen Regisseurs Alex Iordachescu in seinem Spielfilmerstling zu einer exzeptionell schönen Meditation in traumartiger Atmosphäre. Depardieu als zerknitterter Beau, der melancholisch mit seinem Schicksal hadert, ist so wahrhaftig, dass allein sein umwölkter Blick das in klarer Ruhe inszenierte Drama trägt. Die befremdliche Schönheit der blaugrundierten Bilder entfaltet sich in unheilvollen Traumsequenzen, in denen der Schmerzensmann den folgenschweren Unfall immer wieder durchlebt. Kühle Erotik brandet zum weiblichen Pflegepersonal, erst recht zur fragilen Alice auf, die dem bald in fiebriger Desorientierung gefangenen Jonathan eine Seelenverwandte und letztlich die einzige Hilfe ist. Zumal ihr Vater, ein Faustischer Wissenschaftler, keineswegs der Philanthrop ist, der er vorgibt zu sein. Ansichten zu Vergänglichkeit, ewigem Leben, Schuld und Leid erreichen in fast magischen Passagen die Intensität eines Bewusstseinsstroms, wo Hoffnung und Verhängnis untrennbar miteinander verschmelzen. tk.

Darsteller und Crew

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