The Way Back - Der lange Weg (2010)

Originaltitel: The Way Back
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Way Back - Der lange Weg: Packendes Überlebensepos nach dem Tatsachenroman von Slawomir Rawicz, in dem sieben Männer aus einem sibirischen Gulag fliehen und einen 6000 Kilometer langen Fußmarsch ins rettende Indien antreten.

Der polnische Soldat Janusz gehört zu den Tausenden, die von den Russen während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangene in Sibirien in Gulags gesteckt und dort unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt werden. Der findige junge Mann adaptiert schnell. Mit sechs weiteren Gefangenen gelingt ihm die Flucht. Gemeinsam wollen sie sich zu Fuß mit nur einem Messer als Waffe mehrere Tausend Kilometer in die rettende Mongolei durchschlagen – nur um festzustellen, dass auch dieses Land mittlerweile unter kommunistischer Herrschaft ist. Janusz und die anderen Männer setzen ihre Reise Richtung Indien fort. Und der eigentliche Überlebenskampf beginnt.

Der polnische Soldat Janusz wird in Sibirien in ein Gulag gesteckt. Der findige junge Mann adaptiert schnell. Mit sechs weiteren Gefangenen gelingt ihm die Flucht. Gemeinsam wollen sie sich zu Fuß mit nur einem Messer als Waffe mehrere Tausend Kilometer in die rettende Mongolei durchschlagen – nur um festzustellen, dass auch dieses Land mittlerweile unter kommunistischer Herrschaft ist. Janusz und die anderen Männer setzen ihre Reise Richtung Indien fort. Und der eigentliche Überlebenskampf beginnt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Packendes Überlebensepos, in dem sieben Männer aus einem sibirischen Gulag fliehen und einen 6000 Kilometer langen Fußmarsch ins rettende Indien antreten.

    Es ist nicht entscheidend, ob Slawomir Rawicz die Geschichte in seinem legendären Tatsachenroman aus dem Jahr 1956 – eine Version des in Deutschland deutlich bekannteren und zweimal verfilmten “So weit die Füße tragen” – erfunden hat, wie ihm in den letzten sechs Jahrzehnten wiederholt vorgeworfen wurde. Entscheidend ist, dass Peter Weir die Ode an den menschlichen Überlebenswillen behandelt, als wäre sie tatsächlich passiert: Mit einem an Obsession grenzenden Realismus schildert der australische Meisterregisseur in seinem ersten Film seit “Master and Commander” aus dem Jahr 2003 die Odyssee des polnischen Soldaten Janusz und sechs weiterer Gefangenen eines sibirischen Gulags, die nach ihrer Flucht während eines Schneesturms, mit nur einem Messer als Waffe, elf Monate Richtung Süden marschierten, bis sie nach 6000 Kilometern im rettenden Tibet ankommen.

    Gleich in den ersten Szenen wird der Zuschauer darüber informiert, dass sie zu diesem Zeitpunkt nur noch zu viert sein werden. Die Spannung bezieht das imposante Naturepos also nicht daraus, ob es Überlebende gibt, sondern wer die Überlebenden sein werden – und wie bzw. wo die anderen sterben. Fesselnd sind aber vor allem die Aufnahmen, die Weir weitgehend ohne unterstützende Hilfe von computeranimierten Manipulationen gelangen: Die Natur erweist sich als der eigentliche Feind der sieben Flüchtlinge, obwohl sie sich von ihrer ganzen Pracht präsentiert. Während alle erdenklichen Härten, von gnadenloser Kälte in Sibirien über Moskitoplagen und quälendem Hunger hin zur mörderischen Hitze in der Wüste Gobi, an Kräften und Moral zehren, gelingt es dem Regisseur, seine Hauptfiguren mit groben Strichen doch als nachvollziehbare Figuren zu zeichnen, um deren Leben man bangt: Neben der von Jim Sturgess gespielten Identifikationsfigur Janusz hinterlassen Ed Harris als enigmatischer und zynischer Amerikaner und Saoirse Ronan als Mädchen, das sich der Gruppe unterwegs anschließt, den bleibendsten Eindruck, während Colin Farrell als unberechenbarer russischer Heißsporn jeder Regieanweisung mit wildem Augenrollen beantwortet.

    Das eigentliche Problem des Epos ist jedoch, dass Weirs versessener Authentizitätswille dem Film zunächst nicht erlaubt, mehr zu sein als das, was er zeigt. Erst in den späten Szenen in der Wüste Gobi, wenn Ronan mit Kopftuch und einer Art Dornenkrone zugleich wie eine Maria Magdalena und ein Jesus erscheint, stellt sich jene Transzendenz ein, die tiefer geht: Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, wen man wann zurück- und seinem eigenen Schicksal überlässt, fühlt man sich daran erinnert, dass man es mit einem Filmemacher zu tun hat, der Meisterwerke wie “Fearless”, “Club der toten Dichter” oder “Der einzige Zeuge” geschaffen hat. Dann ist “The Way Back” größer als die aufdringliche Coda, dass die Odyssee auch dann nicht zu Ende ist, als die Überlebenden am Ziel ankommen, sondern weitergeht, bis die Geißel des Kommunismus noch einmal fast 50 Jahre später besiegt werden kann. ts.

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