The Spirit (2008)

The Spirit Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Spirit: Frank Millers Verfilmung der berühmten Comicreihe von Will Eisner.

Kaum ist ein junger Cop (Gabriel Macht) als mysteriöser “Spirit” von den Toten wieder auferstanden, schon gibt es reichlich Arbeit: Nicht nur muss er aus der Schattenwelt das wuchernde Verbrechen in Central City bekämpfen. Auch sein Erzfeind, der eiskalte Killer Octopus (Samuel L. Jackson) verfolgt fatale Ziele. Indem er seine eigene Version der Unsterblichkeit entwickelt, will er die Stadt auslöschen. Spirits Mission wird von einer ganzen Schar heißer Frauen gefährdet.

Frank Miller

Central City ist nicht unbedingt das, was man eine schöne Stadt nennt. Doch “The Spirit”, der anonyme Held mit Augenmaske, schwarzem Mantel und roter Krawatte, liebt seine Stadt. Sie gibt ihm alles, was er braucht. Auch und vor allem bei seiner täglichen Jagd auf Verbrecher. Der böseste unter ihnen ist Octopus. Er teilt mit Spirit ein Geheimnis und strebt nach nicht weniger als der ultimativen Macht. Hierfür benötigt er nur noch das antike Gefäß mit dem Blut von Herkules. Dieses befindet sich in den Händen der Meisterdiebin Sand Saref, Spirits Jugendliebe.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Spirit be-geist-ert leider nicht, sondern bleibt über weite Strecken seelenlos!
  • Nachdem er Robert Rodriguez in dessen Comicverfilmung “Sin City” noch als Koregisseur zur Seite stand, widmet sich Frank Miller bei seiner ersten eigenen Regiearbeit nun der legendären “The Spirit”-Comicreihe seines Kollegen und Freundes Will Eisner.

    Frank Miller war, bevor er seine Leidenschaft für das Filmemachen entdeckte, selber bekannter Querdenker der Comicwelt. Und so scheint es nur folgerichtig, dass er die “The Spirit”-Adaption übernahm, zumal ihn mit Will Eisner eine enge Freundschaft verband. Und wie man es von einem Freigeist wie Miller erwartet, geht er dabei alles andere als sklavisch vor, weder formal noch inhaltlich:

    Spirit war einmal der junge Polizist Danny Colt, bis er erschossen wird und auf mysteriöse Weise als maskierter Rächer zurückkehrt. Fortan macht er sich daran, den Verbrechern seiner geliebten Stadt das Handwerk zu legen. Der schlimmste unter ihnen ist Octopus, der irgendwie mit Spirits Superheldenwerdung zu tun hat. Während sich Octopus gemeinsam mit Komplizin Silken Floss auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schatz aus der griechischen Mythologie begibt, begegnet Spirit der Meisterdiebin Sand Saref, seiner ersten großen Liebe.

    Waren die teilweise düsteren Geschichten Eisners noch in bunten Farben gehalten, lässt Miller aus den Bildern fast jegliche Farbe verschwinden. So wich der legendäre blaue Anzug des Titelhelden einem stylischen Schwarz. Und auch sonst wartet der Film nur mit vereinzelten Farbgebungen auf, die die Dramaturgie visuell unterstützen. Dabei unterscheidet sich “The Spirit” doch deutlich von dem, mit der gleichen digitalen Technik entstandenen “Sin City”. Eine weitere gravierende Abweichung von den Comics ist die Darstellung Octopus’. Während Eisner den Fiesling nur in Andeutungen in Erscheinung treten ließ, schlüpft im Film Samuel L. Jackson mit sichtlichem Vergnügen in dessen Rolle. Mit überdimensioniertem Waffenarsenal und Naziuniform sorgt er auch für die nötigen Schmunzeleinlagen. Gabriel Macht bleibt hingegen in der Rolle des “Spirit” kühl und unscheinbar. Immer wieder droht Jackson ihm die Show zu stehlen. Für den Sexappeal sorgen Scarlett Johansson als Silken Floss und Eva Mendes als Sand Saref.

    Miller zeichnet einen Helden, der sich zwar menschelnde Fragen nach seiner Herkunft stellt, aber unnahbar bleibt. Insgesamt wirkt die Geschichte, deren epischer Ansatz nicht ausgeführt wird, etwas konstruiert und holprig. Andererseits beweist Miller in seiner ersten eigenständigen Regiearbeit ein untrügliches Gespür für Coolness und Style. Seiner Vorlage darin nicht unähnlich, richtet sich der Film mehr an Fans der Verfilmungen von “Sin City” und “300″ als an die Fans von Eisners Comic. mahe.
  • Wenn ein großartiger Comiczeichner die Vorlage eines anderen großartigen Comiczeichners zur Hand nimmt, um daraus einen Spielfilm zu machen, muss das nicht zwangsläufig gut sein. Im Zweifelsfall, beziehungsweise im Fall von "The Spirit" war das sogar eine ausgenommen schlechte Idee. Dass Frank Miller ein talentierter Comiczeichner ist, müsste jeder wissen, der Werke wie "The Dark Knight Returns" oder "Sin City" kennt. Dass er was die Arbeit als Regisseur betrifft noch einiges zu lernen hat, weiß jeder spätestens nach diesem Film.

    Tatsächlich ist der Original-Trailer noch das Beste an "The Spirit". Er ist spannender, spektakulärer und unterhaltsamer als das Endergebnis und fasst außerdem sämtliche sehenswerten visuellen Schauwerte in kürzester Zeit zusammen. Im Endeffekt ist der Film eine düster anmutende Action-Romanze mit kleinem Mystery-Anteil, derbem Humor und einem Überschuss leichtbekleideter schöner Frauen.

    Diese Zusammenfassung klingt auf den ersten Blick nicht schlecht. Doch das Traurige ist, dass man dem Film zwar ansieht, dass er eine gute Vorlage hat, dass es Miller aber nicht gelingt, diese Vorlage auch auf der Leinwand lebendig werden zu lassen. Er bemüht sich redlich, bestimmte Eigenschaften des Comics auch in den Film hinüber zu retten. Dafür wurden auch namhafte Stars mit an Bord geholt. Neben Gabriel Macht und Eva Mendes konnten auch Samuel L. Jackson und Scarlett Johansson für das Projekt gewonnen werden. Leider erkennt man beide auf der Leinwand kaum wieder. Hätten sie ihr Können nicht in zahlreichen anderen Filmen bereits unter Beweis gestellt, könnte man ihnen nach ihrem Auftritt in "The Spirit" völlige Talentlosigkeit vorhalten.

    Mit überbetonter Dramatik in der Stimme latschen sie zackig steif und theatralisch über die Leinwand als wäre es eine Bühne und kein filmischer Raum ohne Grenzen. Das soll vermutlich ebenso Reminiszenz an den Comic sein wie die abgehackten, sich ständig wiederholenden Dialoge. Doch was im Comic nicht stört, stört durchaus im Film. "The Spirit" besitzt außerdem eine große Portion Humor, der allerdings nicht immer die (vermutlich) angestrebte Wirkung erzielt. Teilweise machen sich die Darsteller eher lächerlich, als dass man über sie lachen würde. Nur sehr wenige komische Elemente sind wirklich gelungen.

    Ähnliches gilt für den pathetischen Macho-Kitsch, der vor allem in den ständigen Monologen durch den Film mäandert. In ihnen wird das Offensichtliche oft noch zusätzlich kommentiert, ganz so als richte sich der Film an blinde Zuschauer. Gleichzeitig ist das depressive Gehabe Spirits, dessen größtes Problem darin zu bestehen scheint, dass alle Frauen ihn ebenso begehren wie er sie, zu dick aufgetragen. Erstaunlicherweise gelingt es Frank Miller seine Darstellerinnen derart in Szene zu setzen, dass sogar eine nahezu unbekleidete Eva Mendes oder eine Scarlett Johansson jeglichen Sex Appeal verliert. Immerhin eine außergewöhnliche Leistung. Ansonsten fehlt es dem Film vor allem an einem: Geist.

    Fazit: Aus einer guten Vorlage wird nicht automatisch ein guter Film. "The Spirit" beweist das eindrucksvoll.
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