The Program - Um jeden Preis (2015)

Originaltitel: The Program
The Program - Um jeden Preis Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

The Program - Um jeden Preis: Unterhaltsames und spannendes Drama über Lance Armstrong, Siebenfachgewinner der Tour de France und Dopingsünder.

Im Jahr 1993 hat der irische Journalist David Walsh (Chris O'Dowd) ein Interview mit dem damals 21-jährigen Lance Armstrong (Ben Foster). Beim Tischkickern lernt Walsh einen ehrgeizigen Radrennfahrer kennen, der vor dem Beginn seiner Karriere als Radrennprofi steht. An der Startlinie bei einem Eintagesrennen in Belgien erzählt ihm der Fahrer Johan Bruyneel (Dennis Menochet), dass er niemals ein Rennen gewinnen werde. Weil alle anderen dopen. Daraufhin überzeugt Armstrong sein Team, sich in einer Apotheke in der Schweiz EPO zu besorgen. Und tatsächlich gelingt es ihm ein Jahr später durch die unerlaubte Substanz ein Eintagesrennen mit großem Abstand zu gewinnen. Doch nach den Feierlichkeiten beginnt der Sieger plötzlich unter der Dusche Blut zu spucken. Ein Besuch beim Arzt bringt ihm darauf die traurige Gewissheit: Er leidet an Hodenkrebs. Es beginnt eine belastende Chemotherapie und eine Reihe von chirurgischen Eingriffen, die Armstrongs einst durchtrainierte Statur aufzehren. Nachdem er den Krebs besiegt hat, beginnt ein langsamer, aber stetiger Wiederaufbau seiner Fitness. Dafür trifft sich der Amerikaner auch mit dem italienischen Sportarzt Dr. Ferrari. Zusammen entwickeln die beiden das „Programm“, das darin besteht, möglichst effizient zu dopen und auch Schutzmaßnahmen zu entwickeln, um sich nicht erwischen zu lassen. Als Armstrong dann 1999 für das Außenseiter-Team U.S. Postal antritt, gelingt ihm ein phänomenaler Gesamtsieg. Alle sind begeistert, weil sich scheinbar ein märchenhaftes Comeback  vor ihren Augen abgespielt hat. Doch Walsh hat Zweifel an dem Aufstieg vom Krebskranken zum Champion und vermutet einen massiven Dopingskandal. Doch bei seinen Recherchen weht ihm heftiger Gegenwind ins Gesicht, da er einem System gegenübersteht, dass sich selbst um jeden Preis am Laufen halten will.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Stephen Frears erzählt emotional spannend von einem der größten Sportskandale, dem Dopingskandal um Radrennprofi Lance Armstrong.

    Was für ein Mann, dieser Amerikaner Lance Armstrong! Er besiegte den Hodenkrebs und siegte sieben Mal in Folge bei der Tour de France zwischen 1999 bis 2002. Und was für ein Abstieg. Der Weltradsportverband UCI erkannte ihm 2012 die Tour de France-Siege wegen Doping ab, in der Talkhow “Oprahs Next Chapter” ein Jahr später gestand die Radsport-Ikone öffentlich den Dopingmissbrauch. Sportjournalist David Walsh begleitet für die Sunday Times den Höhenflug und das Aus. Schon früh spürte er, dass es ganz gewaltig stank hinter der sauberen Fassade, auch wenn Armstrong jeden Dopingverdacht abbügelte und Presse und Publikum mit einer ausgefeilten Sympathie-Kampagne auf seine Seite zog.

    Stephen Frears Drama zeichnet nach Walshs Buch “Seven Deadly Sins” den Überlebenskünstler als charismatischen und skrupellosen Lügner und zeigt das ihn perfide System von Ärzten, Betreuern, Funktionären, Pharmakologen Sponsoren und Aktiven, die betrügen und vertuschen, allesamt schweigen – wie ein Großteil der Journalisten. So kann Armstrong wie viele andere mit Tricksereien und einer Apotheke im Blut von Testosteron, Epo bis Kortison Höchstleistungen bringen, um jeden Preis. “Die Bar ist offen” heißt es mal ironisch, bevor die Sportler ihre Spritzen bekommen.

    Das psychologisch spannende Porträt der Kultfigur beeindruckt durch nuancenreiche Differenzierung zwischen Größe und Größenwahn. Ben Foster als Idol ist Oscarverdächtig – ob er am Anfang gegen den Krebs kämpft, auf dem Zenit seines Erfolgs eine Pressekonferenz souverän dirigiert und seinen Gegner mundtot macht, sich in den Bergen körperlich abarbeitet oder knallhart einen Konkurrenten abserviert. Chris O’Dowd als irischer investigativer Journalist bietet ihm schauspielerisch Paroli. Wenn am Schluss Leonard Cohens Song “Everybody knows” erklingt, weckt das noch einmal ein ganz spezielles tragisches Tremolo.Geschichten über gefallene Helden gehen eben unter die Haut. mk.

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