The Man with the Iron Fists (2012)

The Man with the Iron Fists Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

The Man with the Iron Fists: Quentin Tarantino präsentiert Russell Crowe und RZA in einem rasanten Eastern um einen chinesischen Waffenschmied, der sein Dorf verteidigt.

China im 19. Jahrhundert: Messerschwinger Jack Knife nistet sich im Edelbordell von Madame Blossom ein, um Hochprozentiges und Huren zu genießen. Seine Anwesenheit erhitzt aber den kalten Krieg zwischen rivalisierenden Clans, die einen afroamerikanischen Schwertschmied dazu zwingen wollen, ihren Kämpfern die besten Waffen anzufertigen. Als sie ihm beide Arme abhacken, pflegt Jack ihn gesund und lässt ihn zwei eiserne Fäuste gießen, mit denen der Schmied Rache an seinen Peinigern und der unbesiegbaren Nemesis Brass Body nimmt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
1 Stimme
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Quentin Tarantinos ("Inglorious Basterds", "Pulp Fiction") Name prangt groß auf dem Poster zu "The Man with the Iron Fists". Dass das allerdings nur ein irreführender Marketing-Trick ist, weiß man als Zuschauer zunächst nicht. Offiziell war Tarantino nämlich gar nicht involviert. Im Interview erzählt Darsteller Rick Yune ("Schnee, der auf Zedern fällt", "The Fast & the Furious"), dass die eigentliche Kollaberation lediglich aus Tarantinos Freundschaft zu Regisseur und Hauptdarsteller RZA bestand. Der Kopf der Rap-Formation Wu-Tan Clan war bei Tarantinos Film "Kill Bill" nämlich für den Soundtrack zuständig, so lernten sie sich kennen. Da wollte der Kultregisseur RZA bei seinem Spielfilmdebüt wohl unter die Arme greifen und stand mit Rat und Tat zur Seite.

    Ein bisschen merkt man Tarantinos Einfluss auch: "The Man with the Iron Fists" ist schräg, blutig und brutal. Den wahren und oftmals auch komödiantisch anmutenden Charme eines echten Tarantino Films kann RZA aber nicht vermitteln. Vielmehr wirkt sein Werk an vielen Stellen unausgereift und die Geschichte lapidar. Allerdings geizt RZA nicht mit feudalen Bildern: Das China des neunzehnten Jahrhunderts wird mit leuchtenden Farben zum Leben erweckt. Für die Augen bietet "The Man with the Iron Fists" also tatsächlich etwas.

    Einzig Russell Crowe kann in der Rolle des lässigen Jack Knife wirklich überzeugen und sorgt für einige Schmunzelmomente. Damit stellt er die anderen Mitwirkenden gehörig in den Schatten. Lucy Liu ("Charlies Angels", "Kill Bill") kann in der ohnehin schon undankbaren und eintönigen Rolle der Bordellbetreiberin Madam Blossom nicht wirklich glänzen und auch RZA, der sich selbst natürlich gleich die Hauptrolle des Mannes mit den Eisenfäusten zusprach, hat eher wenig Ausstrahlung. Kampfszenen gibt es natürlich, die sollen an dieser Stelle auch nicht wirklich bemängelt werden. Und wer ein Faible für exzessives Blutvergießen und locker-flockig anmutende Gewalt hat, der ist bei "The Man with the Iron Fists" richtig. Insgesamt schmälern die unausgereifte Story, den unnötig langen Dialogen und der fehlenden Charme den Gesamtgenuss. Wo Tarantino draufsteht, ist eben nicht immer Tarantino drin.

    Fazit: Mit "The Man with the Iron Fists" wollte RZA wohl seine Liebe zu Action, Kung-Fu und harten Bildern ausleben und hielt sich dabei stark an sein Vorbild Quentin Tarantino. Leider fehlt es dem Film an Originalität und einer guten Story - außer stumpfer Gewalt hat RZAs Regiedebüt nicht wirklich viel zu bieten.
  • Tarantino-Schüler RZA mixt in seinem mit Eli Roth geschriebenen Martial-Arts-Racheactioner Eastern, Western und Rap.

    RZA, Gründungsmitglied der legendären Rap-Combo Wu-Tang Clan, ist mit seinen Soundtracks zu “Ghost Dog” oder “Kill Bill” schon länger im Filmgeschäft. Am Set von Tarantinos Rache-Opus gab ihm der Meister einen Crash-Kurs in Regie und sein Spezi Eli Roth fertigte mit dem New Yorker Debütanten das Script, was sich in degoutanten Splatter-Szenen niederschlägt. Mit dem hippen Handkanten-Videoclip aus Rap und Roundkicks kopiert RZA den trashigen Eskapismus seiner Lieblings-Eastern, die er in Brooklyner Grindhouse-Kinos sah und realisiert damit einen feuchten Traum mit ihm selbst in der Hauptrolle als Schwertschmied, der mit gusseisernen Fäusten zur Rache schreitet.

    Stil geht klar vor Substanz in einem reinen Fantasieprodukt, das mit Russell Crowe als fülligen Vollbart-Fremden, der auf Hochprozentiges und Huren steht, sowie Lucy Liu als geschäftstüchtige Edelbordellbetreiberin weitere große Namen verbuchen kann. Ersterer quartiert sich im feudalen China des 19. Jahrhunderts als messerbewährter Jack Knife bei letzterer alias Madame Blossom ein. Ihr Plüschpuff bleibt Dreh- und Angelpunkt eines unübersichtlichen, holprigen Plots, der ohnehin nur eine Entschuldigung für brutale Prügelduelle mit offenen Knochenbrüchen in rasanter Clip-Montage zu dröhnendem Rap ist.

    Der unschuldige Schwertschmied (RZA), ein geflohener Sklave aus Amerika, gerät in einen Konflikt, den verfeindete Martial-Arts-Banden um eine Ladung Gold austragen. Weshalb ihm ein gewisser X-Blade (Rick Yune aus “The Fast And the Furious”) die Arme abschlagen lässt, die er sich, nachdem ihn Jack gesund gepflegt hat, aus Eisen neu gießt und damit der feindlichen Nemesis, dem unverwüstlichen Metallmenschen Brass Body (MMA-Champion Dave Bautista), die Stirn bietet.

    Handwerkliche Mängel hin, hölzerne Akteure her – das wird den geneigten Betrachter nicht stören, dem andere Qualitäten imponieren: Ausstattung und Dekors sind optische Leckerbissen, der eklektische Soundtrack die Krone eines coolen Mash-Ups aus Eastern, Western und schwarzer Subkultur. Jeder Fight, jede Tötungsart wird zelebriert wie eine große Show. Darüber hinaus pflegt RZA sein famos geschmackloses Nicht-Jugendfrei-Image mit viel nackten Dirnen, exzessivem Kunstblutverbrauch und originellen Gewalttaten im Playstation-Stil. Grotesk bis schrill komisch vereint RZA seine schicken Ethno-Schauwerte in einem teurer als sein Budget wirkenden Fanmovie aus Zutaten und Zitaten zahlreicher Kung-Fu-Klassiker. tk.
  • Ein Derivat uralter Kung-Fu-Filme, das Eigenständigkeit vermissen lässt. Das einzig wirklich gute am Film: ein total überdrehter Russell Crowe.
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.