The Man with the Iron Fists (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Tarantino-Schüler RZA mixt in seinem mit Eli Roth geschriebenen Martial-Arts-Racheactioner Eastern, Western und Rap.

RZA, Gründungsmitglied der legendären Rap-Combo Wu-Tang Clan, ist mit seinen Soundtracks zu “Ghost Dog” oder “Kill Bill” schon länger im Filmgeschäft. Am Set von Tarantinos Rache-Opus gab ihm der Meister einen Crash-Kurs in Regie und sein Spezi Eli Roth fertigte mit dem New Yorker Debütanten das Script, was sich in degoutanten Splatter-Szenen niederschlägt. Mit dem hippen Handkanten-Videoclip aus Rap und Roundkicks kopiert RZA den trashigen Eskapismus seiner Lieblings-Eastern, die er in Brooklyner Grindhouse-Kinos sah und realisiert damit einen feuchten Traum mit ihm selbst in der Hauptrolle als Schwertschmied, der mit gusseisernen Fäusten zur Rache schreitet.

Stil geht klar vor Substanz in einem reinen Fantasieprodukt, das mit Russell Crowe als fülligen Vollbart-Fremden, der auf Hochprozentiges und Huren steht, sowie Lucy Liu als geschäftstüchtige Edelbordellbetreiberin weitere große Namen verbuchen kann. Ersterer quartiert sich im feudalen China des 19. Jahrhunderts als messerbewährter Jack Knife bei letzterer alias Madame Blossom ein. Ihr Plüschpuff bleibt Dreh- und Angelpunkt eines unübersichtlichen, holprigen Plots, der ohnehin nur eine Entschuldigung für brutale Prügelduelle mit offenen Knochenbrüchen in rasanter Clip-Montage zu dröhnendem Rap ist.

Der unschuldige Schwertschmied (RZA), ein geflohener Sklave aus Amerika, gerät in einen Konflikt, den verfeindete Martial-Arts-Banden um eine Ladung Gold austragen. Weshalb ihm ein gewisser X-Blade (Rick Yune aus “The Fast And the Furious”) die Arme abschlagen lässt, die er sich, nachdem ihn Jack gesund gepflegt hat, aus Eisen neu gießt und damit der feindlichen Nemesis, dem unverwüstlichen Metallmenschen Brass Body (MMA-Champion Dave Bautista), die Stirn bietet.

Handwerkliche Mängel hin, hölzerne Akteure her – das wird den geneigten Betrachter nicht stören, dem andere Qualitäten imponieren: Ausstattung und Dekors sind optische Leckerbissen, der eklektische Soundtrack die Krone eines coolen Mash-Ups aus Eastern, Western und schwarzer Subkultur. Jeder Fight, jede Tötungsart wird zelebriert wie eine große Show. Darüber hinaus pflegt RZA sein famos geschmackloses Nicht-Jugendfrei-Image mit viel nackten Dirnen, exzessivem Kunstblutverbrauch und originellen Gewalttaten im Playstation-Stil. Grotesk bis schrill komisch vereint RZA seine schicken Ethno-Schauwerte in einem teurer als sein Budget wirkenden Fanmovie aus Zutaten und Zitaten zahlreicher Kung-Fu-Klassiker. tk.

China im 19. Jahrhundert: Messerschwinger Jack Knife nistet sich im Edelbordell von Madame Blossom ein, um Hochprozentiges und Huren zu genießen. Seine Anwesenheit erhitzt aber den kalten Krieg zwischen rivalisierenden Clans, die einen afroamerikanischen Schwertschmied dazu zwingen wollen, ihren Kämpfern die besten Waffen anzufertigen. Als sie ihm beide Arme abhacken, pflegt Jack ihn gesund und lässt ihn zwei eiserne Fäuste gießen, mit denen der Schmied Rache an seinen Peinigern und der unbesiegbaren Nemesis Brass Body nimmt.

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (Ø 0)
    0
    0
    0
    0
    0
So werten die Kritiker (Ø 0)
    0
    0
    0
    0
    0

Cast und Crew

News und Stories

Bilder

Kommentare