The Help (2011)

Filmhandlung und Hintergrund

Mit charakterstarker Besetzung und ungewöhnlich menschlichem Blickwinkel geht diese Bestsellerverfilmung auf Oscarkurs.

Ganz ohne Hilfe von Superhelden und Effektschlachten erobert “The Help” Kinofans mit großen Gefühlen: Ebenso einfühlsam wie provokant erzählt der Film eine außergewöhnliche Geschichte über Freundschaft, Courage und Ausgrenzung. Anfang der 60er Jahre träumt die junge Skeeter (Emma Stone) davon, eine große Autorin zu werden. Eine Zeitung bietet ihr eine brave Hausfrauenkolumne an, doch sie will die ganz große Story – und findet sie quasi nebenan. Entsetzt von ihren Freundinnen, die ihr Personal diskriminieren und wie Menschen zweiter Klasse behandeln, beschließt Skeeter über die Erfahrungen farbiger Dienst- und Hausmädchen zu schreiben. Purer Sprengstoff im Amerika der Rassentrennung, das kurz vor einer Welle des Widerstands durch die Bürgerrechtsbewegung steht. Skeeters geheimes Projekt verstößt nicht nur gegen den guten Ton, sondern auch gegen das Gesetz. Aibileen (Viola Davis) und Minny (Octavia Spencer) sind die ersten mutigen Frauen, die ihr Schweigen brechen, die viele weiße Kinder mit Liebe großgezogen, doch keine Anerkennung, geschweige denn ein Leben in Würde erfahren haben. Und nach einem folgenschweren Vorfall sind immer mehr Hausmädchen bereit, ihre Geschichte erzählen. Geschichten, die so noch nie erzählt wurden und diesen bewundernswerten Frauen endlich eine Stimme verleihen. “Gute Geister” nennt sie Kathryn Stocketts gleichnamiger Bestseller, die uns hier in bitteren, berührenden, aber auch humorvollen Momenten näherkommen. Ein hässliches Kapitel aus der jüngeren amerikanischen Vergangenheit so bewegend als Feel-Good-Movie zu erzählen, ist ein Kunststück. Das verdient das Prädikat “Besonders Wertvoll”, einen Kino-besuch – und vielleicht auch einen Oscar.

Die angehende Autorin und frische Absolventin der University of Mississippi Eugenia „Skeeter“ Phelan (Emma Stone) kehrt Anfang der 1960er Jahre mit dem Traum der großen Schriftstellerkarriere in die Heimat zurück. Der ihr innewohnende Gerechtigkeitssinn bringt sie dann dazu, ein kontroverses Buch über den Alltagsrassismus gegenüber afroamerikanischen Haushälterinnen zu schreiben. Um ihre Idee, das Buch aus der Perspektive eines solchen Hausmädchens zu schreiben, zu verwirklichen, beginnt sie Frauen zu interviewen, die diese Erfahrung bereits gemacht haben. Auf diese Weise könne das Buch authentisch das Leben afroamerikanischer Frauen im Alltagsleben als Hausmädchen der weißen, oberen Bevölkerungsschicht aufzeigen. Mit ihrem Vorhaben bewegt sich Skeeter jedoch nicht nur jenseits jedweder Konventionen, sondern auch abseits der Gesetze. Dadurch bringt sie nicht nur sich in Gefahr, sondern auch all jene rund um Minny Jackson (Octavia Spencer) und Aibileen Clark (Viola Davis), die ihr dabei helfen, das Projekt zu verwirklichen. Aibileen ist die Haushälterin ihrer besten Freundin, was dazu führt, dass auch Spannungen in Skeeters privatem Umfeld entstehen und jahrelange Freundschaften auf eine harte Probe gestellt werden. „The Help“ basiert auf dem gleichnamigen Buch der Autorin Kathryn Stockett aus dem Jahr 2009. Ähnlich wie Protagonistin Skeeter, gab es für Stockett Probleme, ihr Werk zu veröffentlichen. So wurde das Buch ganze 60 Mal abgelehnt, bevor es doch noch in den Druck ging. Stockett und Regisseur Tate Taylor verbindet seit Kindheitstagen eine Freundschaft. The Help wurde für vier Kategorien oscarnominiert. In der Kategorie der besten Nebendarstellerin waren sowohl  Octavia Spencer als auch Jessica Chastain für The Help nominiert. Spencer gewann die begehrte Trophäe schließlich.

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