The Happening (2008)

The Happening Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Happening: Apokalyptischer Thriller von M. Night Shyamalan, in dem Menschen auf der ganzen Welt aus heiterem Himmel Suizide begehen.

Der engagierte Lehrer Elliot (Mark Wahlberg) bringt seiner Klasse vergeblich die Bedeutung des Artensterbens bei, als es die eigene Spezies erwischt: Grundlos begehen New Yorker Bürger reihenweise Selbstmord. Ein mysteriöses Phänomen, dass sich aus den Metropolen rasant über die ganze Welt verbreitet. Elliot will mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel) und ihrem Freund Julian (John Leguizamo) fliehen. Die Epidemie greift indes weiter um sich.

Wieder einmal steht es nicht gut um die Menschheit, zumal M. Night Shyamalan (“The Sixth Sense”) nach “Das Mädchen aus dem Wasser” Besserung gelobt hat, eine apokalyptischen Katastrophe vom Stapel lässt und die mysteriöse Bedrohung zum meisterlichen Panikthriller steigert.

Aus heiterem Himmel beginnen Menschen in New York ohne erkennbaren Grund Selbstmord zu begehen. Suizide in anderen Städten auf der ganzen Welt folgen, in immer kürzeren Abständen, unaufhaltsam. In Philadelphia wird der Unterricht an den Schulen unterbrochen, und Lehrer Elliot eilt nach Hause, um mit seiner Frau Alma, ihrem Freund Julian und dessen Sohn aufs Land zu fliehen. Um Elliots Ehe ist es nicht zum besten bestellt, aber zum Streit bleibt keine Zeit, denn während der Flucht stellt sich heraus, dass die ganze Menschheit ausgelöscht werden könnte – ohne dass man ahnt, was hinter diesem Ereignis steckt.

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Kritikerrezensionen

  • Eieiei, was ist nur mit M. Night Shyamalan los? Der Drehbuchautor / Regisseur, der mit „The Sixth Sense“ zurecht berühmt wurde und auch danach mal mal mehr, mal weniger gelungene, immer aber hochwertige Experimente in Sachen gruseliges Genrekino lieferte („Signs“, „The Village“) hat hier etwas abgeliefert, dass wie der dritte Beitrag zu Roberto Rodriguez und Quentin Tarantinos „Grindhouse“-Projekt wirkt. Weniger trashig, auch relativ brutal (zumindest für Shyamalan) und ein großer Spaß. Wenn auch ein unfreiwilliger.

    Mit dem kuriosen Märchen „Lady in the Water“ hatte Shyamalan zuletzt schon einen Flop hingelegt. Doch während dieser Film noch durch seine Eigenwilligkeit, großartigen Darsteller und vor allem die von Shyamalan gewohnte, erstklassige Kamera- und Regiearbeit (wenn auch mit bewusster Experimentierfreude) bestach, sind ihm auch diese Qualitäten bei „The Happening“ abhanden gekommen.

    Mit Tak Fujimoto hat Shyamalan schon „The Sixth Sense“ und „Signs“ in beste Bilder gepackt. Hier hat man eine 08/15-Filmerei, mit der beide schlicht enttäuschen. Noch schwerer wiegt Shyamalans neuer Hauptdarsteller, Mark Wahlberg. Wie hölzern sorgenvoll der in die Kamera schaut – es ist eine Gaudi. Auch die hübsche Zooey Deschanel („Per Anhalter durch die Galaxis“) bekommt nicht mehr zu tun, als mit großen Augen teilweise verwirrt bis planlos dreinzuschauen, womit sie bisweilen als eine Parodie auf die nervtötende Mammi aus Kubricks „Shining“ erscheint.

    Das alles mag aber schlicht seinen Hauptgrund darin haben, dass Shyamalan ein rudimentäres Drehbuch abgeliefert hat, dass aus lauter Einzelteilen und Behauptungen besteht. Wieso mag Julian Alma eigentlich nicht? Die Beziehungskrise zwischen ihr und Elliot ist fast ein Hohn – bloß weil sie Elliot mal betrogen hat, indem sie heimlich mit einem anderen Nachtisch gegessen hat? Das kann, mag und soll natürlich Hinweis für ein tieferes Problem in der Ehe sein. Bloß, dass dies nie thematisiert wird (einzelne hingeworfene Dialogfetzen ausgenommen). Derlei Unfertiges gibt es eine Menge mehr – und wer die erste Drehbuchfassung, die noch unter dem Titel „The Green Effect“ durchs Internet geisterte, gelesen hat, versteht, was Shyamalan wollte, tatsächlich auch wenigstens in Einzelpunkten hätte liefern wollen. Aber weil nun alles rausgefallen ist, bleibt es sinnloser Mumpitz, wie der Unsinn mit dem Stimmungsring, der nun nichts mehr bedeutet.

    Auf den berühmten Shyamalan’schen Twist am Ende wartet man auch vergebens. Die Pflanzen wenden sich gegen die Menschen. Keine dumme Idee, wissenschaftlich nicht so weit hergeholt und vor allem als Umkehrung der üblichen apokalyptischen Kinovisionen mit ihren Vulkanausbrüchen und Flutwellen gewitzt. Selbst das süße Nichts an Handlung und Figurenzeichnung hätte man darüber verzeihen können. So aber fragt man sich: Warum das ganze, warum nur in Amerika? Was war denn jetzt mit den verschwundenen Bienen, von denen Elliot zunächst noch seine Schüler (und Publikum) heiß machen wollte? Egal. Selbst ein bisschen was Esoterisches hätte man gerne in Kauf genommen.

    Dafür wird nun alles verbal end- und ziellos durchgehechelt, man darf dabei zusehen, wie Menschen vor Wind davonrennen (!), wie Alma Sätze sagt wie: „Schau mal, da hält jemand“ während vor ihr und Elliot gerade ein Auto hält – oder wie Elliot die kleine Gruppe stoppt, weil vor ihnen auf der Wiese „plötzlich“ ein Auto steht, und anschließend: Schau mal, da sind Häuser. Genau dahinter. Für jeden seit langem sichtbar. Solche Huddeleien, die an die „Simpsons“ gemahnen, finden sich oft.

    Übrigens: die netten Brutalitäten, mit denen sich die Menschen dank des Nerventoxins originell ins Jenseits befördern, hieß es, wurden in der deutschen Fassung geschnitten – und man merkt es auch.

    „Der Schwarm“ meets Hitchcocks „Vögel“ – so etwas schwebte Shyamalan wohl vor. Letztendlich ist ihm aber nur eine Parodie oder aber überzogene Originalversion eines schlechten TV-Films zum Öko-Horror der 70er gelungen.

    Aber vielleicht wollte Shyamalan genau das, vielleicht hat er Selbstironie gelernt und ein (bewusst) handwerklich und inhaltlich verschludertes B-Movie der Marke „Blob“ produziert. Beziehungsweise eine Hommage daran. So gesehen macht „The Happening“ dann schon wieder echten Spaß.

    Fazit: In nahezu allen Aspekten kurios dürftige, verzettelte Bio-Weltuntergangsvision mit origineller Ausgangsidee von Großmeister Shyamalan, die als trashiges B-Movie funktionieren würde…
  • “Apocalypse Now” heißt es diesmal bei M. Night Shyamalan. Mit minimalsten Mitteln erzielt er ein Maximum an (Gänsehaut-)Effekt in einem perfekten Umwelt-Alptraum.

    Vor zwei Jahren ist er mit seinem Märchen “Das Mädchen aus dem Wasser” böse baden gegangen und ungefähr zur selben Zeit erschien auch noch das Buch “The Man Who Heard Voices”, in dem dessen Schlammschlacht mit Disney in aller Ausführlichkeit dokumentiert wird. Dennoch ist M. Night Shyamalan, Regisseur von Hits wie “The Sixth Sense” und “Signs – Zeichen”, seinem Stil und Genre, dem mysteriösen Thriller, treu geblieben. Weniger ist bei ihm eindeutig mehr, so auch bei seinem aktuellen, unter größter Geheimhaltung entstandenen Umwelt-Alptraum “The Happening”, der an Alfred Hitchcocks “Die Vögel” und Don Siegels “Die Dämonischen” erinnert. Die Rolle des (Anti-)Helden hat der Filmemacher erneut – nach Bruce Willis und Mel Gibson – mit einen veritablen Action-Man besetzt, nur um diesen wieder gegen den Typ agieren zu lassen. Zaudernd, zögerlich und höchst überzeugend verkörpert Ex-”Shooter” Mark Wahlberg den Naturkundelehrer Elliot Moore, der plötzlich aus seiner Lethargie wachgerüttelt wird und um sein Leben laufen muss.

    Ein simpler Windstoß durch New Yorks Central Park setzt alles in Gang. Blätter rauschen, Bäume bewegen sich leicht, Tiere reagieren nervös. Dann, nach einem Moment der Stille, des Innehaltens, beginnen die Menschen Suizid zu begehen – zu Hunderten, unbewegt, unbeteiligt. Schnitt. Eine andere US-Metropole: Philadelphia. Der Schulunterricht wird unterbrochen. Der Direktor informiert das Kollegium: Im Stadtpark ist es zum Massenselbstmord gekommen. Ursache unbekannt. Die Verantwortlichen empfehlen, die Stadt zu verlassen. Moore eilt nach Hause zur entfremdeten Frau (Zooey Deschanel). Man packt das Nötigste zusammen und hetzt zum Zug, der einen aufs Land, in vermeintliche Sicherheit bringen soll. “The Green Effect” hieß die Arbeit ursprünglich und dieser Titel verrät eher, um was es sich hier handelt: Um einen grünen Horrorfilm, einen Öko-Thriller mit einem unsichtbaren Feind als Gegner.

    Ging es bei Siegels dämonischen “Körperfressern” 1956 im Subtext um den paranoiden Kommunisten-Jäger Senator McCarthy, wird hier ein noch schlimmerer Bösewicht paraphrasiert: der Mensch selbst. Er versucht, vor seinen eigenen Untaten davonzulaufen; vergeblich, wie Shyamalan mit unerbittlicher Konsequenz vor Augen führt. Elliot, sprich jeder einzelne von uns, muss sich seinen Problemen stellen, der Umwelt, der Politik, dem Partner, und sich um die Mitmenschen kümmern. Im diesem speziellen Fall die achtjährige Tochter (Ashlyn Sanchez) des Mathematikkollegen (John Leguizamo), der sich einfach eine Kugel durch den Kopf gejagt hat. Keine Tricktechniker bemüht der Regisseur und auch keine Effektezauberer, ein paar im Zeitraffer dahinziehende Wolken, ein Dutzend Leiber, die von Bäumen baumeln, der durch ein Rohr verfremdete Hall einer Stimme und der bedrohliche Score von Langzeitmitarbeiter James Newton Howard. Der Schrecken ist perfekt. Minimalismus ist angesagt, in Bild und Ton. Zuschauer und Held befinden sich stets ungefähr auf demselben Wissenstand, was jeden Schatten zur Gefahr werden lässt und natürlich alle Mitbürger. Steckt er mich an? Sie? Bin ich jetzt dran? Und da kommt schon wieder etwas Wind auf. geh.

Darsteller und Crew

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