The East (2012)

The East Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The East: Spannendes Independentdrama über eine smarte Aufsteigerin, die für eine Sicherheitsfirma eine radikale Aktivistengruppe infiltriert und sich dabei verändert.

Sarah ist smart, will in einer großen Sicherheitsfirma Karriere machen. Die Eintrittskarte dazu könnte ihr neuer Auftrag, die Infiltrierung der geheimnisvollen Aktivistengruppe “The East” sein. Tatsächlich kann Sarah die Zelle aufspüren und Vertrauen zu den wenigen, aber engagierten Mitgliedern aufbauen, die mit unkonventionellen Aktionen Konzerne, die Schäden an Natur und Menschen skrupellos in Kauf nehmen, zur Rechenschaft ziehen. Je näher sie aber den Aktivisten kommt, desto distanzierter sieht sie ihr eigenes Leben.

Eine smarte Aufsteigerin infiltriert für eine Sicherheitsfirma eine radikale Aktivistengruppe und verändert sich dabei. Spannender Thriller, der eine ähnliche Geschichte wie “Die fetten Jahre sind vorbei” smart erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Cleverer, dem Politthriller der 70er Jahre verhafteter Film, der den Zuschauer auffordert, moralisch Position zu beziehen.
  • Brit Marling, die neue Queen des US-Independent-Films, dominiert als Star und Koautorin ein sehenswertes Drama über die Infiltrierung einer Aktivistengruppe.

    Wie ein kleiner, gut entwickelter Ableger von Robert Redfords “The Company You Keep” wirkt der zweite Kinofilm von Zal Batmanglij. Zudem weist er Parallelen zu “Sound of My Voice” auf, dem Regiedebüt des Autor-Regisseurs, in das Marling als Autorin und Darstellerin einer von Dokumentarfilmern verdeckt durchleuchteten Sektenführerin ebenfalls involviert war. In “The East” wechselt die 30-Jährige die Seiten, infiltriert nun selbst eine Gruppe, die einem alternativen Lebensmodell folgt und dabei Konzerne, die zur Gewinnmaximierung Schäden an Natur und Menschen skrupellos in Kauf nehmen, zur Rechenschaft zieht.

    “The East” ist die Geschichte einer Verführung durch Menschen und Ideen – wie auch der Name einer kleinen Zelle von Aktivisten, die mit ihren Aktionen bereits zum Mythos geworden und ins Visier einer großen Sicherheitsfirma geraten sind. Als deren neue Geheimwaffe soll Sarah (Marling) Kontakt zu der Gruppe herstellen, deren Mitglieder und Operationszentrum unbekannt sind. Aus dieser Prämisse entwickelt sich ein Drama, das gelegentlich die Nähe zum Thriller sucht, sich aber vor allem auf seine Figuren fokussiert. Trotzdem bleibt Spannung durch die Gefahr der Enttarnung wie auch durch die Überschreitung von moralischen Grenzen gewahrt.

    Marling und Batmanglij haben das Milieu der Aussteiger und Alternativen selbst studiert, dabei positive Erfahrungen gemacht, womit “The East” fast zwangsläufig von einer Dosis Hippie-Öko-Romantik beseelt ist. Mit den guten Absichten der Protagonisten solidarisiert sich der Film, geht aber bei den Methoden auf Distanz, die zu größerer Radikalisierung führen könnten. Auch wenn der anfangs smarte Film mit zunehmender Laufzeit und durch eine Lovestory konventioneller und auch unglaubwürdiger wirkt, macht er doch überzeugend deutlich, dass menschliche Nähe und Akzeptanz verführerischer als jede Idee sein können. Dabei ist dieses Low-Budget-Projekt, zu dessen Produzenten auch Ridley Scott zählt, nie verkopft, sondern manipuliert erfolgreich die Gefühle des Zuschauers, der sich vielleicht selbst eine politisch aktivere Attitüde, ganz sicher aber mehr Filme wie “The East” wünscht. kob.
  • "The East" ist eine gelungene Mischung aus 1-A Hollywood-Unterhaltung und anspruchsvollen Politkino mit Independent Flair. Die Newcomer Brit Marling ("Another Earth", "The Company you keep") und Zal Batmanglij ("Sound of my Voice"), die zusammen nach Hollywood zogen, um im Filmbusiness Fuß zu fassen, dürften dieses Ziel mit ihrem Werk erreicht haben. Gemeinsam verfassten sie das Drehbuch, woraufhin Batmanglij Regie führte und Marling die Hauptrolle übernahm. Durch glückliche Umstände konnten die beiden dann nicht nur die Jungstars Ellen Page ("Juno", "Inception") und Alexander Skarsgard ("Battleship", "Das Glück der großen Dinge") für sich gewinnen, sondern bekamen auch von Patricia Clarkson ("Vicky Christina Barcelona", "The Green Mile") eine Zusage. Besonders "True Blood"-Star Skarsgard zeigt, dass er mittlerweile weitaus mehr kann als nur als sexy Vampir Erik die weiblichen Fans zu verzücken.

    Durch die großen Namen auf dem Kinoplakat dürfte der nur circa 6,5 Millionen Dollar teure Film gleich einige Zuschauer mehr ins Kino locken und diese auch noch positiv überraschen. Anders als viele "Anfängerwerke" ist die Erzählstruktur in "The East" durchaus konventionell und Hollywood-konform. Trotzdem bewahrt Batmanglij sich durch die realistische Atmosphäre und die rebellisch-sympathischen Darsteller ein gewisses alternatives Flair. Die ausgewogene Mischung aus Mainstream und Arthouse stößt weder den Blockbuster-, noch den Indie-Fan vor den Kopf und das Resultat ist Kino, wie man es eigentlich nur mögen kann.

    Die von Brit Marling und Zal Batmanglij sorgfältig erschaffenen Figuren sind vielschichtig und mitreißend, ihre Handlungen wirken plausibel und nachvollziehbar. Selbst bei den illegalen Anschlägen, die die Gruppe auf große Konzerne verübt, kann der Zuschauer nicht anders, als sich auf die Seite der "Terroristen" zu schlagen. "The East" spricht politisch und wirtschaftlich relevante Themen an und macht es dem Zuschauer schwer, sich der Thematik zu entziehen. Durch das alleinige Ansehen des Films wird das Publikum motiviert, Stellung zu beziehen und sich über die aufgezeigten Probleme Gedanken zu machen.

    Dabei wirkt "The East" nie plakativ oder simplifiziert. Teilweise erinnert der Film an Sean Durkins hochgelobten "Martha Marcy May Marlene", wobei Batmanglij sektenähnliche Vereinigung im Vergleich doch stärker romantisiert ist. Diese Glorifizierung des naturbelassenen und konsumfernen Hippie-Daseins ist vielleicht der größte Kritikpunkt an "The East". Schnell kommt Sehnsucht nach der 68er Kultur auf und der Zuschauer wird verleitet, das stark vereinfachte Leben der rebellischen Wiederständler reizender zu finden, als sein eigenes. Dass auch das zwei Seiten hat, wird im Film zwar angesprochen, muss den Idealen der jungen Filmemacher, die selber einen Sommer lang aus Mülleimern lebten, dann aber doch größtenteils weichen.

    Fazit: "The East" ist ein spannender, politisch relevanter Thriller mit interessanten Charakteren und sympathisch überzeugenden Darstellern. Unterhaltendes und doch anspruchsvolles Kino.
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Darsteller und Crew

News und Stories

  • "The East": Interview mit Regisseur Zal Batmanglij

    Mit "The East" bringt Regisseur Zal Batmanglij seinen zweiten Spielfilm in die Kinos. In einem exklusiven Interview spricht er über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Brit Marling, die wahren Hintergründe zu ihrem Film und weitere Projekte.

  • Ellen Page im Thriller "The East" mit Alexander Skarsgard

    Die junge Schauspielerin Ellen Page (“Juno”, “Inception”) übernimmt eine Hauptrolle in dem geplanten Thriller “The East”. Unter der Regie des noch wenig bekannten Filmemacher Zal Batmanglij wird sie damit an der Seite von Alexander Skarsgard (“Straw Dogs”) und Brit Marling (“Another Earth”) vor der Kamera stehen. Die Geschichte handelt von einer terroristischen Organisation namens The East, die im Untergrund der USA...

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