The Book of Eli (2009)

The Book of Eli Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

The Book of Eli: Postapokalyptisches Actionabenteuer, in dem Denzel Washington als mythischer Held den spirituellen Schlüssel für den Wiederaufbau der Zivilisation beschützt.

Nach einer durch Krieg ausgelösten nuklearen Katastrophe ist Amerika verwaist und verwüstet. Seit 30 Jahren streift Eli durch ein Land, in dem es nur noch wenige Tiere und Pflanzen gibt. Er verwahrt und beschützt ein Buch, das Hoffnung für den Wiederaufbau der Zivilisation geben, aber auch zur Manipulation der wenigen überlebenden Menschen missbraucht werden kann. Genau zu diesem Zweck sucht es der machthungrige, skrupellose Carnegie, der mit seiner Bande von Halsabschneidern zum größten Gegner von Eli werden wird.

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Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seit dem Erfolg von „I am Legend“ haben Endzeitfilme, eher ein Relikt aus den Achtzigern, wieder Konjunktur. „Book of Eli“ zählt neben „Carriers“ oder der stillen Romanadaption „The Road“ zu jenen Beispielen des postapokalyptischen Science-Fiction-Genres, die sich Fragen nach dem Überleben in Folge des Zusammenbruchs jeglicher Ordnung stellen. Im Road Movie der Hughes-Brothers, die sich relativ schnell von „Ghetto“-/„Hood“-Formaten dem Genrekino zu wandten, steht ein wortkarger Einzelgänger im Mittelpunkt, der nach der Maxime agiert, sich nirgendwo einzumischen. Eigentlich müsste der gläubige Christ nach Gesetzen der Nächstenliebe handeln, als er etwa Zeuge einer Vergewaltigung wird. Doch die Erfahrung lehrte ihn offenbar, dass Zurückhaltung der bessere Weg sei. Dabei bleibt es auf Dauer nicht, zumal der von Denzel Washington verkörperte Kampfexperte jedem Angriff geschickt abzuwehren versteht und sich als Meister in Sachen Bogen, Schwert sowie Handfeuerwaffen entpuppt.

    Als Hüter der letzten verbliebenen Bibel gerät Eli mit dem brutalen Anführer Carnegie aneinander, der in dem Druckwerk ein Mittel zur Machterhaltung sieht, nachdem er schon eine der letzten Wasserquellen kontrolliert. Sprache und Wissen bilden in einer Welt des Faustrechts immer noch höchstes Gut. Der mit einem pockennarbigen Gary Oldman besetzte Machtmensch erkennt in Eli einen Konkurrenten um den Erhalt der Kommunikation. Wenn Elis iPod bald seinen Geist aufgibt, erlangen im Post-Computerzeitalter archaische elektronische Medien wie Radio oder Plattenspieler allmählich ihren früheren Stellenwert zurück.

    In dem feindlichen Ambiente, wo man niemanden trauen darf, weist Wanderer Eli die junge Solara zunächst zurück. Erst allmählich fasst er Vertrauen zu der hartnäckigen jungen Frau, die mehrmals in Gefahr gerät. Albert und Allen Hughes präsentieren somit eine gradlinige Story, die reichlich Anleihen beim Samurai- und Italowestern nimmt („Leichen plastern seinen Weg“ wird bewusst zitiert). Vorangetrieben von stilisierten Actioneinlagen, entwickelt sich in farblich ausgebleichten Bildern von verwüsteten Städten, Autowracks und verstrahlten Wäldern eine elegische Handlung um den mythischen Krieger, der zunehmend als Heilsbringer erscheint. Zwischen expressionistischer Schattenspiel-Attacke über eine entfesselte Kamera, die durch Einschusslöcher auf eine abgefeuerte Schnellschusswaffe zurast, bis zu wilden Shootouts in Westernmanier greifen die Hughes-Brüder zu differenten filmischen Erzählmethoden, was ihren futuristischen Thriller zwar etwas uneinheitlich, aber unvorhersehbar wirken lässt. Die grandiosen Bilder entlegener Landschaften New Mexikos entfalten ihre Wirkung sowieso erst auf großer Leinwand.

    Während bei Denzel Washington, der seine meisten Stunts selbst absolviert, mimische Zurückhaltung gefordert war und Gary Oldman ein Standardleistung abliefert, die immerhin noch Raum für Zwischentöne lässt, erfüllen einige Nebenfiguren die Endzeitstory mit Leben. Neben Jennifer Beals tragischer Verkörperung von Carnegies blinder, teils angewiderter Geliebten sorgen Knittergesicht Tom Waits als Elektriker sowie Michael Gambon und Frances de la Tour als schießwütig-verschlagenes Rentnerpaar für Anflüge von schwarzem Humor. Angesichts der christlich-philosophischen Botschaft, die gegen Ende den Ton angibt, scheint dieser durchaus nötig zu sein. Doch angesichts des sympathischen Appells für Konservierung von Literatur als Erinnerung an eine erhaltenswerte Kultur mag man über das Sendungsbewusstsein der Hughes hinweg sehen.

    Fazit: Düsterer, teils blutiger Endzeitwestern mit ambitioniertem visuellen Anstrich und ungewöhnlicher christlicher Botschaft.
  • Acht Jahre nach “From Hell” kehren Allen & Albert Hughes mit einem düsteren Endzeitactionabenteuer zur Hölle auf Erden zurück.

    Nur vier Kinofilme und eine Dokumentation haben die Regiezwillinge in 16 Karrierejahren inszeniert, gehören damit zu den selektiveren Filmemachern, deren Projekte besonders im Fokus stehen. Ihr aktuelles ist eine Überraschung, gerade weil es auf vertrautem Territorum eigenes Profil zeigen will, was ihm visuell, mit konsequentem Gestaltungswillen, auch gelingt. Von Beginn an demonstriert der Film, dass er auf sensible Zuschauerseelen keine Rücksicht zu nehmen gedenkt. Asche regnet vom Himmel auf eine verwesende Leiche, während ein vermummter Mann mit Gasmaske einen kleinen Vierbeiner erlegt. Vielleicht ein Hund, vielleicht aber auch eine Mutation, so genau lässt sich das 2044, viele Jahre nach einer durch Krieg ausgelösten Nuklearkatastrophe, nicht sagen. Seit 30 Jahren wandert Eli, nicht zufällig nach dem alttestamentarischen Propheten benannt, durch ein verwaistes, völlig verwüstetes Amerika. Der Mann hat eine Mission, sucht den Ort, wo sein größter, ständig mitgeführter Schatz zur spirituellen Keimzelle eines Neuanfangs werden könnte. Worum es sich bei Elis Buch handelt, dafür braucht man keinen Propheten. Dennoch hat das Drehbuch des Game-Journalisten und Comic-Book-Autors Gary Whitta eine kleine Überraschung parat, die für Elis Antagonisten unangenehm werden wird. Carnegie (Gary Oldman) ist einer dieser, von Totschlägern umgebenen Despoten, die man aus vielen Western und postapokalyptischen Spektakeln kennt. Nicht ohne Witz, aber skrupellos und von gefährlichen Machtphantasien angetrieben. Carnegie will sein Territorium erweitern, glaubt, dass die Kraft der Worte die der Gewalt übertrifft und braucht deshalb das Buch, von dem Eli sich nicht trennen wird. Auf dem Weg nach Westen, von Carnegies Männern verfolgt, bekommt Eli Gesellschaft in Gestalt der hübschen und kampflustigen Solara (Mila Kunis), die am Ende, mit Elis Klinge bewaffnet, die Saat für ein mögliches Sequel sät. Auf den Spuren von “Mad Max”, “Postman” oder “I am Legend” betritt “The Book of Eli” erzählerisch kein Neuland. Doch seine Härte, die nie spekulativ, sondern pragmatisch ist, überzeugt in mehreren großen Actionsequenzen, in denen Eli seine Gegner mit Klinge und Pistole abstraft. Für dieses Genre angemessen mythisches Helden-Pathos umgibt Denzel Washington, der trotz konstant cooler Attitüde seine Figur menschlich erdet. Neben ihm hat der in New Mexiko gedrehte Film seine größten Stärken im optischen Gesamteindruck einer zerstörten Welt. Elegant und plastisch visualisierte, in den Farben reduzierte Tableaus von Düsternis und Einsamkeit. Abgestorbene entlaubte Bäume, plane, entlebte Landschaften, Ruinen von Atommeilern, die Unterschlupf bieten und San Francisco in Trümmern – neu geschrieben ist dieses Buch nicht, aber stark bebildert. kob.
  • Dieses Buch bringt keine filmische Erlösung: Book of Eli ist unterhaltsame Endzeit-Action ohne Tiefgang.
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