The Beach (2000)

The Beach Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

The Beach: Adaption des Bestsellers "Der Strand", in der ein Aussteigerstrand zum "Herr der Fliegen"-Szenario wird.

Rucksacktourist Richard ist mit einer geheimnisvollen Karte auf der Suche nach dem letzten Stückchen unberührter Natur und findet in einem französischen Pärchen seine Verbündeten. Auf einer einsamen Insel angelangt, stoßen sie auf eine eingeschworene Gruppe, die wie die drei Harmonie in der Einsamkeit gesucht hat. Doch unter der idyllischen Oberfläche brodelt es, und Gewalt bricht sich ihre Bahn.

Der amerikanische Rucksack-Tourist Richard freundet sich in einem thailändischen Hotel mit einem französischen Pärchen an. Nachdem Richard von einem Traveller namens Daffy eine Landkarte, auf der eine geheimnisvolle Insel verzeichnet ist, zugesteckt bekommen hat, macht er sich gemeinsam mit dem Liebespaar auf den Weg – und landet direkt im Paradies. Doch der Himmel auf Erden entpuppt sich schnell als wahre Hölle, als es dort durch Intrigen und Eifersüchteleien zu Mord und Totschlag kommt.

US-Tourist Richard landet mittels einer geheimnisvollen Karte auf einer paradiesischen Insel. Doch der Himmel auf Erden entpuppt sich als Hölle, als es dort durch Intrigen zu Mord und Totschlag kommt. Hitziges, mitunter recht blutiges Abenteuer mit exotischen Schauplätzen und einer Portion Zivilisationskritik.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Leonardo DiCaprios erste ernst zunehmende Rolle spielte er 1993 in "Gilbert Grape" und wurde prompt für den Oscar nominiert. Das Publikum nahm den jungen DiCaprio damals noch nicht wirklich wahr. Dann der Durchbruch mit seiner ersten Titelrolle in Baz Luhrmans knalliger Shakespeare-Interpretation "Romeo und Julia". Gefolgt von dem grandiosen "Titanic"-Erfolg. Nun versucht er seinem Image zu entkommen. Kleine Rollen, wie zum Beispiel in Woody Allens "Celebrity" haben nichts gebracht. Doch das soll nun "The Beach" ändern.

    Darin spielt er eigentlich wieder den netten Jungen von nebenan, der er schon in "Titanic" war, jedoch ist er diesmal ein netter Junge der raus will, der ein anderes Leben sucht und dafür auch nicht davor zurückschreckt sein Leben zu riskieren. Der junge Richard ist ein Naivling, er sucht das große Glück der Welt, den endlosen Spaß. Er weiß nicht genau wie dieses Glück überhaupt aussieht, aber die Mythen und seine Fantasien von Thailand lassen ihn glauben, dass er es in dieser Welt, jenseits den klaren Strukturen der Gesellschaft, mit der er aufgewachsen ist, finden wird. Er glaubt seinen Traum später, nachdem er den Strand gefunden und das Mädchen seiner Träume bekommen hat, erreicht zu haben. Und erkennt so nicht, dass er gefangen in einem Alptraum ist.

    "Trainspotting"-Regisseur Danny Boyle erzählt in seinem ersten abhängigen Hollywood-Film mit viel Sarkasmus und in Hochglanzbildern, die fast so düster wie die Nacht sind, obwohl die ganze Zeit die strahlende Sonne scheint, die Geschichte eines Aussteigers, der erkennt, dass es nicht mehr möglich ist von der Gesellschaft unabhängig zu sein ohne zu verwildern.

    Der Film basiert auf dem Kultroman von Alex Garland. Jedoch war der Roman den Produzenten zu hart, so wurde das letzte Drittel zu Gunsten eines Hollywoodgerechten Happy Ends, leider, entschärft. Das Blutbad findet nun nicht mehr statt.

    So kehrt Richard nun am Ende in sein Leben zurück, bereit sich mit der Anpassung abzufinden. Jedoch wird er nie, die ihm gezeigte Schönheit der Natur vergessen, aber auch nicht deren unbarmherzige Härte. An diesem inkonsequenten Finale krankt der Film, denn die Natur schlägt dadurch am Ende nicht zurück, sondern verpasst den Aussteigern nur einen Denkzettel.

    Kritisiert wird hier dann nur noch am Rande. Momente in denen die Verlogenheit der selbsternannten Inselbevölkerung klar wird, werden nicht vertieft. Szenen wie zum Beispiel die, wenn Richard in der Stadt für alle möglichen Leute Tampons und Batterien besorgen soll machen klar, dass die Aussteiger nur die Verantwortung, die man als Mitglied der Gesellschaft tragen muss, nicht mehr auf sich nehmen wollen. Die Annehmlichkeiten jedoch, die diese mit sich bringt wollen sie nicht missen. Zum Tragen kommt dieses Thema leider nicht weiter.

    Der Zuschauer muss sich seine eigenen Gedanken machen. Als düsteres Abenteuerkino gelingt es dem Film treffsicher zu überzeugen, als Gesellschaftssatire ist er einfach zu zahm. Trotzdem, für DiCaprio ist der Film ein künstlerischer Erfolg, auch wenn seine von Drogen getränkten Irrungen durch den Dschungel wie eine Mischung aus Marlon Brando und Rambo wirken, so kann er doch schauspielerisch überzeugen und ist perfekt gegen den Strich besetzt. Dass seine 20 Millionen Dollar Gage die Hälfte des gesamten Filmbudgets verschlang wird dabei nebensächlich.

    Knackst das Repertoire des Films aber, wenn man an die vielen kleinen Skandale rund um die Produktion denkt, doch merklich an. Schließlich wurde für "The Beach" einer der schönsten Strände der Welt von der Filmcrew durch künstlerische Eingriffe zerstört, warum es auch von Umweltschützern auf der ganzen Welt große Schelte gab, die sogar zum Boykott des Films aufriefen. "The Beach" mag ein gelungener Film sein, aber so gut, dass es gerechtfertigt ist dafür ein wunderschönes Fleckchen Erde zu verwüsten, ist er bei weitem nicht.

    Fazit: Gelungener Film. Aber dennoch: Was die gesellschaftskritische Buchvorlage weitaus deutlicher hervorzubringen vermag, weiß dieser Film nur in Unterströmungen anzudeuten.
  • “Lebe lieber ungewöhnlich” lautet erneut das Motto Danny Boyles. Nach der gemischten, kommerziell unbefriedigenden Resonanz der Verfilmung des gleichnamigen Originalstoffs seiner loyalen Feder John Hodge adaptiert der “Trainspotting”-Regisseur wieder einen Bestseller. Eine Mischung aus Abenteuerfilm und Zivilisationsutopie, die Alex Garland 1996 mit Presse- und Publikumsecho zu Papier brachte und sich nun über das Charisma von Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio hinaus vor allem als Augenreiz mit beträchtlichen Schauwerten empfiehlt.

    Sieht man vom Gastauftritt in “Celebrity” ab, ist “The Beach” DiCaprios erster Film seit “Titanic” und “Der Mann in der eisernen Maske” – und dank Sujet, Zugänglichkeit, Schauplatz und Bilderzauber prädestiniert für einen weiteren Hit. “Sich für alles offenhalten und Erfahrungen einsaugen” ist das Motto des Erzählers, das gerade ein jugendliches Publikum ohne Widerstände für ihn einnehmen dürfte. Auch das in “Titanic” aufgebaute, vor allem von weiblichen Fans angenommene Image als romantischer Liebhaber kann DiCaprio in der ersten Hälfte pflegen, bevor seine Figur egoistische, zunehmend archaische Züge zeigt und sich in den Kontaktbereich zum Wahnsinn begibt. Wie es dazu kommt, entfaltet sich in Rückblenden. Auf der Suche nach neuen, realen Erfahrungen, Ergänzungen zum stellvertretenden Leben in der ermüdenden Chip-Kultur stößt Rucksacktourist Richard in Bangkok auf eine Karte, die die Lage eines verborgen gebliebenen Traumstrandes beschreibt, an dem eine Handvoll Aussteiger eine tropische Kommune des gepflegten Müßiggangs errichtet haben. Die Exklusivität dieses Paradieses wird mit strenger Geheimhaltung, striktem Kontaktverbot mit dem Festland und Missachtung moralischer Gebote gewahrt, so dass man in “Hotel-California”-Tradition zwar vielleicht ein-, aber nicht mehr auschecken kann. Den Wunsch nach Flucht lässt das von Kameramann Darius Khondji in süffigen Tropenbildern eingefangene Eiland anfangs allerdings gar nicht zu, als es DiCaprio und dem ihn begleitenden Franzosenpärchen (Virginie Ledoyen, Guillaume Canet) gelingt, die von Tilda Swinton geführte Kommune zu finden und von ihr aufgenommen zu werden. Die Erschütterung des Paradieses wähnt man in destruktiven menschlichen Eigenschaften wie Neid und Eifersucht, oder in der Aufgabe der Individualität, die wie schon bei Herman Melville (“Typee”) in der uniformen Tätowierung angedeutet ist. DiCaprios Eroberung der sinnlichen Olivier-Assayas-Entdeckung Ledoyen bleibt aber weitgehend folgenlos. Die gravierenderen Konfikte kommen abseits vom moralischen Verfall vor allem von außen – von Drogenfarmern oder Touristen. Dass das Glück schwer erkauft ist, verdeutlicht Boyle an den Verletzten einer Hai-Attacke, deren Leid die Perfektion trübt, was in einem konkreten Fall zur Abschiebung führt. In dieser Phase mutiert Richard, zum Wachdienst in der Wildnis bestraft, zum animalischen Individualisten, der sich zum Herrn des Dschungels berufen fühlt und von Boyle in einer cleveren und witzigen Sequenz zum Helden eines Action-Videogames gemacht wird. Richards Persönlichkeitssprünge sind symptomatisch für Doyles Probleme mit der Charakterisierung seiner Figuren, die nur in der Theorie über das Oberflächliche deutlich hinausgeht. Wo Zeit für Introspektion verloren wurde, zeigt “The Beach” auf den ersten Blick nicht. Überflüssig wirkt im Grunde nichts, und Kunstpausen erlaubt sich dieser visuell mitunter magnetische Abenteuerfilm auch nicht. So gewinnt man den Eindruck eines fesselnden Unterhaltungsfilms, der von mehr Zeit und damit vielleicht auch mehr Komplexität wohl profitiert hätte, aber ungeachtet dessen international zu Boyles erfolgreichstem Film werden könnte. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

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    Zur Neuverfilmung des Stallone-Action-Klassikers "Judge Dredd" zeigt sich Titelheld Karl Urban ("Der Herr der Ringe") schießwütig - in einem coolen Motion-Effekt-Plakat!

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